Darum gehts
- Juve-Legende Antonio Cabrini lobt FCL-Trainer Mario Frick und sieht ihn in Italien
- Frick trauert um seinen Weggefährten Alexander Manninger und macht St. Gallen Komplimente
- Schlechtester Wert in der Super League: Luzern kassierte 2026 sechs Gegentore nach Ecken
Die News der Woche
Juve-Legende Antonio Cabrini (68) würde Mario Frick (51) gerne wieder in Italien sehen. Der Weltmeister von 1982 sagt gegenüber Blick, der heutige FCL-Trainer würde in Italien «hervorragend ankommen». Frick zeigt sich über dieses Lob sichtlich erfreut: «Das erfüllt mich mit Stolz. Mal schauen, ob sich eine Möglichkeit ergibt», so der Liechtensteiner.
Cabrini war einst Fricks erster Trainer in Italien – bei Arezzo in der Serie C in der Saison 2000/01. Zwischen den beiden entwickelte sich rasch ein enges Verhältnis. «Diese Zeit werde ich nie vergessen. Es war eine meiner besten Saisons mit 16 Toren in 23 Spielen. Wenn ich mich wohlfühlte, frei aufspielen konnte und das Vertrauen des Trainers spürte, konnte ich richtig performen. Das habe ich in jenem Jahr demonstriert», erinnert sich Frick an seine Zeit unter Cabrini.
Die grosse Frage
Weshalb kam Adrian Grbic (29) zuletzt nur noch zu Teileinsätzen? Vor zwei Jahren hatte Frick alles daran gesetzt, den Österreicher in die Zentralschweiz zu holen. Nachhaltig durchsetzen konnte sich der Stürmer aber nicht. «Das liegt einerseits an der starken Konkurrenz durch die jungen Spieler – das war der Hauptgrund. Andererseits haben wir uns in den Zweikämpfen und im Duellverhalten mehr Durchsetzungskraft gewünscht», erklärt der Trainer. Trotzdem will Frick kein schlechtes Wort über den Angreifer verlieren – im Gegenteil. «Er verhält sich sehr professionell und gibt im Training Vollgas, das möchte ich klar betonen. Das spricht für ihn. Es ist sicher keine einfache Situation, zumal er diese Phase schon vor seinem Wechsel zu uns erlebt hat. Gleichzeitig hat er bei uns viele Chancen bekommen und auch seine Tore erzielt. Dennoch hatten wir uns insgesamt etwas mehr von ihm erhofft.»
Gesagt ist gesagt
«St. Gallen wird zu Recht den Cup gewinnen», sagt Frick über die Espen, die im Final auf SLO treffen. Für den Liechtensteiner steht damit ausser Frage, wer sich den Titel holen wird. Gerne hätte er selbst im Final gestanden, wo er mit Luzern auf den Rivalen St. Gallen getroffen wäre. Dieses Duell hätte eine besonders heisse Affiche versprochen. Doch der FCL verpasste diese Chance im Viertelfinal, als man gegen SLO ausschied. «Es tut einfach weh, weil es eine Riesenchance war. Wir sind selber schuld», so Frick.
Mögliche Aufstellung
Loretz; Dorn, Freimann, Bajrami, Fernandes; Abe, Owusu, Ferreira, Di Giusto; Vasovic, Villiger.
Wer fehlt?
Jesper Löfgren, Julian von Moos, Sinan Karweina (alle verletzt).
Neben dem Platz
Der Tod von Alexander Manninger (†48) hat Frick tief erschüttert. «Es ist unfassbar, dass ein Mensch plötzlich nicht mehr da ist – jemand, mit dem man so viel Zeit verbracht und so viel gelacht hat», sagt der Liechtensteiner über den früheren österreichischen Goalie. Frick und Manninger spielten einst gemeinsam bei Siena und verband auch abseits des Platzes eine enge Freundschaft. Besonders ihre gemeinsame Leidenschaft für den Golfsport führte die beiden immer wieder zusammen.
Hast du gewusst, dass …
… Luzern im laufenden Jahr 2026 sechs Gegentore nach Eckbällen kassiert hat? Das ist der schlechteste Wert in der Super League.
Aufgepasst auf …
… die kritische Situation bei GC. Nach dem Cup-Out geht es beim Rekordmeister nur noch darum, die Klasse zu halten. Frick und Luzern wollen sich aber ausschliesslich auf sich selber konzentrieren. «Das Einzige, was uns interessiert, sind unsere Fans. Ich habe gehört, dass 800 Fans in den Letzigrund kommen. Das ist eine Riesenmotivation für uns. Wir sind es ihnen schuldig, dass wir versuchen, unsere Bestleistungen abzurufen.»
Die Klassenbesten
Blick-Notenschnitt nach 33 Runden:
- Di Giusto 4,3
- Vasovic 4,2
- Owusu 4,1
Hier gehts zu allen Luzerner Noten.
Der Schiedsrichter
Anojen Kanagasingam pfeift die Partie in Zürich. Aus Volketswil wird er von Lukas Fähndrich unterstützt.
Der Gegner
GC hat sieben seiner letzten zwölf Heimspiele gegen den FC Luzern verloren. Dazu kommt das Aus im Cup-Halbfinal und die anschliessenden Ausschreitungen. Nicht nur wegen des Abstiegsgespensts ist ordentlich Druck auf dem Kessel bei den Hoppers. Hier kommt das GC-Inside.
Die Spiele am Wochenende
Sa., Lausanne – FCZ, 18 Uhr
Sa., GC – Luzern, 18 Uhr
Sa., Thun – Lugano, 20.30 Uhr
So., Basel – Sion, 14 Uhr
So., Servette – Winterthur, 16.30 Uhr
So., YB – St. Gallen, 16.30 Uhr
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 33 | 38 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 33 | 24 | 60 | |
3 | FC Lugano | 33 | 12 | 57 | |
4 | FC Basel | 33 | 6 | 53 | |
5 | FC Sion | 33 | 16 | 52 | |
6 | BSC Young Boys | 33 | 5 | 48 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 33 | 3 | 40 | |
2 | Servette FC | 33 | 0 | 40 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 33 | -10 | 39 | |
4 | FC Zürich | 33 | -18 | 34 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 33 | -25 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 33 | -51 | 19 |

