Darum gehts
- Stephan Lichtsteiner und Amir Abrashi geraten nach FCB-Sieg gegen GC aneinander
- Lichtsteiner verteidigt sich: «Emotionen gehören dazu, wollte meinen Spieler schützen»
- Rot für Abrashi nach Tätlichkeit, FCB gewinnt 1:0 gegen GC
Stephan Lichtsteiner (42) wirkt schon fast tiefenentspannt, als er nach dem 1:0-Sieg gegen GC den Medienraum des FC Basel betritt. Eigentlich kaum zu glauben, dass das der gleiche FCB-Trainer sein soll, der zuvor 90 Minuten lang an der Basler Seitenlinie herumhampelte.
Für Gesprächsstoff sorgt aber vor allem sein Ausraster unmittelbar vor Abpfiff. Nachdem Amir Abrashi (35) in der Nachspielzeit wegen einer Tätlichkeit Rot gesehen hat, trottet der GC-Routinier in die Kabine. Dabei ist er bereits an Stephan Lichtsteiner und der Basler Ersatzbank vorbei, als der FCB-Trainer – mit der Hand vor dem Mund – noch ein paar Worte an die Adresse von Abrashi richtet.
Diese bringen den Mittelfeldspieler derart auf die Palme, dass er sich noch einmal umdreht und es zu einer hitzigen Diskussion zwischen Abrashi und Lichtsteiner kommt. Erst der vierte Offizielle sowie mehrere Basler Betreuer können die Streithähne schliesslich trennen. Gemäss Blick-Infos soll es danach in den Katakomben des Joggeli noch einmal zu einem Wortgefecht gekommen sein.
«Will meinen Spieler schützen»
Der wieder abgekühlte Lichtsteiner spielt die Situation danach herunter: «Emotionen gehören dazu, das muss man jetzt nicht ausschmücken. Basel gegen GC ist immer ein besonderes Spiel. In dieser Situation will ich einfach meinen Spieler schützen», erklärt der ehemalige Hopper-Verteidiger seinen Ausraster.
Es sei ein hart umkämpftes Spiel gewesen. Lichtsteiner: «GC hat einen sehr guten Match gemacht und uns in Schwierigkeiten gebracht. Wir haben das Resultat am Ende aber über die Zeit gebracht.»
Köhler nimmt Abrashi in Schutz
Abrashi selbst spricht nach der Partie nicht, dafür Teamkollege Sven Köhler (29). Die Szene, die zur Roten Karte geführt hat, habe er nur aus dem Augenwinkel gesehen. «Die erste Aktion geht vom Basler Spieler aus. Aber ich glaube, die kann man geben», so Köhler.
Der Defensiv-Allrounder nimmt seinen Mitspieler aber auch in Schutz. «Amir ist ein Vorbild in allen Belangen. Und das wird er auch nach der Aktion bleiben», so Köhler.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 28 | 33 | 65 | |
2 | FC St. Gallen | 28 | 20 | 51 | |
3 | FC Lugano | 28 | 12 | 49 | |
4 | FC Basel | 28 | 7 | 46 | |
5 | BSC Young Boys | 28 | 4 | 42 | |
6 | FC Sion | 28 | 8 | 41 | |
7 | FC Luzern | 28 | 1 | 33 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 28 | -3 | 33 | |
9 | FC Zürich | 28 | -15 | 31 | |
10 | Servette FC | 28 | -7 | 30 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 28 | -13 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 28 | -47 | 15 |

