Darum gehts
Auf keiner anderen Position ist Xherdan Shaqiri (34) in seiner Karriere derart häufig aufgelaufen wie auf der rechten Aussenbahn. Über 200 Profi-Spiele hat der FCB-Captain dort absolviert. Sein Trainer Stephan Lichtsteiner (42) liegt also nicht komplett falsch, wenn er nach dem 1:0-Sieg gegen GC zu Protokoll gibt: «Shaq kennt diese Position in- und auswendig!»
Nur in einer Mittelfeld-Viererkette, die Lichtsteiners neues 4-1-4-1-System vorgibt, hat Shaqiri seit Jahren nicht mehr gespielt. Und genau das ist dem FCB-Topskorer gegen GC auch anzusehen. Nachdem er am Wochenende in Lausanne nur zu einem Kurzeinsatz gekommen ist, darf Shaqiri im St.-Jakob-Park zwar wieder von Beginn an ran. Weil Lichtsteiner im zentralen Mittelfeld aber erneut auf das Trio Metinho, Leroy und Bacanin setzt, muss Shaqiri auf den rechten Flügel ausweichen. Dort klebt der Basler Topskorer 45 Minuten lang an der Seitenlinie, ohne wirklich Einfluss aufs Basler Spiel nehmen zu können. Blick-Note: 3.
Absprache zwischen Trainer und Captain
Zur Pause bleibt Shaqiri dann in der Kabine. Lichtsteiner spricht von «leichten muskulären Problemen». Mit seinem Aufstellungsversuch ist er aber trotzdem zufrieden. «Wir sind in den ersten 15 Minuten auf den Seiten gut durchgekommen», findet der FCB-Trainer, der sich vorstellen kann, Shaqiri auch in Zukunft auf dem rechten Flügel einzusetzen. «Warum nicht? Er kann diese Position sehr gut spielen und hatte auch zwei, drei gute Aktionen», so Lichtsteiner.
Seinen Captain dort aufzustellen, habe er zuvor mit ihm abgesprochen, erklärt er. «Shaq hat immer ein Mitspracherecht. Ich mache nichts, bei dem er nicht dahintersteht. Wir versuchen, zusammen die bestmögliche Lösung zu finden, damit er in die Positionen kommt, in denen er für uns den Unterschied machen kann», so der FCB-Coach. Allerdings gibt auch Lichtsteiner zu: «Klar fühlt sich Shaq im Zentrum wohler. Das ist ja inzwischen auch seine Stammposition. Wir werden von Spiel zu Spiel entscheiden.»
Shaqiri-Ersatz bereitet Siegestreffer vor
Dass gegen GC ausgerechnet der für ihn eingewechselte Ibrahim Salah (24) den Siegestreffer vorbereitet, passt zum unglücklichen Abend von Shaqiri. «Das bedeutet, dass die Spieler von der Bank bereit sind und einen positiven Impact haben», sagt Lichtsteiner. Auch die anderen Spieler in seiner Mannschaft müssten lernen, Verantwortung zu übernehmen. «Sie dürfen nicht nur auf Shaq hoffen, dass er Tore und Assists macht», findet der Basler Trainer.
Gegen Lausanne und GC hat der FCB auch ohne Torbeteiligung von Shaqiri zwei Siege eingefahren. Und am Sonntag in St. Gallen?
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 28 | 33 | 65 | |
2 | FC St. Gallen | 28 | 20 | 51 | |
3 | FC Lugano | 28 | 12 | 49 | |
4 | FC Basel | 28 | 7 | 46 | |
5 | BSC Young Boys | 28 | 4 | 42 | |
6 | FC Sion | 28 | 8 | 41 | |
7 | FC Luzern | 28 | 1 | 33 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 28 | -3 | 33 | |
9 | FC Zürich | 28 | -15 | 31 | |
10 | Servette FC | 28 | -7 | 30 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 28 | -13 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 28 | -47 | 15 |
