Mehr Härte im Mittelfeld?
Bei Luzern tut sich was auf dem Transfermarkt

Ein Duell zweier Rivalen steht an. Luzern empfängt am Sonntagnachmittag St. Gallen (14 Uhr). Mario Frick steht unter Druck – erhält aber grosse Rückendeckung. Und bald einen neuen Spieler? Das FCL-Inside.
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Bald wieder Luzerner Jubel? Das Team hat im neuen Jahr erst einen Punkt geholt.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus

Darum gehts

  • Was Sportchef Remo Meyer zur Frick-Situation sagt
  • Nach Blick-Infos könnte ein neuer Achter kommen
  • Der Lette Ciganiks schwärmt vom Leben in Luzern
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Die News der Woche

Trainer Mario Frick (51) steht nach nur acht Punkten in den letzten elf Runden im Fokus von Spekulationen, kriegt nun aber von Sportchef Remo Meyer (45) die volle Rückendeckung. Dieser bekräftigt gegenüber Blick: «Mario ist seit über vier Jahren Trainer bei uns, und in dieser Zeit haben wir ein grosses gegenseitiges Vertrauen aufgebaut.» Und: «Er geniesst unsere maximale Unterstützung.» Damit scheint der Job des Liechtensteiners vorerst nicht in Gefahr zu sein. Wegweisend sind die nächsten Partien trotzdem. Am Sonntag gegen St. Gallen und dann unter der Woche im Cup-Viertelfinal gegen SLO.

Die grosse Frage

Wann schlägt der FCL auf dem Transfermarkt zu? Frick monierte jüngst, dass die Mannschaft zu lieb sei. Tatsächlich ist das auf einigen Positionen bemerkbar – besonders aber im Mittelfeld. Im 4-4-2-Raute-System fehlt es auf der Acht an Präsenz, an Härte, an einem Spieler, der vorangeht und auch mal wehtut. Gemäss Blick-Informationen tut sich in diese Richtung auch tatsächlich was. Damit scheint die folgende Aussage von Sportchef Remo Meyer (45) nicht nur eine Floskel zu sein. «Sollte sich eine passende Möglichkeit ergeben, das Team zu verstärken, werden wir diese nutzen.» 

Gesagt ist gesagt

«Die Leute hier sind einfach brutal. Als ich gegen Lausanne getroffen habe, lagen am nächsten Tag plötzlich ein Bier und eine Packung Toffifee in meinem Briefkasten. Das hat mich sprachlos gemacht.» – Andrejs Ciganiks (28) liebt das Leben in der Schweiz. Das lässt der Lette an einem Termin mit Blick mehrfach durchblicken. Die Menschen seien hier einfach so cool drauf. Der Linksverteidiger: «Ich wurde auch schon von meinen Nachbarn zum Abendessen oder zum Apéro eingeladen. Das ist wunderschön und gefällt mir sehr.» In der Zentralschweiz hat der Linksverteidiger noch einen Vertrag bis 2027.

Mögliche Aufstellung

Loretz; Dorn, Knezevic, Freimann, Ciganiks; Abe, Owusu, Winkler, Di Giusto; Von Moos, Villiger. 

Wer fehlt?

Grbic (gesperrt), Löfgren, Zimmermann (beide verletzt).

Neben dem Platz

Luzern ist bekannt dafür, eigenen Jungen den Weg in die Super League zu ebnen. Aber nicht alle, die beim FCL einen Profivertrag unterschreiben, schaffen es auch. In den letzten Tagen wurde bekannt, dass Goalie Diego Heller (21) und Iwan Hegglin (23) beide definitiv zum SC Cham in die Promotion League wechseln. Sie spielten in der Vorrunde der Luzerner in der ersten Mannschaft keine Rolle mehr.

Hast du gewusst, dass ...

... St. Gallen ein Lieblingsgegner des FCL ist? In der Swissporarena haben die Zentralschweizer in den letzten zehn Jahren nur einmal verloren – am 1. Dezember 2019. Ansonsten spricht die Bilanz in dieser Zeit von 12 Siegen für Blau-Weiss und 4 Unentschieden.

Aufgepasst auf

Julian von Moos (24). Der Ostschweizer hat gegen seinen Ex-Klub in drei Anläufen noch nie ein Tor erzielt. Bisher ist ihm nur ein Assist gelungen – im Trikot des FC Basel. In dieser Saison ist der schnelle Stürmer aber besonders torgefährlich unterwegs. Ob es mit dem ersten Treffer gegen den FCSG klappt? 

Das erwartet dich, wenn du deinem Lieblingsklub folgst
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Neue Welt für Fans:Das erwartet dich, wenn du deinem Lieblingsklub folgst

Die Klassenbesten

Blick-Notenschnitt nach 21 Runden:

1. Di Giusto 4,2
2. Owusu 4,1
3. Dorn 4,0
Hier gehts zu allen Luzerner Noten.

Der Schiedsrichter

Fedayi San. 

Der Gegner

Rivale St. Gallen liegt europaweit in den Top 3 – was das Pressing angeht. Das haben die Fussball-Professoren vom CIES in Neuenburg ermittelt. Untersuchungsfeld: die obersten Ligen des Kontinents ausserhalb der Big Five. Hier erscheint das FCSG-Inside.

22

Runde

Sa., Winterthur – Lausanne, 18 Uhr
Sa., Servette – Sion, 18 Uhr
Sa., GC – Lugano, 20.30 Uhr
So., Luzern – St. Gallen, 14 Uhr
So., Basel – Thun, 16.30 Uhr
So., YB – FCZ, 16.30 Uhr

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
21
21
46
2
FC Lugano
FC Lugano
21
11
39
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
20
14
37
4
FC Basel
FC Basel
21
9
36
5
FC Sion
FC Sion
21
6
32
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
21
-5
29
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
21
3
28
8
FC Zürich
FC Zürich
21
-8
25
9
Servette FC
Servette FC
21
-5
24
10
FC Luzern
FC Luzern
21
-3
22
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
21
-11
18
12
FC Winterthur
FC Winterthur
20
-32
10
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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