Darum gehts
- SFV kritisiert Fehlentscheid bei GC-Spiel: Thuns Niklas Steffen hätte Rot sehen müssen
- Captain Bürki fehlt für vier Spiele, darunter drei Liga- und ein Cup-Spiel
- Thun mit solidem Saisonstart, Servette trotz Sieg unter Druck
Die News der Woche
Am Montag beleuchtet der Schweizerische Fussballverband (SFV) jeweils strittige Szenen und Schiedsrichterentscheidungen. Auch das Spiel zwischen Thun und GC wurde genauer unter die Lupe genommen. Allerdings sorgte nicht der Ellenbogenschlag von Captain Marco Bürki, der mit Rot geahndet wurde, für Diskussionen. Vielmehr war es die Intervention von Thun-Goalie Niklas Steffen, der GC-Stürmer Young-jun Lee weit vor seinem Kasten regelwidrig gestoppt hat. Dafür gab es von Schiedsrichter Anojen Kanagasingam nur Gelb – ein Fehlentscheid, wie das Ressort Spitzenschiedsrichter festhält: «Der Thuner Goalie begeht weit ausserhalb seines Strafraums eine strafbare Aktion, die als ‹DOGSO› (Denying an obvious goal-scoring opportunity or a goal), also das Verhindern einer klaren Torchance, zu werten ist. Der erwartete Entscheid ist demnach eine Rote Karte.»
Die grosse Frage
Wie kompensieren die Thuner das Out von Captain Bürki? Bereits zum dritten Mal innert neun Spielen fehlt der Innenverteidiger gesperrt. Es ist ausgerechnet die Position, auf der die Thuner nicht sonderlich breit aufgestellt sind. Aufgrund der englischen Woche ist zu erwarten, dass Trainer Gian-Luca Privitelli auch dem jungen Louis Passavant wieder Einsatzzeiten ermöglicht. Sein Profi-Debüt hat er in der Europa-League-Quali im Rückspiel gegen Lech Posen gegeben. Vier Spiele ist Bürki gesperrt. Davon wird er drei in der Liga absitzen und eines im Cup – denn eine glatte Rote Karte wird wettbewerbsübergreifend vollstreckt.
Gesagt ist gesagt
«Ich habe die Aktion nicht gesehen. Ich sehe nur die Reaktion des Schiedsrichters, der sich an die Hose fasst. Vielleicht hatte er schon von Anfang an gewusst oder die Absicht gehabt, dass er uns die Rote Karte geben will. Wir hatten schon ein paar Geschichten mit dem Schiedsrichter gehabt, die nicht so glücklich für uns ausgegangen sind», kritisiert Verteidiger Jan Bamert den Entscheid von Kanagasingam gegenüber SRF nach dem Spiel. Seitens des SFV ist man irritiert von den Aussagen Bamerts. Bei der Aufarbeitung der letzten Runde im «Ref's Insights» war die Meinung klar: Der Entscheid des Schiedsrichters war korrekt.
Die Blick-Prognose
Obwohl Thun gegen GC verloren hat, zeigten die Berner Oberländer eine solide Leistung. Anders ist die Lage bei den Genfern, die dank eines Penaltytores gegen Lausanne gewonnen haben, sonst aber keine gute Partie gezeigt haben. Dank der drei Punkte haben sich die Westschweizer etwas Luft verschafft. Zu einem Punktgewinn gegen Thun reicht das aber bei weitem nicht. Thun wird das Spiel klar gewinnen.
Mögliche Aufstellung
Steffen; Fehr, Bamert, Passavant, Mambwa; Maier, Roth, Käit, Strannegard; Labeau, Lengen.
Wer fehlt?
Bürki (gesperrt), Montolio (verletzt).
Die Klassenbesten
Der Blick-Notenschnitt nach sieben Runden:
- Gutbub 4,5
- Dursun 4,0
- Käit 4,0
Der Schiedsrichter
Johannes von Mandach leitet die Partie im Visana-Stadion. Aus Volketswil assistiert VAR Urs Schnyder.
Der Gegner
Trotz des Sieges gegen Lausanne sieht die Lage bei Servette nicht gut aus. Spielerisch waren die Grenats lange unterlegen. Am Ende bleiben aber die drei Punkte. Und mit einem Sieg gegen Thun ist man wieder an den Top 6 dran – hier gehts zum Servette-Inside.
Runde
Luzern – Lausanne 1:0
FCZ – Basel 1:2
YB – Vaduz 4:2
Di., GC – Sion 2:5
Mi., Thun – Servette 19.00 Uhr
Mi., Lugano – St. Gallen 19.00 Uhr
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 7 | 13 | 19 | |
2 | FC Sion | 8 | 9 | 18 | |
3 | BSC Young Boys | 8 | 12 | 16 | |
4 | FC Basel | 8 | 2 | 13 | |
5 | FC St. Gallen | 7 | -2 | 10 | |
6 | FC Zürich | 8 | -6 | 10 | |
7 | FC Luzern | 8 | -5 | 9 | |
8 | Grasshopper Club Zürich | 8 | -7 | 8 | |
9 | Servette FC | 7 | -3 | 7 | |
10 | FC Thun | 7 | -7 | 7 | |
11 | FC Vaduz | 8 | -2 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 8 | -4 | 6 |

