FUSSBALL, SUPER LEAGUE, MEISTERSCHAFT, SAISON 2026/27, FCZ, FC ZUERICH, FC LUZERN, FCL
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Highlights im Video:Lässig, lässiger, Kény – dieser Penalty hat Seltenheitswert

«Dass er den im Spiel macht …»
FCZ-Koller macht grosse Augen und sieht zwei Baustellen

FCZ-Stürmer Philippe Kény verzichtet beim Elfmeter auf den Anlauf. Sein Trainer ist überrascht und sieht bei seinem Team noch Verbesserungsbedarf.
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«Ich habe grosse Augen gemacht»: FCZ-Trainer Marcel Koller.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

  • Philippe Kény trifft beim 1:0 gegen Luzern per Penalty aus dem Stand und überrascht Koller
  • Der FCZ erzielt erneut kein Tor aus dem Spiel heraus, Koller vermisst Überzeugung im Abschluss
  • Zürich lässt in der Schlussphase 28 Luzerner Schüsse zu, danach warten YB, Servette und St. Gallen
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Florian RazReporter Fussball

Als alle denken, dass Philippe Kény zum Penalty anlaufen wird, tut er eben genau das nicht: anlaufen. Stattdessen schiesst der Stürmer des FC Zürich aus dem Stand. Flach, von ihm aus gesehen unten links ins Glück. Luzerns Goalie Karlo Letica bleibt nur der Sprung ins Leere.

Es ist der vielleicht frechste Penalty, der bis jetzt im Letzigrund geschossen worden ist. Und einer mit Risiko. Wäre diese Variante in die Hose gegangen, Kény hätte die kommenden Tage und Wochen vermutlich freiwillig auf den Konsum sozialer Medien verzichtet.

Coole Socke statt lustiges Meme

So aber ist er kein Meme. Sondern die coole Socke, die selbst den eigenen Trainer auf dem falschen Fuss erwischt. Marcel Koller (65) steht an der Seitenlinie und weiss für einmal offenbar weniger als zumindest einer seiner Assistenten.

«Ich habe grosse Augen gemacht», gibt der FCZ-Trainer nach Spielschluss zu. Gut, erzählt Koller dann, im Training habe Kény solche Dinger auch schon versucht. «Aber dass er es dann tatsächlich auch im Spiel macht …»

Da ist Carlos Bernegger ganz offensichtlich besser informiert. Anders lässt sich Kénys Jubelroute nicht interpretieren. Sie führt direkt in die Arme des über alle Backen strahlenden Assistenztrainers.

Die Freude ist auch deshalb so gross, weil der Penalty ein FCZ-Problem löst, das Koller schon im Cupspiel gegen Aarau aufgefallen ist: «Es fehlen die Überzeugung und der Wille, um den Ball einfach mal über die Linie zu knallen.» Stattdessen scheitern die Zürcher entweder am starken Luzerner Goalie Letica. Oder an der eigenen Schusstechnik.

Aus dem Spiel heraus schiesst Zürich nach dem 0:2 auf dem Brügglifeld auch gegen Luzern kein Tor. Nach dem 1:0 per Penalty lenkt der Luzerner Meng Freimann beim 2:0 einen Schuss von Miguel Reichmuth ins eigene Tor ab, der weit am Ziel vorbeigeflogen wäre.

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3:09
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Diese Zögerlichkeit im Abschluss ist die eine Baustelle, die Koller bei seinem Team feststellt. Die andere öffnet sich gegen Luzern nach einer Stunde. «Uns hat schlicht die Ruhe gefehlt», sagt Koller über die letzten rund 35 Minuten. In diesen versinkt die Partie in jener Sorte von Chaos, die das Spiel für Fans erst richtig prickelnd macht.

Die Luzerner dürfen 28-mal schiessen

28 Schüsse lassen die Zürcher in diesem wilden Hin und Her bis zum Spielende zu. Wer sich fragt, ob das viel ist: Das sind fast doppelt so viele Schüsse, wie ein durchschnittliches Team in der Super League pro Spiel abgibt.

Für Koller hätte das alles gern etwas langweiliger sein dürfen. Zum Beispiel mit ein paar Führungsspielern auf dem Feld, die einfach etwas Ballzirkulation machen: «Weil der Gegner kein Tor schiessen kann, wenn wir den Ball haben.» Stattdessen sucht der FCZ in der Schlussphase ebenso hektisch nach dem dritten Tor wie die Luzerner ihrerseits nach dem 2:2.

Jetzt kommen die Gegner aus den Top 6

In diesen letzten Minuten wirken FCZ und FCL wie zwei Gegner auf Augenhöhe. Aber das Resultat beweist: Die Zürcher sind in ihrer Entwicklung einen Schritt weiter. Sie sind zäher, und sie sind schwieriger aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Der Preis für diese Zähigkeit: Sie gewinnen erneut gegen ein Team, das unter dem Strich liegt. Die FCZ-Bilanz steht jetzt bei 16 Punkten aus 6 Partien gegen Gegner auf den Rängen acht bis zwölf. Das lässt den FCZ vorerst auf Rang vier der Tabelle klettern.

Ob die Klasse auch gegen Teams aus den Top 6 reicht? Das werden die nächsten drei Spiele zeigen. Der FCZ trifft als Nächstes auf YB (Rang 2), Servette (5) und St. Gallen (6).

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
11
17
25
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC Zürich
FC Zürich
11
-3
17
5
Servette FC
Servette FC
11
2
16
6
FC St. Gallen
FC St. Gallen
11
-4
16
7
FC Basel
FC Basel
10
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
11
-6
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
11
-1
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
10
-13
8
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
-9
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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