Es gibt Menschen, die rennen beim ersten Kratzen im Hals in die Apotheke. Und dann gibts Typen wie Jozo Stanic. Die machen weiter. Immer weiter. Zum Jahresauftakt gegen Servette bleibt der Innenverteidiger trotz Gehirnerschütterung auf dem Rasen, auch in Lugano will der Deutsch-Kroate in der ersten Halbzeit nichts von einer Auswechslung wissen. Obwohl offensichtlich ist, dass Stanic nicht mehr rund läuft.
Zur Pause bleibt der Abwehrboss dann doch in der Kabine, wie es dem 26-Jährigen geht, kann Coach Enrico Maassen aber noch nicht sagen. Schlimmer siehts beim erst 19-jährigen Nino Weibel aus, der das Stadion an Krücken verlassen muss. «Es sah überhaupt gar nicht gut aus. Da müssen wir abwarten», sagt Maassen. Dass Weibel von den mitgereisten Fans mit Sprechchören gefeiert wird, dürfte den Teenager zwar gefreut haben. Zwei Wochen vor einem der grössten Spiele der Vereinsgeschichte aber ists ein schwacher Trost, wenn man sich mit einer Knieverletzung herumschlagen muss. Mit Tom Gaal und Christian Witzig fehlten zuletzt zwei weitere Säulen im St. Galler Spiel. Und Lukas Watkowiak, der Cupfinal-Goalie, fehlte im Tessin wegen Rückenproblemen.
Maassen schweigt aus Angst vor Sperre
Positiv für die St. Galler ist, dass man die Ausfälle gegen Lugano gut abgefangen hat. Colin Kleine-Bekel übernimmt Stanic' Part im Abwehrzentrum und legt einen stabilen Auftritt hin. Und Weibel-Ersatz Mihailo Stevanovic wird auf ungewohnter Position im linken Couloir gar zum Torschützen.
Davon, dass man «viele Widerstände» habe überwinden müssen, spricht Maassen zum Schluss. Und dass er stolz auf seine Mannschaft sei: «Trotz aller Ausfälle spielst du so ein Spiel und haust dich so rein gegen eine Mannschaft, die viermal in Folge kein Tor kassiert hat. Wir haben das richtig, richtig gut gemacht und wären fast um den Lohn gebracht worden am Ende.»
Maassen spricht die Penalty-Szene kurz vor Schluss an, als Dudic nach VAR-Intervention auf den Punkt zeigt, obwohl Daschner zuvor von Papadopoulos gefoult wurde. Gross kommentieren will der FCSG-Trainer die Szene aber nicht: «Man muss aufpassen, was man sagt, sonst wird man gesperrt.»
Am Ende aber habe der Fussballgott ein Einsehen gehabt, so Maassen. Alioski verschiesst und der FCSG kann das internationale Geschäft so gut wie sicher buchen.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 36 | 33 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 36 | 23 | 66 | |
3 | FC Lugano | 36 | 13 | 63 | |
4 | FC Sion | 36 | 23 | 61 | |
5 | FC Basel | 36 | 3 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 36 | 6 | 51 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 36 | 6 | 47 | |
2 | Servette FC | 36 | 4 | 47 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 36 | -10 | 42 | |
4 | FC Zürich | 36 | -20 | 38 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 36 | -29 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 36 | -52 | 23 |
