Die FCL-Fragen zum Saisonstart
Was kann der neue Trainer – und wie schwer wiegen die Abgänge?

Mit Udo Portmann beginnt in Luzern eine neue Ära. Vor dem Saisonstart gegen Thun gibt es beim FCL aber noch einige offene Fragen – vom neuen Trainer über die Goalieposition bis zur Heimbilanz.
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Wie oft kann Luzern in der neuen Saison jubeln?
Foto: Martin Meienberger/freshfocus

Darum gehts

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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Viereinhalb Jahre lang war Mario Frick (51) das Gesicht des FC Luzern an der Seitenlinie. Nun ist die Ära des Liechtensteiners zu Ende. Mit Jörg «Udo» Portmann (49) übernimmt ein Trainer, der bislang vor allem im Nachwuchs gearbeitet hat. Ob ihm der Sprung in die Super League gelingt, wird sich erst zeigen.

Die Trainerfrage ist eine von vier grossen Baustellen, die beim FC Luzern vor dem Saisonstart derzeit heiss diskutiert werden.

Was kann der neue Trainer wirklich?

Im Nachwuchs hat Udo Portmann (49) gezeigt, was er kann. Mit der U19 gewann er den Cup und entwickelte zahlreiche Talente weiter. Beispiele gibt es genug: Sascha Britschgi (19), der drei Jahre unter ihm spielte und heute bei Parma in der Serie A unter Vertrag steht. Haris Kozarac (19), der inzwischen für Lecce aufläuft. Oder Bung Meng Freimann (20), der sich beim FCL als Stammspieler etabliert hat.

Jetzt wartet jedoch eine ganz andere Herausforderung. Kann Portmann auch auf Profi-Niveau bestehen? Kann er mit den Egos gestandener Spieler umgehen, die sich deutlich von jenen im Nachwuchs unterscheiden? Und wie schlägt er sich im Rampenlicht und im Umgang mit der Öffentlichkeit?

Bislang hinterlässt Portmann einen ruhigen, fokussierten Eindruck – als könne ihn so schnell nichts aus der Fassung bringen. Im Klub wird er für seine klaren Ideen und direkten Ansprachen geschätzt. Die Voraussetzungen stimmen also. Gelingt ihm ein guter Saisonstart, könnte der gebürtige Luzerner mit seiner Art schnell eine Euphorie entfachen. Bleiben die Resultate hingegen aus, dürfte sich der Wind genauso rasch drehen.

Wer steht gegen Thun im Tor?

Vom Goalie-Trio der vergangenen Saison ist beim FC Luzern keiner mehr übrig. Pascal Loretz (23) wechselte zu Hannover 96, der Vertrag von Vaso Vasic (36) lief aus, und Lionel Huwiler (19) wurde an Etoile Carouge ausgeliehen.

Neu gehören Raphael Radtke (24) und seit neuestem auch Simon Simoni (22) zum Kader. Der Albaner wird gegen Thun zwischen den Pfosten stehen – und nicht nur das. Nach Blick-Informationen ist Simoni als neue Nummer 1 eingeplant. Sportchef Remo Meyer (45) sucht Stand heute keinen weiteren Torhüter.

Zuletzt spielte Simoni leihweise beim 1. FC Kaiserslautern in der 2. Bundesliga. Trotz seiner wenigen Einsätze wollten ihn die Pfälzer gemäss Blick-Informationen gerne behalten, doch mit Frankfurt kam keine Einigung zustande. Nun soll der 22-Jährige seine Karriere in der Super League neu lancieren.

Wie schwer wiegen die Abgänge?

Ende Juni schien Luzern auf dem besten Weg, zum heimlichen Transfersieger der Super League zu werden – vor allem dank der Verpflichtungen von Leonardo Bertone (32) und Loïc Lüthi (22). Inzwischen hat sich das Bild etwas verändert. Mit Pascal Loretz, Andrej Vasovic, Adrian Bajrami und Taisei Abe haben gleich vier Stammspieler den Klub verlassen. Damit ist mehr als ein Drittel der bisherigen Startelf weg. Und weil bis zum Ende des Transferfensters weitere Abgänge nicht ausgeschlossen sind, bleibt der FCL vorerst eine Wundertüte.

Wird das umbenannte Stadion wieder zu einer Festung?

Die Luzerner Heimstätte heisst ab dieser Saison nicht mehr Swissporarena, sondern Thermoplanarena. Neu ist also ein Kaffeevollautomatenhersteller der Namensgeber und nicht mehr das Bauunternehmen von Aktionär Bernhard Alpstaeg. Ob der Namenswechsel auch sportlich neuen Schwung bringt?

In der vergangenen Saison gewannen nur GC und Winterthur zu Hause seltener als der FCL. Und auch im Jahr davor war die Heimbilanz lediglich Mittelmass. Nun bleibt abzuwarten, ob die Thermoplanarena ihrem Namen auch auf dem Platz neues Leben einhaucht.

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Basel
FC Basel
0
0
0
1
FC Lugano
FC Lugano
0
0
0
1
FC Luzern
FC Luzern
0
0
0
1
FC Sion
FC Sion
0
0
0
1
FC St. Gallen
FC St. Gallen
0
0
0
1
FC Thun
FC Thun
0
0
0
1
FC Vaduz
FC Vaduz
0
0
0
1
FC Zürich
FC Zürich
0
0
0
1
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
0
0
0
1
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
0
0
0
1
Servette FC
Servette FC
0
0
0
1
BSC Young Boys
BSC Young Boys
0
0
0
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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