Darum gehts
- GC verliert im Letzigrund nach 2:1-Führung 2:5 gegen Sion
- Sion beeindruckt mit Joker-Qualität: Vier Jokertore. Vier Jokerassists
- Sion hat bisher nur gegen Lugano und YB verloren, restliche Spiele gewonnen
Es ist eine alte Weisheit. Man verliert lieber einmal so richtig deftig, eben 2:5 oder so, und gewinnt dafür die knappen Spiele. Das hat natürlich seine Richtigkeit. GC hat seine drei letzten (engen) Spiele mit zwei Siegen und einem Remis erfolgreich gestaltet. Was natürlich Hoffnungen nährte, auch gegen Sion etwas Zählbares zu holen. Doch die Teams, gegen welche die Hoppers gepunktet haben, waren halt doch nur ein ausser Form geratenes St. Gallen, der FCZ und Thun. Die Walliser, die einzig gegen die beiden Topteams Lugano und YB verloren und alle anderen Spiele gewonnen haben, sind da eine andere Hausnummer. Und das haben sie im Letzigrund mit einer beeindruckenden Jokershow unter Beweis gestellt.
Abrashi ist angefressen und hässig
Derart ausdrücklich, dass Goalie Marvin Hübel Folgendes sagte: «Am Schluss entschied die individuelle Klasse von Sion, wo man dann sagen muss: Das ist ein Top-drei-Team.» Die hätten halt schon Qualität, wenn man sieht, was sie eingewechselt hätten, analysiert auch Captain Amir Abrashi, nicht vergessend zu sagen, dass er richtig angefressen und hässig sei. Weil man GC die Führung auf dem Silbertablett präsentiert hat. «Und dann meinen wir, es laufe von selbst und machen ein, zwei Prozent weniger. Das geht nicht. Da wird man von einem Sion mit diesen Qualitäten eiskalt bestraft. Sion ist in sehr guter Form, klar. Doch auch wir waren nicht so schlecht in Form. Umso bitterer, wenn aus einer 2:1-Führung ein 2:5 wird.»
Zeidlers Sympathie für Kanton und Klub
Aber der grösste Sion-Fan aufseiten des Gegners war der Coach auf der Hoppers. Peter Zeidler, der nie einen Hehl daraus macht, dass er Sympathien hege für das Wallis und den FC Sion. «Wir haben gegen eine uns in allen wichtigen Bereichen überlegene Mannschaft verloren: technisch, taktisch und auch körperlich. Die könnten bei Weltklasse in Zürich mitmachen, derart schnell sind sie. Das hat den Unterschied gemacht. Ich glaube, der FC Sion hatte in den letzten zwanzig Jahren, in denen Alain Kunz von Blick den FC Sion verfolgt, viele gute Mannschaften. Aber noch nie eine derart stimmige und tolle!»
Er habe als Coach auch ein paar Spiele mit dem Klub gewonnen, man sei auch gut gewesen und im Cupfinal. «Aber was Didier mit seinen Kollegen und seiner Mannschaft hingebracht hat, ist ein Niveau darüber. Dieser Gegner war an diesem 15. September 2026 für uns eine Nummer zu gross…»
Kampfansage an Luzern
Doch nach der Eloge an die Waliser gabs mit ebenso viel Verve eine zeidlersche Kampfansage an den nächsten Gegner, den FC Luzern: «Luzern kann sich darauf vorbereiten: Wir kommen! Wir werden alles tun, damit wir nicht ohne Punkte nach Hause kommen. Das schaffen wir noch. Danach? Natürlich Regeneration. Und fleissiges Training. Das kann ich ankündigen. Und die Jungs haben Lust da mitzuziehen. Denn wir haben gute Jungs! Das wird man noch sehen.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 7 | 13 | 19 | |
2 | FC Sion | 8 | 9 | 18 | |
3 | BSC Young Boys | 8 | 12 | 16 | |
4 | FC Basel | 8 | 2 | 13 | |
5 | FC St. Gallen | 7 | -2 | 10 | |
6 | FC Zürich | 8 | -6 | 10 | |
7 | FC Luzern | 8 | -5 | 9 | |
8 | Grasshopper Club Zürich | 8 | -7 | 8 | |
9 | Servette FC | 7 | -3 | 7 | |
10 | FC Thun | 7 | -7 | 7 | |
11 | FC Vaduz | 8 | -2 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 8 | -4 | 6 |


