Yvan Quentin erinnert sich an die WM in den USA
«Wir wurden wie Staatschefs chauffiert»

Als 1994 die WM erstmals in den USA stattfand, war auch die Nati mit dabei – erstmals nach 28 Jahren. Die Helden von damals blicken zurück – und sagen, was sie ihren Nachfolgern 32 Jahre später zutrauen.
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Yvan Quentin posiert im Rahmen der WM 1994 als Football-Spieler.
Foto: foto-net / Kurt Schorrer

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Yvan Quentin, 56, ehemaliger Nati-Spieler, über Karriere und WM-Erinnerungen
  • 60'000 Franken WM-Prämie 1994, deutlich weniger als heute
  • 41 Länderspiele, Cupsieger 1997 mit Sion, arbeitet jetzt im Wallis

Yvan Quentin (56) spielte in seiner Karriere für Sion, Xamax und den FC Zürich und feierte zwei Meistertitel und drei Cupsiege. Für die Nati bestritt er 41 Länderspiele und nahm an der WM 1994 und EM 1996 teil. Seine Karriere liess der Walliser in Malta ausklingen. Heute arbeitet er im Bereich Human Resources in der Administration des Kantons Wallis.

Was kommt Ihnen bei diesem Foto als Footballer in den Sinn?
Yvan Quentin: Ich entschied mich für American Football, weil das dort die bekannteste Sportart ist. Ich hätte mir vieles vorstellen können, aber als Freiheitsstatue wollte ich nicht verkleidet sein (lacht).

Welcher Moment der WM 1994 ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Wir wurden wie Staatschefs chauffiert. Wir hatten vier oder fünf Polizeiautos vor und hinter uns, dazu Motorradpolizisten. Sie sperrten alle Strassen ab, wenn wir zum Training oder zu den Spielen fuhren. Das machte schon Eindruck. Alles war gut organisiert, wir standen keine Minute im Stau. Und dann war noch dieser berühmte Silverdome in Detroit, in dem man in einer geschlossenen Halle spielt und wo es nach Popcorn roch.

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TOTO MARTI

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TOTO MARTI

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Was habt Ihr in Eurer Freizeit gemacht?
Uns stand ein Spielzimmer zur Verfügung mit Tischfussball und Flipperautomaten. Aber ich war nicht oft dort. Und es war auch noch nicht die Zeit der Spielkonsolen. Also ging es zwischen den Spielen hauptsächlich um Behandlungen und Erholung. Langeweile kam nicht auf, wir hatten genug zu tun.

Mit wem haben Sie die Trikots getauscht?
Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, nach dem Spiel passierte das ganz spontan. Es ging nicht darum, den Star der anderen Mannschaft zu ergattern, sondern etwas als Andenken zu behalten, denn damals qualifizierte sich die Schweiz ja nicht alle vier Jahre für eine WM.

Wie viel Prämien haben Sie erhalten?
Das waren wohl so um die 60'000 Franken. Das ist viel weniger als heute, aber für einen Schweizer, der in der Schweiz spielte, war das schon eine sehr schöne Prämie. Man musste aber alle Spiele bestritten haben, zudem gab es Siegprämien. Aber das Steueramt hat uns nicht verschont (lacht).

Wer war Ihr bester Freund in der Nati?
Der «beste Freund» ist vielleicht der falsche Ausdruck – im Fussball hatte ich nie einen solchen. Wir waren praktisch die Abwehr von Sion in den USA, da ist es klar, dass man zu manchen eine etwas engere Bindung hat. Wir Westschweizer hielten eher zusammen. Aber ich hatte das Glück, mich mit allen gut zu verstehen.

Mit wem haben Sie heute noch Kontakt?
Bei den Legenden-Spielen sehe ich einige jeweils wieder, zudem habe ich einige Nati-Spieler kennengelernt, die lange vor mir gespielt haben. Ansonsten treffe ich gelegentlich meine ehemaligen Teamkollegen Marco Pascolo und Alain Geiger, die im Wallis und nicht weit weg wohnen. Und ich habe auch Freunde ausserhalb der Nati behalten. Wenn ich nach Zürich fahre, schicke ich Urs Fischer jeweils eine Nachricht.

Wie weit kommt die Schweiz?
Zunächst einmal müssen wir die Vorrunde überstehen. Ich glaube, Platz 1 in der Gruppe ist machbar. Was den Achtelfinal angeht, hängt es vom Gegner ab. Da kann wirklich alles passieren.

Wer wird Weltmeister?
Ich habe keinen Favoriten. Ich mag die Engländer, ihre Mentalität. Ich habe den englischen Fussball schon immer gemocht und ziehe ihn dem französischen oder italienischen vor.

Was war Ihr schönstes Erlebnis als Fussballer?
Ich hatte das Glück, mehrere Cupfinals und Schweizer Meistertitel zu gewinnen. Ausserdem habe ich an einer WM und EM teilgenommen. Vielleicht ist es der Cupsieg mit Sion 1997, aber es gab zu viele Highlights, in dieser Hinsicht hatte ich grosses Glück.

Wer ist der beste Schweizer Fussballer der Geschichte?
Chappi war einer der ersten Schweizer, der bei einem grossen Verein im Ausland spielte und bei Dortmund Stammspieler war. Shaqiri hat bei mehreren Vereinen im Ausland gespielt, aber war nie wirklich Stammspieler, weshalb ich Stéph vorziehen würde. Dann haben wir auch noch Xhaka, der eine grossartige Karriere hinlegt. Man hört zwar nicht so viel von ihm, er ist kein Star wie Ronaldo oder Mbappé, aber wo immer er hingeht, klappt es.

Die Helden der WM 1994: Marc Hottiger erinnert sich zurück

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
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Mexiko
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Südafrika
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Südkorea
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Tschechien
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Gruppe B
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Kanada
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Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
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Katar
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Schweiz
Schweiz
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Gruppe C
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Brasilien
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Haiti
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Gruppe D
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Australien
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Gruppe E
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Deutschland
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Curacao
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Ecuador
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Uruguay
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Algerien
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Gruppe K
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Portugal
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Demokratische Republik Kongo
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Usbekistan
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Kolumbien
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