Leser bangen um Identität des Klubs
«Der FC St. Gallen verliert seine grünweisse Seele»

Trotz Cupsieg und sportlichem Höhenflug brodelt es hinter den Kulissen des FC St. Gallen: Verwaltungsräte werden ausgetauscht, Präsident Matthias Hüppi steht vor dem Abgang. Die Community äussert sich mehrheitlich empört und fürchtet um die Identität des Klubs.
Kommentieren
1/6
Die Cup-Euphorie droht in St. Gallen schnell zu verpuffen.
Foto: Philipp Kresnik/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Der FC St. Gallen feiert einen Cupsieg
  • Aber personelle Veränderungen sorgen für Unruhe
  • Präsident Hüppi soll gehen, 80 Prozent der Leser wollen ihn behalten
Eva_Kunz_Senior Community Editorin_Ringier_3-Bearbeitet.jpg
Eva KunzSenior Community Editorin

Mit dem Cupsieg hat der FC St. Gallen den grössten sportlichen Erfolg der jüngeren Klubgeschichte gefeiert. Doch hinter der Euphorie tobt im Verein ein richtungsweisender Machtkampf. In der Führungsetage bahnen sich personelle Veränderungen an, mehrere Verwaltungsratsmitglieder stehen vor dem Abgang.

Auch die Zukunft von Präsident Matthias Hüppi (68), der den Klub während der vergangenen acht Jahre geprägt hat, ist offen. Sein auslaufender Vertrag soll gemäss den aktuellen Entwicklungen nicht verlängert werden. Unterschiedliche Vorstellungen über die künftige Ausrichtung des Vereins sorgen damit ausgerechnet im Moment des grössten Erfolgs für Unruhe beim FC St. Gallen. Hüppis Nachfolger dürfte bereitstehen: Stefan Kölliker.

«Man isst die St. Galler Bratwurst auch nicht plötzlich mit Senf»

Das Ganze beschäftigt auch die Blick-Community. Unsere Umfrage mit über 18'000 Teilnehmenden zeigt klar, wie die Leserschaft zu Matthias Hüppi steht: 80 Prozent finden, er sollte Präsident des FC St. Gallen bleiben.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.

Was bei den Meinungsbeiträgen aus der Community ebenfalls mehr als deutlich wird: Viele positionieren sich unmissverständlich gegen eine Neuausrichtung des Klubs und äussern sich aufgebracht und verständnislos. «Never change a winning team», kommentiert Beat Hirz. Oder in anderen Worten: «Warum etwas ändern, das sich so gut bewährt hat?», so der Kommentar von Urs Hilfiker. «Man isst die St. Galler Bratwurst ja jetzt auch nicht plötzlich mit Senf!»

Auch Hanspeter Vetterli versteht die Welt nicht mehr. «Absolut unbegreiflich, ein solches Vorgehen genau jetzt in die Wege zu leiten und das Ganze eskalieren zu lassen», kommentiert er. Das werde nicht nur bei den Fans sehr schlecht ankommen. Zu ihnen zählt er auch sich selbst: «Seit 52 Jahren bin ich auch einer mit tiefem grünweissem Herz. Sie waren selten so gut wie jetzt. Das alles scheint offenbar urplötzlich Makulatur zu sein!»

«Bringt viel zu viel Unruhe in den Verein»

Auch Karl Kind missfällt die aktuelle Entwicklung: «Wenn ich die Namen der neuen Verwaltungsräte lese, dann kommt mir das grosse Grauen. Ebenso wenn ich das Wort Investoren in diesem Zusammenhang lese. Hierbei wird es primär um Geld und Macht gehen und erst später um den Sport.»

Ebenfalls eine Mehrheit ist sich einig, dass solche radikalen Wechsel selten gut kommen. «Das Ganze bringt viel zu viel Unruhe in den Verein», ist sich Guido Fritz sicher. «Hier möchten sich wieder einmal Personen profilieren.» Weitere Stimmen aus der Community kritisieren die Führungsetage des Klubs und vermuten wie Fritz, dass sich Einzelne mit dem aktuellen Erfolg des Vereins schmücken wollen. Ulrich Greub bläst ins selbe Horn: «Einer baut über Jahre etwas auf, und Schmarotzer setzen sich ins gemachte Bett! Absturz vorprogrammiert, schade!»

«Dankbarkeit sieht definitiv anders aus!», schreibt Daniel Rottmeier und ist überzeugt: Der Klub werde vieles verlieren. Allem voran seine Identität, befürchten viele Leserinnen und Leser. «Und nicht nur das», so Reto Caluori, «er verliert auch die grünweisse Seele und sehr viele Anhängerinnen in der Region».

Veränderungen seien nicht per se schlecht, aber ...

Community-Mitglieder, die sich positiv zum Umbruch äussern, finden sich kaum welche. Wenn, dann äussern sich einige gespalten. Veränderungen seien nicht per se schlecht, betont etwa Jürg Willi. «Aber es gibt jetzt absolut keinen Grund für grossen Wirbel und Umbrüche beim super geführten FC St. Gallen.» 

Jonas Mielsch ist ebenfalls zwiegespalten: «Einen Neuanfang kann ich zum Teil verstehen. Allerdings war die bisherige Strategie mit der Trennung von Aktionären und Verwaltungsrat die DNA des FC St. Gallen.» Zudem findet auch er den Zeitpunkt «sehr schlecht gewählt».

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
UEFA Europa League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen