Abschiednehmen. So lautet das Motto in Lugano am Sonntagabend. Einerseits gehen beim Spiel gegen Basel zum letzten Mal die Lichter im alten Cornaredo aus. Danach ziehen die Bianconeri in die neue, moderne AIL-Arena direkt nebenan um.
Andererseits steht auch das letzte Spiel einer Vereinsikone an: Mattia Bottani (34). Gegen Basel wird der Captain zu seinem 402. Einsatz für Lugano kommen – nur Jonathan Sabbatini (38; 437 Spiele) und Vincenzo Brenna (81; 441 Spiele) stehen in der Klubhistorie noch vor ihm. Wer Bottani kennt, spricht von einem Moment wie bei der Trennung von der ersten grossen Liebe. Entsprechend rechnen seine engsten Weggefährten damit, dass ihn nach dem Schlusspfiff die Emotionen endgültig überrollen werden.
Ikonische Karriere
Sein ganzes Leben hat Bottani in Lugano verbracht. Direkt neben dem Cornaredo aufgewachsen, hätte er den Klub mehrfach für lukrative Angebote verlassen können – geblieben ist er dennoch (bis auf ein kurzes Intermezzo bei Wil) immer. Und wurde dafür belohnt: mit dem Aufstieg in der Saison 2014/15 und dem Cup-Triumph 2022 in Bern, gefeiert vor Zehntausenden mitgereisten Tessinern.
Dasselbe Standing wie früher geniesst Bottani unter Trainer Mattia Croci-Torti (44) allerdings nicht mehr. Trotzdem hätte er gerne noch mindestens eine weitere Saison in Lugano gespielt, um auch in der neuen AIL-Arena seine Spuren zu hinterlassen – ein Kreis, der sich für ihn damit geschlossen hätte.
Sein Vertrag läuft Ende Juni jedoch aus. Die Klubführung hätte zwar eine Option ziehen können, die bei der Verlängerung im Januar 2025 vereinbart worden war. Stattdessen bot man ihm einen Platz im U21-Team sowie eine mögliche Perspektive im Nachwuchs-Trainerstaff an.
Bottani träumt vom Einsatz in der AIL-Arena
Für Bottani kam das nicht infrage. Entsprechend bewegt trat er Ende März vor die Medien, als sein Abschied offiziell wurde. Mit feuchten Augen sagte er: «Es ist schwierig für mich – ein Teil meines Lebens endet hier.»
An ein Karriereende denkt der Offensivspieler aber nicht. Bottani fühlt sich fit, auch die physischen Werte im Training sprechen gemäss Blick-Informationen dafür. Die seien nach wie vor im oberen Bereich der Mannschaft. Sein Wunsch: weiterhin in der Super League zu spielen – und eines Tages doch noch in der AIL-Arena aufzulaufen, dann allerdings als Gegner. Denn am Sonntag streift er sich letztmals das Lugano-Trikot über.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 37 | 28 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 37 | 25 | 69 | |
3 | FC Lugano | 37 | 13 | 64 | |
4 | FC Sion | 37 | 23 | 62 | |
5 | FC Basel | 37 | 1 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 37 | 11 | 54 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 38 | 10 | 53 | |
2 | Servette FC | 38 | 8 | 53 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 38 | -14 | 42 | |
4 | FC Zürich | 38 | -23 | 38 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 38 | -26 | 33 | |
6 | FC Winterthur | 38 | -56 | 23 |

