Marcel Kollers illustre Karriere
Macht ausgerechnet die GC-Legende den FCZ wieder gross?

Von der GC-Legende zum FCZ-Trainer: Marcel Koller heuert 23 Jahre nach seinem Abgang bei den Hoppers als Trainer beim FCZ an. Der GC-Rekordspieler gehört zu den erfolgreichsten Schweizer Trainern der Gegenwart.
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GC-Rekordspieler Marcel Koller feiert mit den Hoppers sieben Meistertitel.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Marcel Koller (65) kehrt ab 1. Juni 2026 zum FCZ zurück
  • Er gewann als Spieler sieben Meistertitel und fünf Cups mit GC
  • Mit Al Ahly holte er 2022 bis 2025 elf Titel, darunter zwei Champions-League-Siege
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Seit dem 11. November 2025 ist Marcel Koller (65) offiziell im Pensionsalter. «Die Zeit vergeht wie im Flug. Aber alt fühle ich mich nicht, nein», sagte er Ende letzten Jahres im Interview mit Blick. Spätestens ab dem 1. Juni legt Koller das Rentnerleben wieder auf Eis, denn dann kehrt er nach einer mehrmonatigen Auszeit, die er in seiner Wahlheimat Laax GR verbracht hat, nach Zürich zurück, wo er den FCZ übernimmt.

Für Koller schliesst sich damit ein Kreis, denn aufgewachsen ist er in den Sechzigerjahren im Zürcher Arbeiterquartier Schwamendingen. Seine grosse Fussballliebe gilt aber GC, seine ganze Spielerkarriere absolviert er beim Rekordmeister. Bis heute ist er mit 539 Spielen der Rekordspieler der Hoppers, mit denen er sieben Meistertitel und fünf Cup-Trophäen gewinnt.

Meistertitel mit St. Gallen und GC

Mindestens so erfolgreich ist Koller auch als Trainer. Mit St. Gallen (2000) und GC (2003) gewinnt er den Meistertitel, was beide Teams seither nie mehr geschafft haben. Danach geht es in die Bundesliga. Mit dem 1. FC Köln steigt er zwar ab, entdeckt aber den jungen Lukas Podolski. «Ein schwieriges Umfeld», sagt Koller im Rückblick.

Wesentlich erfolgreicher ist seine Zeit beim VfL Bochum, den er drei Saisons in der Bundesliga hält. Einen bleibenden Eindruck hinterlässt er auch in Österreich, wo er das Nationalteam an die EM 2016 in Frankreich führt. Unvergessen sind die Bilder vom Herbst 2015, als Koller am Tag nach dem 4:1-Sieg in Schweden und vollbrachter Quali mit Béret und Baguette an der Pressekonferenz erscheint.

Zweimal der Nati abgesagt

Auch als Schweizer Nati-Trainer ist Koller, der selbst 55 Länderspiele absolviert hat, mehrmals im Gespräch. Nach dem Meistertitel 2000 will er aber St. Gallen nicht verlassen. Und 2014, nach dem Rücktritt von Ottmar Hitzfeld, sagt er schweren Herzens ab, weil «meine Mission in Österreich noch nicht beendet war». So kehrt er erst 2018, nach 15 Jahren im Ausland, in seine Heimat zurück – zum FCB.

Rückblickend wird oft vergessen, wie erfolgreich Kollers Arbeit beim FC Basel gewesen ist. Zwar schauen in der Super League nur ein zweiter und dritter Platz heraus. Dafür führt er die Basler zweimal in den Cupfinal und einmal in die Viertelfinals der Europa League. Der Triumph im Cup 2019 ist bis zur vergangenen Doublesaison der einzige Titel seit 2017.

Trotz einem Punkteschnitt von 2,0 – der zweitbeste Wert unter den letzten zwölf FCB-Trainern – muss Koller nach der Saison 2019/2020 gehen. Wobei Ex-Sportchef Marco Streller gerne schon früher die Reissleine gezogen hätte. Im Juni 2019 hat Koller seinen Spind im Joggeli bereits geräumt, als Klub-Boss Bernhard Burgener Kollers Entlassung im letzten Moment noch abwendet. Stattdessen tritt Streller zurück.

Abenteuer Ägypten

Bei seiner letzten und erfolgreichsten Station heuert Koller im September 2022 an. Mit dem ägyptischen Rekordmeister Al Ahly gewinnt er in zweieinhalb Jahren unglaubliche elf Titel. Zweimal wird er Meister, zweimal holt er den Cup, viermal triumphiert er im Supercup, einmal im Afrika-Asien-Pazifik-Pokal. Zudem holt er mit dem Klub aus Kairo zweimal die afrikanische Champions League. In diesem Wettbewerb bleibt er mit Al Ahly zwischenzeitliche 27 Spiele in Folge ungeschlagen.

In der heimischen Meisterschaft legt er eine Serie von 21 (!) Siegen am Stück hin. Am Ende werden Koller aber ausgerechnet diese beeindruckenden Erfolge zum Verhängnis. Nachdem die Ägypter im Frühling 2025 den Einzug in den dritten Champions-League-Final in Folge verpassen, wird der Zürcher von den eigenen Fans mit Flaschen beworfen und kurz darauf entlassen.

Ein Jahr später hat sich die GC-Legende nun also entschieden, beim FCZ zu übernehmen.

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Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
32
36
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
33
24
60
3
FC Lugano
FC Lugano
33
12
57
4
FC Basel
FC Basel
32
8
53
5
FC Sion
FC Sion
33
16
52
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
33
5
48
Champions League-Qualifikation
UEFA Europa League-Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
33
3
40
2
Servette FC
Servette FC
33
0
40
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
33
-10
39
4
FC Zürich
FC Zürich
33
-18
34
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
33
-25
27
6
FC Winterthur
FC Winterthur
33
-51
19
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