«Ich bin GC-Fan seit meiner Kindheit»
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Neuer GC-Präsident:«Ich bin GC-Fan seit meiner Kindheit»

Der Präsident stellt sich vor
Warum Abrashi von den neuen GC-Besitzern begeistert ist

Ludovic Deléchat kommt ohne grosse Versprechen. Lieber betont der neue Präsident der Grasshoppers seine Verbundenheit mit dem Klub und der Stadt Zürich. GC soll Flaggschiff der Bridge Football Group sein.
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Erster Auftritt in der Öffentlichkeit: der neue GC-Präsident Ludovic Deléchat (r.) mit dem Vertreter der GC-Fussballstiftung, András Gurovits.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Neue GC-Besitzer stellen sich vor: GC soll Flaggschiff des Konstrukts sein
  • Präsident Deléchat betont persönliche Verbindung und plant Schweizer CEO
  • Kein Sportchef mehr auf dem Campus, Transfers werden in Holland geplant
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Florian RazReporter Fussball

Natürlich ist dieser Auftritt wohl durchdacht. Als sich die neuen Besitzer des Grasshopper Club Zürich vorstellen, sitzt auch er da: Amir Abrashi (36), GC-Kultfigur und Leithammel. Der Mann, der in einer Barrage so schön leiden kann wie kein Zweiter.

Man sollte nicht zu viel aus der ersten Medienkonferenz der neuen GC-Hauptaktionäre herauslesen. Schliesslich stellen sich seit 2020 regelmässig neue Besitzer aus dem Ausland vor und versprechen, dass nun alles besser wird.

Die Neuen haben zumindest etwas begriffen

Dass die Bridge Football Group aber Abrashi an die Schifflände mitgenommen hat, zeigt zumindest eines: Die Neuen haben begriffen, wie wichtig der Captain für den Klub ist. Das ist ja schonmal ein Schritt nach vorne, nachdem Ex-Sportchef Alain Sutter im letzten Sommer die kreative Idee hatte, Abrashi Interviews zu untersagen.

Sutter ist nun genauso offiziell Geschichte wie der Los Angeles FC. Stattdessen sitzt da Ludovic Deléchat (39). Ein Anwalt, der seine Karriere bei der Fifa begonnen hat und heute CEO der Bridge Football Group ist, die GC von Los Angeles übernommen hat. Deléchat ist auch der neue GC-Präsident.

Er sagt vieles, was man 2020 schon von den Fosun-Vertretern gehört hat und 2024 vom LAFC. Er redet davon, auf GC-Talente zu setzen. Er will das Defizit senken. Ihm sind die Fans wichtig. Und doch gibt es da ein paar kleine, aber entscheidende Unterschiede.

Der neue Präsident und seine Erinnerung an Murat Yakin

Deléchat wird GC nicht aus der Distanz leiten. Er ist in der Westschweiz geboren, aber er lebt seit Jahren in Zürich, sein Sohn ist in der Stadt geboren, ein wenig Züritüütsch hat sich bereits eingeschlichen: «Es ist mehr als ein wirtschaftliches Projekt. Es ist öbbis Persönliches.»

Immerhin sei er schon als Kind GC-Fan gewesen: «Meine erste Erinnerung ist Murat Yakins Goal bei Ajax Amsterdam in der Champions League 1996.» Da ist er: Der nächste Pflock, den die neuen Besitzer kommunikativ einschlagen.

Aussage: Ja, wir sind eine Gruppe, die nun vier Vereine in vier Ländern besitzt. Ja, das Geld kommt aus China, wo Investor Li Ying einer der Aktionäre des Tiktok-Entwicklers Bytedance ist. Aber wir arbeiten vor Ort. «Wir brauchen Swissness im Management», sagt Deléchat und verspricht demnächst die Ernennung eines Schweizer CEO.

Eine weitere Kernbotschaft, die er platzieren will: «GC ist unser Flaggschiff.» Das klingt gut, nachdem die Hoppers unter den letzten beiden Besitzern wie ein ungeliebtes Stiefkind gewirkt haben.

Aber es ist mit Blick auf die anderen Klubs des Konstrukts auch wenig überraschend: Vercelli spielt in Italiens Serie C, Den Bosch (Holland) und Shaanxi (China) in den 2. Ligen ihres Landes.

Die Transfers werden von Holland aus gesteuert

Viele Spielerwechsel unter diesen Vereinen soll es nicht geben. Aber die Transfers, die werden künftig von Holland aus gesteuert, wo das Scouting-Zentrum der Gruppe sitzt. Einen GC-Sportchef wird es nicht mehr geben. Wie das dann mit der geforderten Swissness zusammenpasst, muss sich noch zeigen.

Auffällig ist, dass Deléchat nicht das Blaue vom Himmel verspricht. Lieber redet er von einem «Jahr null». Heisst: Zuerst wird das Fundament gelegt. Aber auch dafür braucht es noch ein paar bestandene Fussballer, will man in der nächsten Saison nicht in der Challenge League weiterbauen.

Als erstes wurde der Vertrag mit Mittelfeld-Talent Dominik Papic (18) bis 2030 verlängert. Trainer Peter Zeidler bleibt. Ein Budget für Sommertransfers ist vorhanden. Aber es ist auch klar, dass ein paar Spieler gehen müssen. Ein Kandidat dürfte Sven Köhler (29) sein, der eben erst mit einem guten Vertrag von Braunschweig weggelockt worden ist.

Und Amir Abrashi? Der ist so begeistert vom ersten Gespräch mit Deléchat, dass er die Saison als Spieler beenden will: «Ich habe richtig Energie gespürt. Da kommen gute Leute. Ich bin sehr überzeugt vom Projekt.»

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