Unvermittelt kam sie, die Hiobsbotschaft, als der FC Sion am 1. Juli bekanntgab, dass Innenverteidiger Kreshnik Hajrizi (27) in Bordeaux erfolgreich an den Adduktoren operiert worden sei und rund drei Monate ausfalle. Also bis Anfang Oktober. Bis dann sind neun Runden gespielt und also 27 Punkte zu vergeben.
Die ersten drei hat Sion ohne Hajrizi in Bern schon mal in den Sand gesetzt. Und die Tholot-Elf war zudem nicht in der Lage, in der Conference-League-Qualifikation beim schwachen Bate Borissow einen Sieg einzufahren. Das hingegen hatte wenig mit der Innenverteidigung zu tun.
Sow genügt höheren Ansprüchen nicht
Das 2:4 bei YB hingegen schon. Da kassierte Sion vier Tore. Das hatte es die gesamte letzte Spielzeit nicht gegeben und zuletzt am 8. Februar 2025, als man 1:5 verlor. An selber Stelle, gegen denselben Gegner.
Das aktuelle Spiel offenbarte: Noé Sow (27) ist kein valabler Hajrizi-Ersatz. Schon bei den beiden ersten Gegentoren guckte der Franzose dämlich aus der Wäsche. Beim dritten lieferte er Samuel Essende artig Begleitschutz. Das vierte verursachte er mit einem Penaltyfoul gegen Joël Monteiro.
Im Jahr 2026 spielte Villa regelmässig in der Serie B
Also haben die Constantins – Vater und Präsident Christian sowie Sohn und Sportchef Barthélémy – reagiert und sich die Dienste von Lorenzo Villa (23) gesichert, der vom Next-Gen-Team von Juventus Turin kommt und am Dienstagmittag vorgestellt wird. Der Innenverteidiger aus dem lombardischen Iseo hat es in seiner Karriere auf 20 Einsätze in der Serie B für Padova sowie 51 in der Serie C für Pineto und Juve gebracht.
Er hat in Sion einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Zuletzt war der 1,89-Meter-Mann an Padova ausgeliehen gewesen, wo er in der zweiten Saisonhälfte regelmässig spielte. Er hatte bei Juventus nur noch ein Jahr Vertrag, wodurch die Transfersumme wohl deutlich unter einer Million Franken liegt.
Am Donnerstag beim Rückspiel gegen Bate Borissow wird Villa wohl noch nicht spielen, auch wenn sein letzter Ernstkampf in der Serie B mit Padova Calcio vom 1. Mai datiert. Da werden eher Chouaref, Nivokazi, Boteli und Co. gefragt sein, um die drei, vier Tore zu machen, die sie beim 1:1 in Aserbaidschan nicht gemacht haben. Doch schon am Sonntag gegen Luzern werden die Walliser im Tourbillon stabil auftreten müssen, um etwas zu holen.
Finden sich Rodriguez und Sion doch noch?
Langfristig könnte da einer helfen, mit dem CC eigentlich schon abgeschlossen hatte: Nati-Star Ricardo Rodriguez (33). Dessen Vertrag mit Betis Sevilla ist ausgelaufen und der Zürcher schliesst eine Rückkehr in die Schweiz nicht aus. Vor einem Jahr hatte sich CC schon interessiert gezeigt, doch dann blieb der 144-fache Nationalspieler in Sevilla und das Thema war für CC gegessen. Zumindest, was Rodriguez als Linksverteidiger betraf.
Doch dieser soll nun Lust darauf haben, seine grossartige Karriere als Innenverteidiger zu beenden. Und da könnte er für Sion wieder interessant werden. Auch wenn der Unverwüstliche sehr teuer ist. Man spricht von einem Jahressalär von 800'000 Franken netto. Eine solche Summe bringt der ebenfalls interessiert gewesene FCZ niemals auf. Bei CC, der eben 3,5 Millionen Franken für Winsley Boteli an Borussia Mönchengladbach gezahlt hat und diese Investition wohl bald mit grossem Gewinn zurückerhalten wird, ist sie vorstellbar. «Er ist derzeit in den Ferien. Es ist noch nicht klar, was er machen will, wozu er Lust hat und was seine Motivation sein wird.» Tönt definitiv nicht nach: Ricardo Rodriguez ist für uns überhaupt kein Thema …
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | BSC Young Boys | 1 | 2 | 3 | |
2 | FC Thun | 1 | 2 | 3 | |
3 | FC Lugano | 1 | 1 | 3 | |
3 | FC St. Gallen | 1 | 1 | 3 | |
5 | FC Basel | 1 | 1 | 3 | |
6 | Grasshopper Club Zürich | 1 | 0 | 1 | |
6 | FC Lausanne-Sport | 1 | 0 | 1 | |
8 | FC Vaduz | 1 | -1 | 0 | |
8 | FC Zürich | 1 | -1 | 0 | |
10 | Servette FC | 1 | -1 | 0 | |
11 | FC Sion | 1 | -2 | 0 | |
12 | FC Luzern | 1 | -2 | 0 |



