Vom Transfer-Hoffnungsträger zum Bankdrücker
Warum bleibt Loïc Lüthi beim FCL nur die Reservistenrolle?

Loïc Lüthi kommt beim FC Luzern kaum zum Zug. Nach einem vielversprechenden Start ist der Innenverteidiger in der Hierarchie zurückgefallen. Was steckt dahinter?
Kommentieren
RMS_Portrait_AUTOR_909.JPG
Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Hände hoch, wer beim FC Luzern Loïc Lüthi (23) gesehen hat? Erst im Sommer wechselte der Innenverteidiger in die Zentralschweiz. Für diesen Transfer erntete der FCL viel Lob. Schliesslich, so hiess es, habe man sich einen vielversprechenden Verteidiger für die Gegenwart, aber auch für die Zukunft gesichert.

Inzwischen ist Lüthi seit gut vier Monaten in Luzern. Doch nach zwei Startelf-Einsätzen zu Saisonbeginn ist er von der Bildfläche verschwunden. Gegen Vaduz und YB kam er immerhin zu Kurzeinsätzen, im Cup gegen Buochs durfte er eine Halbzeit ran. Ansonsten erhielten stets andere den Vorzug.

«Eine etwas schwierige Situation»

Trainer Udo Portmann (49) setzt in der Innenverteidigung bislang hauptsächlich auf das Brüderduo Bung Meng Freimann (20) und Bung Hua Freimann (22). Fällt einer der beiden aus, kommt Stefan Knezevic (29) zum Zug. Für Lüthi bleibt da kaum Platz.

Nicht einmal im Cup gegen seinen Herzensverein Winterthur durfte er ran. «Auf jeden Fall ist es eine etwas schwierigere Situation. Natürlich habe ich mir das anders vorgestellt. Nach der längeren Ausfallzeit und meinem Wechsel wollte ich wieder in den Rhythmus kommen und Topform erreichen. Das gilt es nun zu akzeptieren», sagte Lüthi vor dem Winti-Spiel zum «Tages-Anzeiger».

Nur zwei Neuzugänge spielen regelmässig

Wie Adrian Grbic (30) im Sturm muss sich auch Lüthi damit abfinden, in der Hierarchie vorerst hinten anzustehen. Wobei die Konkurrenz in der Verteidigung aber nicht so gross ist wie in der Offensive. «Ich gebe im Training Vollgas, versuche, die anderen besser zu machen, und warte auf meine Chance, die ich dann nutzen will.»

Lüthi ist dabei keineswegs der einzige Neuzugang, der beim FCL derzeit nur eine Nebenrolle spielt. Auch Aurelio Oehlers (22) und Faveurdi Bongeli (19) kommen bislang kaum zum Zug. Die einzigen neu verpflichteten Feldspieler, die gesetzt sind, sind Daniel Mikolajewski (20) und Leonardo Bertone (32).

Trotzdem in Luzern eingelebt

Bei Oehlers und Bongeli lässt sich die schwierige Ausgangslage auch mit dem Spielsystem erklären. Als Flügelspieler haben sie es im aktuellen 4-4-2 bzw. 4-2-2-2 von Portmann nicht einfach. Bei Lüthi dürften hingegen andere Gründe ausschlaggebend sein.

Abseits des Platzes hat sich der Winterthurer derweil schnell und gut eingelebt. «Auch, weil ich schnell eine Wohnung in Luzern gefunden habe», erzählt er. Dazu komme, dass die Stadt gerade im Sommer mit dem See und den Bergen sehr schön sei. «Dabei habe ich auch die Leute kennengelernt, die vielleicht etwas gelassener und ruhiger sind als in Zürich oder Winterthur.» Abseits des Spielfelds passt also vieles. Jetzt muss es für Lüthi nur noch auf dem Platz wieder aufwärtsgehen.

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
10
15
22
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
10
-2
16
5
FC Zürich
FC Zürich
10
-4
14
6
Servette FC
Servette FC
10
1
13
7
FC Basel
FC Basel
10
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
10
-5
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
10
0
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
10
-13
8
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
-9
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Liebe Leserin, Lieber Leser
Der Kommentarbereich von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast. Noch kein Blick+-Abo? Finde unsere Angebote hier:
Hast du bereits ein Abo?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen