«Ein Clowns-Wettbewerb»
Ex-FCL-Coach schimpft über anstehende Ballon-d'Or-Wahl

Vor der Ballon-d’Or-Gala am Montag teilt Markus Babbel kräftig aus. Der deutsche Ex-Nationalspieler würde die Wahl sogar am liebsten abschaffen.
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Markus Babbel kritisiert die Wahl zum Weltfussballer scharf.
Foto: imago/DeFodi

Darum gehts

  • Markus Babbel ist kein Fan des Ballon d’Or
  • Der deutsche Ex-Nationalspieler würde die Wahl zum besten Fussballer abschaffen
  • Den Bayern-Stürmer Harry Kane lobt Babbel trotzdem und sieht in als Favoriten auf die Auszeichnung
Lynn Piubel, Autorenprofil
Lynn PiubelReporterin Sport

Die Wahl des Ballon d’Or, die Auszeichnung für den besten Fussballer des Jahres, steht wieder an. Der Anlass, an dem sich die Top-Namen des Weltfussballs die Ehre geben und einige Superstars die ruhmreichen Titel absahnen.

Ex-Fussballprofi Markus Babbel (54) hält sich mit seiner Meinung über den Glitzer-Anlass nicht zurück. Im Gespräch mit dem deutschen Portal «ran» rechnet der Europameister von 1996 mit der Abstimmung zum Weltfussballer gnadenlos ab. «Also ich würde grundsätzlich so eine persönliche Wahl in einem Mannschaftssport wie Fussball abschaffen», findet er.

Und dann legt der Ex-Bayern-Profi und ehemalige Trainer des FC Luzern (2014 bis 2018) erst richtig los: «Das ist für mich der grösste Clowns-Wettbewerb, den es auf der Welt gibt.» Besonders die Reaktionen nach der Wahl gehen ihm gehörig auf die Nerven. «Ich lache mich jedes Mal kaputt, wie dann die Leute oder zum Teil ganze Vereine beleidigt sind, wenn ihre Spieler nicht gewählt werden. Das finde ich lächerlich.»

Babbels Favorit spielt in der Bundesliga

Geht es um die sportliche Leistung, hat Babbel durchaus einen klaren Favoriten. «Harry Kane war sicher der auffälligste Spieler in den Top-Ligen», sagt er über den Stürmer des FC Bayern.

Nach dem 2:2 gegen Arsenal am Mittwochabend in der Champions League schwärmte Kane selbst von der möglichen Auszeichnung: «Den Ballon d’Or zu gewinnen, wäre natürlich grossartig.»

Seine vergangene Saison sei «fantastisch» gewesen, betonte der Bayern-Star. Ob Kane am Montag jubeln darf, wird sich dann im London Palladium zeigen. Zu den Nominierten zählen neben Kane auch Rekordgewinner Lionel Messi (39), Barça-Youngster Lamine Yamal (19) und Real-Torjäger Kylian Mbappé (27).

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