Darum gehts
- GC verliert 0:1 gegen Basel nach entscheidendem Gegentor kurz nach Pause
- Spielmacher Asp Jensen musste verletzt raus, kurz darauf fiel das Tor
- GC ohne Torschuss in erster Halbzeit, Basel siegt trotz Unterlegenheit
Michael Frey (31) bringt es mit seiner kurzen Analyse auf den Punkt: «Was wir im letzten Spiel 70 Minuten super verteidigt haben, haben wir dieses Mal nicht einmal 30 Sekunden lang geschafft», sagt der GC-Stürmer nach der 0:1-Pleite in Basel.
Anders als noch am Wochenende gegen Lugano müssen die Hoppers im Joggeli nicht den Grossteil der Partie in Unterzahl bestreiten. Doch ausgerechnet in jenem Moment, als sich Spielmacher Jonathan Asp Jensen (20) kurz nach der Pause an der Seitenlinie behandeln lassen muss, kassiert GC den spielentscheidenden Gegentreffer. «Das ist sehr ärgerlich», so Frey.
Dass die Zürcher auswärts in Basel als Verlierer vom Platz gehen, ist alles andere als zwingend. Findet auch Sven Köhler (29): «In der ersten Halbzeit waren wir überlegen, aber das Tor hat gefehlt. Es wäre verdient gewesen. Wir waren die deutlich bessere Mannschaft und haben in der ersten Halbzeit keinen einzigen Torschuss zugelassen», so der Winter-Neuzugang.
Scheiblehner unzufrieden mit dem Offensivspiel
In der Offensive habe sein Team aber zu wenig gemacht, gibt Köhler zu. «Wir brauchen einfach zu viele Situationen, um ein Tor zu schiessen. Da sind wir zu verspielt, das müssen wir uns ankreiden lassen», findet der Deutsche. Als Beispiel nennt er den «schlecht ausgespielten» Angriff kurz vor dem Gegentor, nachdem sich Asp Jensen behandeln lassen muss. «Basel macht aus solchen Situationen ein, zwei Tore. Wir machen es nicht und kriegen dann das Tor, weil wir auf dem zweiten Pfosten schlafen», ärgert sich Köhler.
Neben Goalie Hammel, der den Kopfball von Traoré an einem anderen Tag auch schon mal pariert hat, stellt sich dabei vor allem Verteidiger Ngom richtig schlecht an. Erst lässt er sich vom Torschützen austanzen, dann schaut er nur zu, wie Traoré aus kurzer Distanz einnickt.
Auch GC-Trainer Gerald Scheiblehner (49) findet: «Ein sehr unnötiges Tor.» Mit dem Auftritt seiner Mannschaft zeigt sich der Österreicher nicht unzufrieden, gleichzeitig sagt er aber auch: «Nach vorne hatten wir zu wenig Durchschlagskraft. Wir waren zu wenig gefährlich, um dem Gegner wehzutun. Darum kann man nicht davon sprechen, dass wir besser waren», so der GC-Coach. Für sein Team gelte es nun, den nächsten Schritt zu machen. «Damit wir solche Spiele gegen Topteams auch vom Ergebnis her positiv bestreiten», sagt Scheiblehner.
Ob der FCB wirklich bereits wieder ein «Topteam» ist, darf trotz zwei Siegen in Serie in Frage gestellt werden. Die Hoppers haben dagegen trotz ordentlichem Auftritt einmal mehr beweisen, warum sie keines sind.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 28 | 33 | 65 | |
2 | FC St. Gallen | 28 | 20 | 51 | |
3 | FC Lugano | 28 | 12 | 49 | |
4 | FC Basel | 28 | 7 | 46 | |
5 | BSC Young Boys | 28 | 4 | 42 | |
6 | FC Sion | 28 | 8 | 41 | |
7 | FC Luzern | 28 | 1 | 33 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 28 | -3 | 33 | |
9 | FC Zürich | 28 | -15 | 31 | |
10 | Servette FC | 28 | -7 | 30 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 28 | -13 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 28 | -47 | 15 |

