Vom Shootingstar in die Krise
Wird FCL-Eigengewächs Ferreira von ominösem Fluch heimgesucht?

Vor einem Jahr schwärmte ganz Luzern von Lucas Ferreira. Inzwischen kämpft er um seinen Platz und wartet seit Februar auf ein Tor. Nun kommt auch noch der Fluch der Rückennummer 10 dazu.
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Lucas Ferreira muss gerade ziemlich unten durch.
Foto: Freshfocus

Darum gehts

  • Lucas Ferreira verlor beim FC Luzern den Stammplatz und wartet seit Februar auf ein eigenes Tor
  • Mit der Rückennummer 10 steht Ferreira beim FCL in einer Reihe mit Campo, Spadanuda und Karweina
  • Gegen den FCZ erhielt Ferreira Note 1: 60 Prozent Duellverluste am Boden und offensiv inexistent
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Lucas Ferreira (19) war beim FC Luzern vor einem Jahr der gefeierte Shootingstar. Unter Mario Frick (52) schaffte er innert Kürze den Durchbruch. Dabei war er ursprünglich gar nicht für die erste Mannschaft eingeplant. Mit starken Leistungen spielte er sich aber schnell ins Rampenlicht und bis in die portugiesische U20-Nati.

Ein Jahr später ist davon wenig übrig. Seinen Stammplatz hat Ferreira längst verloren, in dieser Saison steht erst ein Assist zu Buche. Sein letztes eigenes Tor erzielte er am 14. Februar. Die Zahlen zeigen, wie schwer er sich derzeit tut. Auch wenn er bislang vor allem als Sechser zum Einsatz gekommen ist und damit deutlich weiter weg vom gegnerischen Tor agiert als noch in der vergangenen Saison.

Die Sache mit der Rückennummer

Damals spielte Ferreira meist auf der Acht oder der Zehn. Unter Udo Portmann (49), mit dem er bereits im Nachwuchs zusammengearbeitet hatte, sollte er eigentlich den nächsten Schritt machen. Doch bislang ist es anders gekommen. Langsam drängt sich die Frage auf, ob auch Ferreira vom Fluch der Rückennummer 10 eingeholt wird.

Denn beim FCL hat die ikonische Nummer in den vergangenen fünf Jahren überhaupt kein Glück gebracht. Samuele Campo, Kevin Spadanuda und Sinan Karweina trugen sie – keiner konnte die Erwartungen nur ansatzweise erfüllen. Nun lassen auch Ferreiras erste Monate mit der Zehn wenig Gutes erahnen.

Die 10 war Ferreiras Traum

In der vergangenen Saison lief Ferreira noch mit der Nummer 73 auf. «Sieben plus drei ergibt zehn. Die Zahl gefällt mir sehr gut und passt irgendwie zu mir», sagte die Frohnatur damals zu Blick. Gleichzeitig machte er keinen Hehl daraus, dass er eines Tages die 10 tragen möchte. Als sich in diesem Sommer die Gelegenheit bot, griff er sofort zu.

Einen Zusammenhang zwischen seiner Form und der prestigeträchtigen Rückennummer sieht Portmann nicht. «Ich glaube nicht, dass die Nummer eine Rolle spielt. Wenn er auf dem Platz den Ball annimmt, denkt er sicher nicht an seine Rückennummer», so der FCL-Coach.

Höchststrafe gegen den FCZ

Woran liegt denn Ferreiras Baisse? «Ihm fehlt im Moment die Unbeschwertheit. Anders als vor einem Jahr will er heute in vielen Situationen zu viel und denkt dadurch manchmal zu lange nach. Er hat sich zudem selbst stark unter Druck gesetzt und im physischen Bereich neben dem regulären Training enorm viel gearbeitet. Jetzt muss er wieder etwas ruhiger werden und die Freude am Spiel finden», so Portmann.

Gegen den FCZ erhielt er von Blick die Note 1. Das Urteil fiel deutlich aus: «Verliert 60 Prozent seiner Duelle am Boden und ist offensiv inexistent.» Noch hat Ferreira genügend Zeit, um sich aus dieser schwierigen Phase herauszukämpfen. In knapp einem Monat feiert er seinen 20. Geburtstag. Die Zeit tickt für ihn – ebenso wie seine Klasse. Doch wie der gesamte FCL muss auch Ferreira wieder einen Gang höher schalten.

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
12
26
34
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
12
15
25
3
FC Sion
FC Sion
12
7
23
4
FC Zürich
FC Zürich
12
-1
20
5
FC St. Gallen
FC St. Gallen
12
-3
19
6
Servette FC
Servette FC
12
1
16
7
FC Basel
FC Basel
12
-4
14
8
FC Luzern
FC Luzern
12
-6
13
9
FC Thun
FC Thun
12
-10
13
10
FC Vaduz
FC Vaduz
12
-1
10
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
12
-13
10
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
12
-11
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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