«Diese Dinge muss der neue Trainer jetzt mitbringen»
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Wer folgt auf Lichtsteiner?«Diese Dinge muss der neue FCB-Trainer jetzt mitbringen»

Eigentlich ganz einfach
Fünf Punkte, die der neue FCB-Trainer beachten muss

Derzeit wird der zehnte Trainer in der Ära David Degen gesucht. Blick nennt fünf Punkte, die der neue Mann beachten sollte, damit die Amtszeit länger als 220 Tage dauert.
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Wirft in der langen Geschichte des FC Basel keinen langen Schatten: Stephan Lichtsteiner, Trainer für 226 Tage.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Seit Mai 2021 neun Trainer unter Präsident David Degen beim FC Basel
  • Xherdan Shaqiri spielte 0 Steilpässe unter Stephan Lichtsteiner
  • Bruce Lee sollte Vorbild des neuen Mannes an der Seitenlinie sein
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Florian RazReporter Fussball

Nur weil man so schnell vergisst. Die Trainer und Interimstrainer des FC Basel in der Amtszeit von Präsident David Degen (43) seit Mai 2021 hiessen in dieser Reihenfolge: Rahmen, Abascal, Frei, Vogel, Schultz, nochmals Vogel, Celestini, Magnin und Lichtsteiner.

Einer (Celestini) folgte freiwillig dem Ruf des russischen Rubels. Der Rest wurde noch vor Ablauf des ersten Amtsjahres ersetzt.

Was ein Trainer braucht, um eine etwas längere Amtszeit zu erreichen? Eigentlich ist es ganz einfach. Der neue Mann muss bloss diese fünf Punkte beachten.

Punkt 1: Xherdan Shaqiri hegen und pflegen

Stephan Lichtsteiner fand, Xherdan Shaqiri sei nicht fit genug, und setzte die Basler Lichtgestalt nur sporadisch ein. Der Captain reagierte mit Skorerpunkt-Verweigerung.

Das beweist: Der neue Trainer muss Shaqiri hegen und pflegen. Ist der Kraftwürfel so fit wie in der Double-Saison 2024/25? Vermutlich nicht. Soll man ihm das ständig unter die Nase reiben? Eher auch nicht. Das sorgt für Verstimmung.

Tipp: Loben, einbinden, motivieren. Hat Shaqiri Bock, rennt er auch. Bock hat Shaqiri, wenn unbestritten bleibt, dass er «The Special One» ist. Nebenbei sollte man als Trainer einfach schauen, dass der Rest des Teams bereit ist, ein paar Zusatzmeter gegen den Ball zu bestreiten. Die könnte es mit XS auf dem Platz brauchen.

Bonus-Tipp: Im Endspurt zum Meistertitel 2025 hat Shaqiri in 18 Ligaspielen 10 Steilpässe gespielt, die zu Grosschancen und 5 Toren führten. Unter Ludovic Magnin waren es noch 6 Steilpässe für 2 Tore. Unter Lichtsteiner waren es in 23 Spielen genau 0 Steilpässe. Da müsste am Spielstil doch etwas anzupassen sein?

Punkt 2: Mit David Degen kutschieren

Es passiert nicht ständig. Aber ab und an kann es sein, dass der Präsident in der Trainerkabine steht und eine Meinung hat. Dann gilt es, sich an Bruce Lee zu halten. «Sei Wasser, mein Freund», hat der Kampfkünstler geraten. Heisst: anpassungsfähig bleiben und trotzdem kraftvoll.

Ein Trainer sollte nicht den Eindruck vermitteln, dass er gar nichts von den präsidialen Ideen hält. Das ist der Jobsicherheit nicht zuträglich. Aber komplett von den eigenen Überzeugungen abweichen? Besser auch nicht. Sonst ist die Glaubwürdigkeit vor dem Team dahin.

Tipp: Meinung anhören. Ruhig bleiben. Eigene Schlüsse ziehen. Wasser sein.

Punkt 3: Rumpelstilzchen darf zu Hause bleiben

Es ist nicht ideal, wenn man sich als FCB-Trainer im Joggeli hitzige Rededuelle mit heimischen Fans liefert. Auch ungern gesehen in Basel: Rumpelstilzchen, die wegen eines Einwurfs mit hochrotem Kopf den Schiri anbrüllen, eigene Spieler mit Taktiktafeln blossstellen oder sich mit gegnerischen Spielern anlegen.

Tipp: Basel braucht gerade keinen Vulkan. Sondern jemanden, der Ruhe ausstrahlt und eine gewisse Klasse.

Punkt 4: Kommunikation will gelernt sein

Die Fasnacht lehrt Baslerinnen und Basler, dass man über Menschen in gehobenen Positionen ganz besonders gut lachen kann. Entsprechend wenig braucht es, um in der Region zum Gespött der Leute zu werden.

Man sollte darum eher selten die Temperaturen als Grund für ein schwaches Spiel nennen, wenn die Partie bei 13 Grad stattgefunden hat.

Aber auch sonst hört man in Basel genauer hin, wenn der FCB-Trainer spricht. In keiner anderen Schweizer Stadt gibt es so viele Medien, die sich um die besten Geschichten balgen, die der lokale FC liefert. Nirgendwo sonst ist es darum so wichtig, was wann und in welcher Tonlage gesagt wird.

Tipp: Beleidigte Leberwurst kommt in Basel nicht gut an. Dafür aber ein Schuss Selbstironie. Urs Fischer hat allerdings bewiesen, dass man kein geborener Entertainer sein muss. Ehrliche, fadengerade Kommunikation funktioniert auch.

Punkt 5: Vom steten Umbau ausgehen

Timo Schultz machte 2023 vor seinem Start beim FCB Kärtchen mit den Namen und Hintergrundinformationen seiner neuen Spieler. Hätte er sich sparen können. Am Ende der Vorbereitung war sein Kader einmal komplett ausgewechselt.

So ist das in Basel häufig: Fast alle Spieler sind gekommen, um ihren Marktwert zu steigern und dann so schnell wie möglich wieder zu gehen. Das heisst, dass ein Trainer Freude daran haben muss, immer wieder von vorne zu beginnen und teilweise hochtalentierte Fussballer auf ihrem Weg in eine Topliga zu entwickeln.

Tipp: Wer sich ein stabiles Kader wünscht, muss gar nicht erst bei Rotblau unterschreiben.

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
7
13
19
2
FC Sion
FC Sion
1:0
8
7
18
3
BSC Young Boys
BSC Young Boys
8
12
16
4
FC Basel
FC Basel
8
2
13
5
FC St. Gallen
FC St. Gallen
7
-2
10
6
FC Zürich
FC Zürich
8
-6
10
7
FC Luzern
FC Luzern
8
-5
9
8
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
0:1
8
-5
8
9
Servette FC
Servette FC
7
-3
7
10
FC Thun
FC Thun
7
-7
7
11
FC Vaduz
FC Vaduz
8
-2
6
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
8
-4
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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