Silas Huber will hoch hinaus
Bei diesem Satz unterbricht der FCZ-Trainer seinen Goalie

Wegen ihm musste sich sein Bruder nach dem Aus im Cup blöde Sprüche anhören. Sein Ziel ist die Nationalmannschaft. Aber vorher hat Silas Huber mit dem FC Zürich noch andere Aufgaben.
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Strahlt die Ruhe aus, die es braucht, um Profigoalie zu sein: Silas Huber.
Foto: Toto Marti

Darum gehts

  • Silas Huber ist seit Februar Stammgoalie des FC Zürich und gilt trotz Klubturbulenzen als ruhig
  • FCZ-Trainer Marcel Koller lobt Hubers Grösse und Ruhe, sieht aber Entwicklungspotenzial bei ihm
  • Huber nennt die Nationalmannschaft als Ziel, verweist aber auf Gregor Kobel und grosse Distanz
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Florian RazReporter Fussball

Die Medienkonferenz ist eigentlich bereits beendet, als Silas Huber (21) doch noch eine kleine Unsicherheit zeigt. «Das war jetzt aber nicht so schlimm, oder?», fragt er auf dem Weg nach draussen den Medienchef des FC Zürich.

Nein, war es nicht. Die junge Nummer 1 des FC Zürich hat den Auftritt souverän hinter sich gebracht. Was niemanden überraschen kann, der Huber schon einmal in einem seiner Profispiele gesehen hat.

Im Tor hat er die Ruhe weg

Auf dem Feld wirkt er jeweils so, als könne ihn nichts aus der Ruhe bringen. Womit er schon mal eine wichtige Eigenschaft besitzt, die ein Torwart in den Profifussball mitbringen muss: Er strahlt auch in hektischen Momenten eine Sicherheit aus, an der sich seine Vorderleute festhalten können.

Das kommt nicht von ungefähr. Huber ist einer, der sich intensiv mit seinem Job auseinandersetzt: «Wenn die Woche beginnt, denke ich schon an den kommenden Gegner.»

Seit dem 2. Februar tut er es noch etwas intensiver als zuvor. Das ist der Tag, an dem Huber sein erstes Spiel als Stammgoalie der Zürcher macht. «Vorher waren die Trainings mit der ersten Mannschaft fast wichtiger für mich als die Spiele mit der U21», gibt Huber zu.

Kein Wunder. Schliesslich waren die Trainings die beste Gelegenheit, das Trainerteam von einer Wachablösung im Zürcher Tor zu überzeugen. Und Huber muss ganz besonders stark trainiert haben.

Mitchell van der Gaag (55) wollte ihn schon im Herbst 2025 befördern. Der Holländer verlor aber den Machtkampf mit Klub-Urgestein Yanick Brecher (33) und seinen Job als FCZ-Trainer. Huber musste Geduld beweisen – und beerbte Brecher dann doch.

Zwei Trainerwechsel in einer Saison. Der Abgang des Sportchefs. Ein abgesetzter Captain. Ein Team am Rand des Abstiegskampfs. Das bedeutet viel Druck für einen jungen Goalie, der seine ersten Profispiele bestreitet. Und doch will Huber in der ganzen Zeit keine Unruhe wahrgenommen haben: «Mit mir wurde immer geredet. Ich wusste, was Sache ist.»

Alles rundum ausblenden. Sich ganz auf sich selbst und die eigene Leistung konzentrieren. Auch das so eine Fähigkeit, die braucht, wer es als Torhüter weit bringen will. Zum Beispiel, wenn man wie Huber in zwei Spielen mit der Schweizer U21-Nati zwölf Gegentore verdauen muss.

Immer an den nächsten Ball denken

«Du musst als Goalie sehr aufpassen, dass du dich auf deine Leistung konzentrierst, egal, wie das Spiel gerade steht», sagt Huber: «Es ist sehr wichtig, dass du immer gleich an den nächsten Ball denkst.»

Das ist dann der Moment, in dem ihn Marcel Koller (65) unterbricht. «Du hältst ja auch viel. Es ist nicht jeder Schuss ein Treffer», hält der FCZ-Trainer mit einem Lächeln fest. Klar. Als Chef redet er lieber über die positiven Seiten. Und lobt seinen Goalie dann mit Nachdruck: «Erstens hat er die perfekte Grösse. Ich bekomme bei der Begrüssung jeweils eine Nackenstarre. Dann ist er sehr ruhig. Da darf er sich als Persönlichkeit noch etwas weiter entwickeln. Aber er ist auf einem guten Weg. Ein fantastischer Goalie.»

Einer, dem schon früh nachgesagt wurde, dass er einer fürs Nationalteam sein könnte. «Klar ist das ein Ziel», sagt er selbst zur Nati, «aber derzeit muss ich mir dazu keinen Gedanken machen. Ich sehe ja, wo Gregor Kobel spielt. Da bin ich noch weit davon entfernt.»

Weiter jedenfalls als sein Wohnort vom Brügglifeld, wo der FCZ am Sonntag aus dem Cup ausgeschieden ist. Huber lebt noch bei seinen Eltern zuhause in Oberentfelden gleich neben Aarau. «Ich lebe gerne dort», sagt Huber mit einem gewissen Lokalstolz.

Der Bruder musste wegen ihm Sprüche anhören

Weil er den FC Aarau schon nach der U18 verlassen hat, sind die Bindungen zum alten Verein nicht mehr so stark. Gut für ihn, weil er so nach dem 0:2 im Cup keine blöden Sprüche über sich ergehen lassen musste.

Die bekam sein Bruder Jonah (18) zu hören. Der Innenverteidiger spielt in der U19 der Aarauer und musste für seinen älteren Bruder hinhalten. «Klar, er unterstützt mich», hält Silas Huber fest.

Auch am Samstag, wenn er in seinem 23. Ligaspiel für den FCZ wieder einmal versucht, zu null zu spielen. Das ist ihm in der Super League bislang erst einmal gelungen, gegen Winterthur. «Es wäre mal wieder Zeit», sagt Silas Huber. Von Unsicherheit ist nichts zu spüren.

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
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FC Lugano
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10
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BSC Young Boys
BSC Young Boys
10
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3
FC Sion
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FC St. Gallen
FC St. Gallen
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FC Zürich
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Servette FC
Servette FC
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FC Basel
FC Basel
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FC Luzern
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FC Thun
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FC Vaduz
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Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
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FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
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6
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