Der Grasshopper Club Zürich hat einen neuen Besitzer. Gemäss Blick-Informationen ist der Verkauf des Rekordmeisters am Montag von der Liga bewilligt worden – nun steht der Übernahme nichts mehr im Weg. Bei der neuen GC-Eigentümerin handelt es sich um die Bridge Football Group mit dem ehemaligen Fifa-Anwalt und Schweizer Ludovic Délechat als CEO an der Spitze.
Die Bridge Football Group hat bereits Mehrheitsanteile an drei Klubs: dem FC Den Bosch in der zweiten niederländischen Liga, an Pro Vercelli in der dritten Liga Italiens sowie am Shaanxi Union FC in der zweiten Liga Chinas. Die Idee ist, dass GC der Premium-Klub dieses Multi-Club-Ownership-Modells wird. Dass dieser Weg funktionieren kann, zeigt der aktuelle Rekordtransfer von Pro Vercelli: Der italienisch-senegalesische Flügelspieler Asane Sow wechselte vor ein paar Wochen zum FC Basel.
Hinter der Bridge Football Group steckt ein Investor aus China, der Grossaktionär von ByteDance ist, einem weltweit führenden Technologiekonzern, zu dem unter anderem TikTok gehört. Ob es allerdings gleich zu den ganz grossen Transfer-Investitionen bei GC kommen wird, darf bezweifelt werden. Das Muster der Bridge Football Group ist bisher stets das gleiche: lokal verankerte Persönlichkeiten im Klub installieren, auf einheimische Spieler und klubeigene Talente setzen und die Vereine finanziell stabilisieren.
Wie gross ist das Personalbeben auf dem Campus?
Anders als beim letzten China-Investor von GC ist man daher bereits hinter den Kulissen mit Hochdruck Gespräche am Führen, um nicht nur Swissness, sondern auch mehr Zürich in den Klub zu integrieren. Auch mit den Fans, die sich bereits öffentlich gegen einen Verkauf an den nächsten internationalen Investor gestellt haben, soll man in baldiger Zukunft den Austausch suchen und die Pläne sowie die Personen vorstellen.
Noch nicht bekannt ist, wie gross das personelle Beben auf dem GC-Campus in Niederhasli sein wird. «Wir hoffen, dass Los Angeles bleibt», sagte Sportchef Alain Sutter letzte Woche in einem Interview mit Blue. So oder so kann nun endlich die neue Saison geplant werden, die bereits am 25. Juli in Lausanne starten wird. In den vergangenen Tagen herrschte in Sachen Kaderplanung totaler Stillstand, da LAFC die Verhandlungen abwarten wollte. Selbst das eigentlich geplante Trainingslager soll abgesagt worden sein.

