Verhandlungen sind auf der Zielgeraden
GC steht vor Verkauf an neue Investoren

Seit dem Barrage-Krimi ist es ruhig geworden um GC. Doch hinter den Kulissen geht es drunter und drüber. Blick weiss: Verhandlungen über einen Verkauf von GC an neue Investoren stehen kurz vor dem Abschluss.
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In Extremis hat sich GC in der dritten Barrage in Folge in der Super League gehalten.
Foto: Keystone
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Tobias WedermannFussballchef

«Fuck Off LAFC» stand Ende April in grossen Buchstaben in der GC-Kurve des Letzigrunds und markierte gleichzeitig den Tiefpunkt in der Beziehung zwischen den Fans und den Eigentümern des Klubs. Diese reagierten wenige Tage später mit einem Statement aus Kalifornien: «Wir möchten festhalten, dass wir offen für Gespräche über einen Teil- oder Vollverkauf der GFAG (Anm. d. Redaktion: die Grasshopper Fussball AG) sind, sofern die langfristige Nachhaltigkeit des Klubs sichergestellt ist.» Das ist nun passiert.

Gemäss Blick-Informationen befinden sich die Verhandlungen über den Verkauf von GC auf der Zielgeraden. Sofern letzte Details noch geklärt werden, könnte der Deal noch diese oder spätestens in der kommenden Woche finalisiert werden. Die US-amerikanischen Eigentümer von LAFC waren bereits seit Monaten auf der Suche nach einem Investor. Zuerst nach einer Schweizer Lösung, die Teile der Aktien übernimmt und als lokaler Partner auftreten würde. Doch herausgekommen ist vor allem heisse Luft, mit potenziellen Zürcher Interessenten, die allerdings die finanziellen Anforderungen weit verfehlt haben sollen.

Künftige Besitzer sassen bei Barrage auf der Tribüne

Nach den Fankrawallen beim Cup-Halbfinal in Lausanne, der immer schlechter werdenden Beziehung zu den Fans und der Tatsache, dass man sich sportlich erneut auf dem zweitletzten Platz wiedergefunden hat, soll man hinter den Kulissen zur Erkenntnis gekommen sein, dass man den gesamten Klub verkaufen möchte. Die Bilanz seit der Übernahme durch LAFC ist haarsträubend: dreimal Barrage in Folge und weiterhin ein Defizit von 15 Millionen Franken, das die Investoren aus den USA Saison für Saison decken mussten.

Bereits bei den Barrage-Spielen in Aarau und vor allem beim Rückspiel im Letzigrund sass gemäss Blick-Informationen schon eine Delegation der möglichen neuen Inhaber auf der Tribüne. Dabei handelt es sich gemäss mehreren Quellen um die Bridge Football Group. Eine Organisation, die bereits Mehrheitsanteile an drei Klubs hält, von einem Schweizer Anwalt als CEO angeführt wird und von chinesischen Geldgebern finanziert wird.

Schweizer an der Spitze, Geld von chinesischen Investoren

Zu den bisherigen Investitionen der Bridge Football Group gehören kriselnde Traditionsklubs wie der FC Den Bosch in der zweiten niederländischen Liga und Pro Vercelli in der dritten Liga Italiens. Zudem besitzt die Gruppe den Klub Shaanxi Union FC in der zweiten Liga Chinas. Das Muster in Europa war bisher stets dasselbe: ein lokal verankertes Management einsetzen, auf einheimische Spieler und klubeigene Talente setzen und die Vereine finanziell stabilisieren. Bei GC sollen die Pläne nicht anders aussehen – und sie könnten den Fans schon in den kommenden Tagen vorgestellt werden.

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