Darum gehts
- FC St. Gallen siegt 3:1 gegen Tiraspol, Maassens Joker brillieren erneut
- Trainer Maassen wechselt alle drei Torschützen ein
- Fazliji und Owusu sind nach langen Verletzungen wieder voll da
Wie gut die Stimmung auf der Ersatzbank des FC St. Gallen ist, wird vergangenen Sonntag im Rheinpark zu Vaduz deutlich. Eine gefühlte Millisekunde nach dem Siegtreffer von Enoch Owusu sprinten alle Ersatzspieler geschlossen auf den Rasen und feiern, als hätten sie soeben ein entscheidendes Penaltyschiessen für sich entschieden.
Zuvor hatte Owusu nur Sekunden nach seiner Einwechslung mit dem ersten Ballkontakt den Ausgleich erzielt. Vorbereitet werden die Treffer von Diego Besio und Betim Fazliji. Auch sie kommen von der Bank. Bereits im ersten Saisonspiel gegen den FCZ hatte Coach Enrico Maassen mit Andrin Hunziker die Wende gebracht.
Beim 3:1-Sieg gegen Tiraspol am Donnerstagabend wechselt Maassen gar drei Tore ein. Mit Hunziker, Leon Frokaj und Christian Witzig stechen alle drei Joker. Maassens Bänkliwärmer laufen heiss!
Und jene, die bis vor kurzem noch keine Rolle spielten, ebenfalls: Betim Fazliji und Enoch Owusu. Beide kämpften mit schweren Verletzungen, fielen eine halbe Ewigkeit aus, hatten Mühe, sich ins funktionierende Getriebe zu kämpfen, bekamen kaum Einsatzzeit. Nun steht das Duo gegen Tiraspol in der Startelf – und wirkt zu 100 Prozent bereit.
Was Maassen anfasst, wird zu Gold
Weil Maassen lieber einen Tag länger wartet, statt angeschlagene oder noch nicht ganz fitte Spieler zu forcieren. Bestes Beispiel ist Colin Kleine-Bekel, vor dem Tiraspol-Spiel einer der wenigen einsatzfähigen Innenverteidiger im Kader. Doch weil der Ex-Bochumer nach seiner Sprunggelenkverletzung erst seit kurzem wieder im Mannschaftstraining ist, verzichtet der Trainer auf eine Startelfnomination und stellt stattdessen Daschner ins Abwehrzentrum.
Am Ende mit Erfolg, auch wenn der gelernte Zehner in der Startphase mit einem katastrophalen Ballverlust um ein Haar den Rückstand hätte verantworten müssen. Weil mit Joel Ruiz aber ein 19-Jähriger mit einer Monstergrätsche ausputzt, bleibt der Fauxpas ohne Folgen.
Wäre Tiraspol in Führung gegangen und hätte in der Folge den Bus parkiert, wäre Maassen hinterher vielleicht nicht als Wunder-Wechsler gefeiert worden. So aber wird alles, was der FCSG-Coach aktuell anfasst, zu Gold.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | BSC Young Boys | 2 | 8 | 6 | |
2 | FC Lugano | 2 | 4 | 6 | |
3 | FC St. Gallen | 2 | 2 | 6 | |
4 | FC Lausanne-Sport | 2 | 1 | 4 | |
5 | FC Sion | 2 | 1 | 3 | |
6 | FC Zürich | 2 | 0 | 3 | |
7 | FC Basel | 2 | 0 | 3 | |
8 | FC Thun | 2 | -4 | 3 | |
9 | Grasshopper Club Zürich | 2 | -3 | 1 | |
10 | FC Vaduz | 2 | -2 | 0 | |
11 | Servette FC | 2 | -2 | 0 | |
12 | FC Luzern | 2 | -5 | 0 |
