Darum gehts
- FC Zürich verliert 0:5 gegen Lugano in der AIL Arena
- Captain Kamberi kritisiert mangelnde Qualität und schwache Zweikampfführung
- Trainer Koller fordert schnelle Fehlerkorrektur vor Cup-Spiel gegen Tuggen
Vor sieben Tagen herrschte beim FCZ noch mehrheitlich gute Stimmung. 2:1 gewann man gegen Servette. Eine Woche später ist die Welt eine komplett andere. Mit null Punkten und fünf Gegentoren im Gepäck reisen die Zürcher über den Gotthard zurück. Die Stimmung im Teamcar dürfte ähnlich unterirdisch gewesen sein wie der Auftritt wenige Stunden zuvor in der wunderbaren und neu eröffneten AIL Arena.
Gegen Lugano hat der FCZ zu keiner Zeit eine echte Chance. Der Stadtklub wird kalt geduscht. An diesen heissen Tagen mag sich das zwar angenehm anhören – im Fussball möchte man darauf aber lieber verzichten.
Eine wirkliche Erklärung für den Auftritt haben auch die Spieler nicht. Sie sind genauso geschockt wie die zahlreich mitgereisten Fans. «Es gibt nicht viel zu sagen. Es war in mehreren Bereichen einfach nicht gut. Qualitativ hat es nicht gestimmt. Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen, haben nicht gut verteidigt. Fünf Gegentore sind die Quittung. Das ist nicht das, was wir uns vorgenommen haben», sagt Captain Lindrit Kamberi (26).
Ähnlich klingt es bei Goalie Heinz Lindner (36): «Es war von vorne bis hinten zu wenig von uns.» Der Österreicher moniert, dass man Lugano mehrfach zum Toreschiessen eingeladen habe. Wie gewohnt sucht er aber auch das Positive: «Lieber einmal unter die Räder kommen und dann öfter gewinnen, als jedes Mal die Tore zu bekommen und keine Spiele zu gewinnen. Vielleicht war das so ein Hallo-Wach-Effekt.»
Ricardo-Moniz-Vibes bei Marcel Koller
Und was sagt Trainer Marcel Koller (65) dazu? «Ich hoffe, dass es ein Weckruf war. Ich weiss es aber noch nicht.» Viel Fussball-Sachverstand braucht es nicht, um zu erahnen, dass die 0:5-Ohrfeige in den nächsten Tagen auf dem FCZ-Campus für reichlich Gesprächsstoff sorgen wird. «Es ging alles ein bisschen zu schnell für uns. Daher müssen wir das ansprechen und an der Wurzel suchen, wo das Problem ist», sagt Koller.
Wenig Verständnis zeigt der Trainer für die vielen individuellen Fehler. «Das müssen wir so schnell wie möglich abstellen.» Am besten schon in einer Woche im Cup gegen Tuggen. Danach wartet auf den FC Zürich in der Super League der Klassiker gegen Basel. Keine leichte Aufgabe.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 3 | 9 | 9 | |
2 | BSC Young Boys | 3 | 8 | 7 | |
3 | FC St. Gallen | 3 | 2 | 7 | |
4 | FC Sion | 3 | 2 | 6 | |
5 | FC Basel | 3 | 2 | 6 | |
6 | FC Lausanne-Sport | 3 | 1 | 5 | |
7 | Servette FC | 3 | -1 | 3 | |
8 | FC Zürich | 3 | -5 | 3 | |
9 | FC Thun | 3 | -6 | 3 | |
10 | Grasshopper Club Zürich | 3 | -4 | 1 | |
11 | FC Luzern | 3 | -5 | 1 | |
12 | FC Vaduz | 3 | -3 | 0 |


