Ex-Nati-Star Ohrel erinnert sich an die WM in den USA
«Es ging richtig zur Sache!»

Als 1994 die WM erstmals in den USA stattfand, war auch die Nati mit dabei – erstmals nach 28 Jahren. Die Helden von damals blicken zurück – und sagen, was sie ihren Nachfolgern 32 Jahre später zutrauen.
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Christophe Ohrel als Buffalo Bill verkleidet vor der WM 1994.
Foto: foto-net / Kurt Schorrer

Christophe Ohrel (58) gewann in seiner Karriere mit Servette den Meistertitel (1994) und mit Lausanne zweimal den Cup. Für die Nati absolvierte er 56 Länderspiele, nach der WM 1994 wechselte er nach Frankreich, wo er je eine Saison für Rennes und Saint-Etienne spielte, ehe er in die Schweiz zurückkehrte.

Was kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie dieses Foto als Buffalo Bill sehen?
Christophe Ohrel: Nur schöne Erinnerungen! Das Lustige daran ist: Ich reite eigentlich gar nicht, aber dank dieses Fotos sieht es so aus, als hätte ich das schon mein ganzes Leben lang gemacht (lacht). Mich hat diese ganze Buffalo-Bill-Atmosphäre total angesprochen. Das Pferd war zum Glück ganz ruhig, denn ich bin überhaupt kein guter Reiter.

Welcher Moment der WM 1994 ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Wenn man den Silverdome in Detroit betrat, dieses geschlossene Stadion mit 70'000 tobenden Fans … Auf dem Spielfeld verstand man sich kaum. Es war extrem heiss und schwül, eine echte Sauna. Am Vortag hatten wir im Stadion trainiert, dort gab es eine Klimaanlage, es war angenehm. Aber am nächsten Tag ging es richtig zur Sache! Es war etwas ganz Besonderes, das erste WM-Spiel für uns alle und für die Schweiz nach 28 Jahren, dazu noch gegen den Gastgeber.

Mit wem teilten Sie das Zimmer?
Während der WM hatten wir Einzelzimmer. Ansonsten teilte ich mir oft ein Zimmer mit Marco Pascolo und später mit Alexandre Comisetti. Ansonsten mit Marc Hottiger oder Stéphane Chapuisat, wenn einer von beiden nicht da war.

Gibt es eine besondere Marotte eines Zimmergenossen?
Nein, Marco ist ein sehr ruhiger Typ, viel weniger ausgelassen als ich.

Was machten Sie in Ihrer Freizeit?
Ich habe oft mit Stéph (Chapuisat) und Marc (Hottiger) gejasst.

Mit wem haben Sie Ihre Trikots nach den Spielen getauscht?
Ich habe die vier Trikots der Gegner, aber ich kann mich nicht mehr an die Spieler erinnern. Eines meiner eigenen Trikots habe ich behalten. Kürzlich hat es einer der Cousins meiner Frau bei einer Veranstaltung getragen, ein Original der WM 1994 – das war schön.

Wer war Ihr bester Kumpel in der Nati?
Stéph und Marc. Das Spiel am Samstag gegen Katar werden wir übrigens bei mir zu Hause zusammen mit Stéph anschauen.

Mit welchen weiteren Spielern von damals haben Sie noch Kontakt?
In den letzten zwei Jahren war ich leider viel seltener bei den Legendenspielen dabei. Die Knie machen ein bisschen Probleme, vor allem nach einem Spiel – dann kann ich drei Tage lang nicht gehen. Aber Zeit mit den Jungs zu verbringen, ist immer schön.

Wie verfolgen Sie diese WM?
Vor dem Fernseher. Ich versuche immer, etwas für die Nati-Spiele zu organisieren und Freunde einzuladen.

Wie weit kommt die Schweiz?
Das Wichtigste ist der Achtelfinal und ein mögliches Duell gegen Portugal. Alles, was darüber hinausgeht, ist ein Bonus.

Wer wird Weltmeister?
Das grösste Potenzial hat Frankreich. Der Verband hat zwei Mannschaften, die es bis in den Final schaffen könnten.

Was war Ihr schönstes Erlebnis als Fussballer?
Einmal die WM-Qualifikation in Zürich, als wir Estland besiegt haben. Und dann das Spiel gegen Rumänien, das beste unserer Generation gegen eine grosse Mannschaft. Wir haben uns das Spiel vor sechs oder sieben Jahren in Solothurn zusammen noch einmal angeschaut. Ich muss sagen, wir waren wirklich nicht schlecht! In diesem Spiel war alles dabei: Technik, Pressing, Qualität. Dreissig Jahre später reden die Leute praktisch nur noch von diesem Spiel. Wir haben eine ganze Generation von Menschen in der Schweiz geprägt.

Der beste Schweizer Fussballer aller Zeiten?
Für mich ist es Chappi. Und wenn du ihn heute in seinem Alter noch spielen siehst, weisst du auch warum. Er war der Erste, der sich im Ausland durchgesetzt hat, bei einem der besten Klubs Deutschlands. Es gab auch Alain Sutter und Ciriaco Sforza, heute ist es Granit Xhaka. Aber Stéph hat allen anderen die Türen geöffnet. Er ist der Pionier.

Wer war Ihr bester Gegen- und Mitspieler?
Der Beste ist Chappi. Und was die Gegner angeht, hatte ich das Glück, gegen Zinédine Zidane zu spielen, als er noch jung und in Bordeaux war. In Frankreich habe ich gegen fast die gesamte Mannschaft von 1998 gespielt. Marcel Desailly, Christophe Dugarry… Aber der Stärkste war Zidane.

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
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1
Mexiko
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0
0
2
Südafrika
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0
0
3
Südkorea
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0
0
4
Tschechien
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K.o.-Phase
Gruppe B
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1
Kanada
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0
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2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
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3
Katar
Katar
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Schweiz
Schweiz
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K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
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1
Brasilien
Brasilien
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Marokko
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Haiti
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Schottland
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K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
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USA
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0
0
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2
Paraguay
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Australien
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Türkei
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K.o.-Phase
Gruppe E
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Deutschland
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Curacao
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Elfenbeinküste
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Ecuador
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K.o.-Phase
Gruppe F
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Niederlande
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Japan
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Tunesien
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Gruppe G
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Belgien
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Ägypten
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Iran
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Neuseeland
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Gruppe H
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Spanien
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Kap Verde
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Saudi Arabien
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Uruguay
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Gruppe I
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Frankreich
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Irak
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Norwegen
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Gruppe J
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Argentinien
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Algerien
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Österreich
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Jordanien
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K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
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Portugal
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Demokratische Republik Kongo
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Usbekistan
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Kolumbien
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K.o.-Phase
Gruppe L
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England
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Kroatien
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Panama
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