Darum gehts
- Ezgjan Alioski erzielt erstes Saisontor und stört Thuns Meisterparty
- Alioski verpasste wegen Verletzungen 17 Spiele, Vertrag bis 2027 vereinbart
- Sportchef Pelzer dementiert Gerüchte über Vertragsauflösung beim FC Lugano
Ausgerechnet Ezgjan Alioski (34) hat am letzten Wochenende die Thuner Meisterparty gecrasht – mit seinem ersten Saisontor. Ausgerechnet er, weil er eine äusserst schwierige Spielzeit hinter sich hat. «So viele Verletzungen wie in diesem Jahr hatte ich in meiner Karriere noch nie», sagt der Nordmazedonier ernüchtert.
Insgesamt verpasste Alioski 17 Spiele. «Wichtig ist, nie den Kopf zu verlieren. Ich danke dem Klub – alle haben mir geholfen, positiv zu bleiben und wieder gesund zu werden.» Trotzdem ist klar: Seine eigenen Erwartungen waren deutlich höher, als er im letzten Sommer nach Stationen bei Leeds, Al-Ahli und Fenerbahce nach Lugano zurückkehrte. Auch Trainer Mattia Croci-Torti (44) macht daraus keinen Hehl: «Seine Saison ist nicht so verlaufen, wie wir uns das vorgestellt haben.»
Konstruktiver Trainer-Spieler-Austausch
Wie Croci-Torti verrät, kam es vor dem Spiel gegen Thun zu einem «konstruktiven Austausch» mit dem Abwehrspieler. «In den letzten zwei Wochen habe ich einen Alioski gesehen, der auf diese schwierige Saison reagieren will. Deshalb war ich überzeugt, dass er uns schon gegen Thun helfen kann», sagt der Trainer.
In Lugano besitzt Alioski einen Vertrag bis 2027 plus Option auf ein weiteres Jahr. Zudem wurde ein Anschlussvertrag im Nachwuchsbereich vereinbart. Dennoch ist sein Verbleib im Tessin nach Blick-Informationen nicht in Stein gemeisselt. Klubintern soll darüber nachgedacht werden, Alioskis Vertrag vorzeitig aufzulösen, heisst es im Umfeld des Tessiner Klubs.
Dem widerspricht Sportchef Sebastian Pelzer (45) auf Blick-Anfrage aber vehement. «Es gibt keinerlei Überlegungen unsererseits, den Vertrag mit Ezgjan Alioski vorzeitig aufzulösen. Natürlich ist die Saison – auch aufgrund mehrerer Verletzungen des Spielers – nicht so verlaufen, wie sich das beide Seiten vorgestellt haben. Mit Ezgjan und seinem Agenten Dino Lamberti befinden wir uns in sehr regelmässigem Austausch. Wir streben stets danach, dass in unserer Mannschaft auf jeder Position ein gesunder Konkurrenzkampf herrscht, dem sich jeder Spieler stellen muss, der beim FC Lugano einen Vertrag unterschreibt; es gilt das Leistungsprinzip. Ezgjan Alioski verfügt für die Zeit nach seiner aktiven Karriere über einen Anschlussvertrag im Nachwuchsbereich des FC Lugano.»
Zwischen Umbruch und Ambition
Alioski ist bei Lugano nicht der einzige Ü30-Spieler, der in den letzten Wochen für Gesprächsstoff gesorgt hat. Kürzlich wurde bekannt, dass Captain und Identifikationsfigur Mattia Bottani (34) den Klub im Sommer verlassen wird. Ob weitere Routiniers folgen, bleibt abzuwarten.
Alioski selbst will unbedingt im Tessin bleiben: «Bevor ich im Sommer 2017 Lugano verliess, habe ich Geschichte geschrieben. Jetzt bin ich zurück und will wieder Geschichte schreiben. Mein Ziel ist es, mit diesem Klub etwas zu gewinnen – die Super League oder den Cup. Ich sehe viele gute Dinge auf Lugano zukommen.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 34 | 37 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 34 | 25 | 63 | |
3 | FC Lugano | 34 | 13 | 60 | |
4 | FC Sion | 34 | 18 | 55 | |
5 | FC Basel | 34 | 4 | 53 | |
6 | BSC Young Boys | 34 | 4 | 48 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 34 | 4 | 43 | |
2 | Servette FC | 34 | 2 | 43 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 34 | -7 | 42 | |
4 | FC Zürich | 34 | -21 | 34 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 34 | -26 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 34 | -53 | 19 |

