Die Schlüsselszene
Sow-Show im Joggeli! Nach einem feinen Doppelpass mit Leroy zündet der FCB-Flügel in der 32. Minute den Turbo, schüttelt Gegenspieler Fehr ab und trifft aus spitzem Winkel eiskalt zum 2:0. Für den jungen Italiener ist es bereits der zweite Treffer des Tages, nachdem er schon in der Startphase nach einem Konter eingenetzt hat. Die Partie gegen eine Thuner B-Elf ist damit bereits nach einer halben Stunde vorentschieden.
Das Spiel
Der Basler Youngster Sow (20) ist in der ersten Halbzeit mit einem Doppelpack (4./31.) sowie drei weiteren guten Chancen (14./29./45.) nahezu alleine für die Unterhaltung zuständig.
Der FCB hat alles im Griff, obwohl Thun zwischenzeitlich mehr vom Spiel hat. Die 2:0-Führung der Bebbi zur Pause hätte auch höher ausfallen können, wenn Leroy in der achten Minute nicht am Pfosten gescheitert wäre.
Sow trifft zwar nach der Pause nicht mehr (Schuss ans Aussennetz in der 81.), bereitet dafür aber Celars 3:0 (53.) und das 4:1 des eingewechselten Shaqiri (75.) vor. Lichtsteiner läuft somit nicht Gefahr, als erster FCB-Trainer in der Geschichte der Super League die ersten zwei Saisonheimspiele zu verlieren.
Bei den Thunern, die erst einnetzen (73./91.), als die Partie schon entschieden ist, ists offensichtlich: Der Schweizer Meister kriegt den Spagat zwischen der Meisterschaft und den Europacup-Qualifikationsspielen nicht hin.
Die Tore
4. Minute, Asane Sow, 1:0. Der FCB erwischt die weit aufgerückten Thuner. Nach der Kopfballverlängerung von Zan Celar passt Kazeem Olaigbe ideal in den Lauf von Sow. Dessen nicht sonderlich platzierten Schuss lässt Goalie Niklas Steffen passieren.
31. Minute, Asane Sow, 2:0. Sow spielt mit Léo Leroy einen Doppelpass und zündet den Turbo. Den Ball versorgt er anschliessend in der linken unteren Ecke. Hervorzuheben ist Leroy, der die Kugel gekonnt mit dem Absatz weiterleitet.
53. Minute, Zan Celar, 3:0. Celar wird von Sow bedient und lässt daraufhin einen wunderbaren Schlenzer folgen. Gegenspieler Fabio Fehr kann nicht entscheidend eingreifen.
73. Minute, Layton Stewart, 3:1. Die weit geschlagene Flanke von Michael Heule legt Marc Gutbub im Sechzehner für Stewart ab. Dieser nimmt die Kugel erst noch an, bevor er sie dann ins Netz hämmert.
75. Minute, Xherdan Shaqiri, 4:1. Shaqiri führt einen Corner kurz aus und erhält nach Sows Hackenpass das Spielgerät wieder zurück. Der FCB-Captain läuft ein paar Schritte, bevor er mit seinem starken linken Fuss die aufkommenden Thuner Hoffnungen im Keim erstickt.
91. Minute, Brighton Labeau, 4:2. Gedanklich ist der FCB bereits im Feierabend. So betreibt Labeau noch etwas Resultatkosmetik für die Gäste. Sein Schuss wird noch abgefälscht, weswegen Keeper Mirko Salvi den Flatterball nicht behändigen kann.
Die Stimmen
Der Beste
Asane Sow. Zwei Tore, zwei Vorlagen – noch Fragen? Der Sommer-Neuzugang könnte sogar noch einen oder zwei Treffer mehr erzielen.
Der Schlechteste
Fabio Fehr. Einer der wenigen Spieler, die bereits unter der Woche gegen Vikingur in der Startelf standen. Der Linksverteidiger hätte wohl lieber eine Pause eingelegt. Die ersten drei Gegentore fallen über seine Seite.
Die Fans
24'316 Fans freuen sich über den ersten Basler Heimsieg der neuen Saison.
Die Schiris
Luca Cibelli hat eine nicht besonders anspruchsvolle Partie 90 Minuten lang komplett im Griff.
Das gab zu reden
Überraschung in der Basler Startelf. Weil Xherdan Shaqiri und Philip Otele diese Woche nicht das gesamte Trainingsprogramm absolvieren konnten, setzt FCB-Trainer Stephan Lichtsteiner beide auf die Ersatzbank. Das gilt mit Metinho auch für eine weitere Stammkraft. Doch Lichtsteiners Plan geht auf: Ohne die drei Stars legen seine Basler den mit Abstand besten Saisonauftritt hin.
So gehts weiter
Die nächsten drei FCB-Gegner heissen Courtételle (Schweizer Cup am 15. August), Barcelona (Testspiel am 16. August) und Zürich (Super League am 22. August). Thun misst sich zunächst mit Vikingur Reykjavik (Europa-League-Qualifikations-Rückspiel am 13. August) und Saxon Sports (Schweizer Cup am 16. August), bevor dann am 20. August die nächste Europacup-Qualifikationspartie ansteht. In der Super League folgt höchstwahrscheinlich am 23. August das Kräftemessen mit Servette.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 3 | 9 | 9 | |
2 | BSC Young Boys | 3 | 8 | 7 | |
3 | FC St. Gallen | 3 | 2 | 7 | |
4 | FC Sion | 3 | 2 | 6 | |
5 | FC Basel | 3 | 2 | 6 | |
6 | FC Lausanne-Sport | 3 | 1 | 5 | |
7 | Servette FC | 3 | -1 | 3 | |
8 | FC Zürich | 3 | -5 | 3 | |
9 | FC Thun | 3 | -6 | 3 | |
10 | Grasshopper Club Zürich | 3 | -4 | 1 | |
11 | FC Luzern | 3 | -5 | 1 | |
12 | FC Vaduz | 3 | -3 | 0 |