«Ich habe mein Zuhause sehr vermisst»
Pihlström ist in Lugano endlich angekommen

Luganos Elias Pihlström musste lange warten, bis er erstmals in der Super League jubeln durfte. Hinter seinem Traumtor gegen GC steckt eine Geschichte des Heimwehs, der Geduld und des Glaubens an die eigene Chance.
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Elias Pihlström kann endlich jubeln.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

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  • Elias Pihlström erzielt das erste Super-League-Tor für Lugano gegen GC
  • Der Schwede traf aus 20 Metern und bereitete ein weiteres Tor vor
  • 19 Einsätze, 1 Tor, 1 Lattenschuss – 44-jähriger Trainer lobt das Talent
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Im 19. Einsatz für Lugano hat es endlich geklappt: Elias Pihlström (19) erzielte am vergangenen Wochenende gegen GC sein erstes Tor in der Super League – und was für eines. Der schwedische Offensivspieler brachte den Ball herrlich an Samuel Marques vorbei und schoss ihn aus 20 Metern ins Netz. «Ich bin megaglücklich. Ich habe lange auf diesen Moment gewartet», sagte Pihlström nach der Partie in der Mixed Zone zu Blick.

Und einige Tage später schiesst er auch in einem europäischen Wettbewerb sein erstes Tor. Seit etwas mehr als einem Jahr steht der Schwede im Tessin unter Vertrag. Der Durchbruch gelang ihm bislang allerdings nicht. Mal kam er bei den Profis zum Einsatz, mal lief er für Lugano II in der Promotion League auf. «Das erste Jahr in Lugano war hart», erzählt er. Vieles sei anders gewesen, als er es in seiner Heimat gewohnt war. «Ich habe mein Zuhause sehr vermisst.»

«Es war nicht einfach»

Mittlerweile hat sich Pihlström aber eingelebt. «Viele denken, Fussballer zu sein, sei der einfachste Job der Welt. Dabei vergessen sie, dass man plötzlich weit weg von zu Hause ist – ohne Familie und Freunde.» Dazu sei auch noch die Sprachbarriere gekommen. «Am Anfang war das nicht einfach.»

Trotzdem verlor der Teenager, der am 31. August seinen 20. Geburtstag feiert, nie den Glauben an sich. «An eine Rückkehr nach Schweden habe ich nie gedacht.» Stattdessen arbeitete er geduldig weiter und wartete auf seine Chance. Dass sich diese Geduld auszahlen könnte, deutete er gegen GC eindrücklich an. Neben seinem Premierentor traf er auch die Latte und leitete den zweiten Lugano-Treffer mit ein.

Gegen Ruvanik in der Startelf?

Dass sich die Geduld auszahlt, hofft auch Trainer Mattia Croci-Torti (44), der grosse Stücke auf Pihlström hält. «In der Schweiz gibt es nur wenige Spieler, die im Eins-gegen-Eins so stark sind und ihren Gegenspieler so leicht ausspielen können wie Elias. Diese Qualität wollen wir natürlich bestmöglich nutzen.»

Bislang setzte Croci-Torti den Schweden allerdings nicht auf dessen Lieblingsposition ein. «Seine ideale Rolle wäre auf dem Flügel. Aufgrund unserer Spielweise lassen wir ihn derzeit aber eher als zweite Spitze auflaufen.» In der dritten Qualifikationsrunde zur Conference League gegen Ruvanik durfte er im 3-4-2-1 wieder einmal als Flügel spielen – musste aber auch viel Defensivarbeit verreichten. «Vor elf Monaten hätte ich davon nur träumen können», meint Croci-Torti. Gut möglich, dass der formstärkste Lugano-Spieler auch gegen den FCZ wieder auf dieser Position glänzen wird. 

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
BSC Young Boys
BSC Young Boys
2
8
6
2
FC Lugano
FC Lugano
2
4
6
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
2
2
6
4
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
2
1
4
5
FC Sion
FC Sion
2
1
3
6
FC Zürich
FC Zürich
2
0
3
7
FC Basel
FC Basel
2
0
3
8
FC Thun
FC Thun
2
-4
3
9
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
2
-3
1
10
FC Vaduz
FC Vaduz
2
-2
0
11
Servette FC
Servette FC
2
-2
0
12
FC Luzern
FC Luzern
2
-5
0
Meisterschaftsrunde
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