«Die sechs Monate Pause machen mir ein bisschen Angst»
2:49
Das Fazit von U21-Coach Frei:«Die sechs Monate Pause machen mir ein bisschen Angst»

«Egoistische Dinge getan»
Alex Freis knackige Start-Bilanz als U21-Coach

Die Nati-Legende ist zurück an der Seitenlinie. Alex Frei hatte seine U21-Schäfchen nun erstmals beisammen. Sein Fazit nach gut einer Woche mit dem Team reicht von «super» über «überraschend» bis zu «grauenvoll».
Kommentieren
1/7
Hat viel zu sagen: Alex Frei bei seinem zweiten Spiel mit der U21-Nati – und danach vor dem Mikrofon.
Foto: Zamir Loshi/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Kantig vor dem Mikrofon: Alex Frei zieht erste Bilanz
  • Er sagt: Anstand und Respekt nicht immer voll da
  • Professionalität der Spieler neben dem Platz hat ihn überrascht
RMS_Portrait_AUTOR_465.JPG
Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

Nein, zufrieden ist Alex Frei nicht, als er am späten Dienstagabend in den Katakomben der Thuner Stockhorn-Arena vor das Blick-Mikrofon tritt. Soeben hat der ehemalige Nati-Stürmerstar seinen ersten Zusammenzug als U21-Trainer der Schweiz hinter sich. Die Pflicht haben die jungen Schweizer in der EM-Quali gegen die Underdogs von den Färöern (1:0) und Estland (2:1) zwar erfüllt – jedoch alles andere als souverän.

Das klingt nach dem knappen Sieg gegen Estland in den Worten von Frei dann so: «Wir haben gewonnen, weil wir als Team und individuell besser besetzt sind, aber nicht, weil wir es verdient hätten. Das war eine Chancenauswertung des Grauens.» Exakt zwei Jahre nach dem Ende des Engagements in Aarau ist der 46-Jährige wieder zurück im Trainerjob. Knackig in seiner Wortwahl ist er geblieben.

Die knackigen Worte von U21-Coach Alex Frei nach Quali-Spiel
1:52
«Auswertung des Grauens»:Die knackigen Worte von U21-Coach Alex Frei nach Quali-Spiel

«Jeden Match mit Anstand und Respekt zu Ende zu spielen»

Gegen Estland zieht seine U21-Nati ein praktisch 90-minütiges Powerplay auf. Pure Dominanz bei den Spielanteilen. Doch das prominent bestückte Team mit Spielern aus der Serie A (Britschgi, Athekame) und Bundesliga (Ogbus) wird nach dem frühen Führungstor durch Sion-Juwel Boteli (8.) und zwei Lattenschüssen (4., 32.) übermütig.

Frei ist gar nicht erfreut: «Die Mannschaft hat 25 Minuten so gespielt, wie wir es besprochen haben. Dann hat sie begonnen, Dinge zu tun, die überhaupt nicht geplant waren. Auch egoistische Dinge. Die Spieler müssen lernen, jeden Match mit Anstand und Respekt gegenüber dem Gegner zu Ende zu spielen.»

Diese Lektion ist bestimmt auch an Milan-Verteidiger Athekame gerichtet, der an der Seitenlinie den Ball mit beiden Füssen einklemmen und über zwei Gegner lupfen will, wie es einst Brasil-Kicker Ronaldinho in seltenen Fällen versucht hat – oder später Künstler wie Neymar. Athekame scheitert damit kläglich. Prompt kassiert die Schweiz wenig später den zwischenzeitlichen Ausgleich (30.). Ein längeres Zittern folgt, bis FCZ-Youngster Tsawa in der 65. Minute das Siegtor erzielt.

Alex Frei braucht in seiner weiteren Analyse das gesamte Spektrum: «Spielerisch war alles, was nach vorne ging, sehr gut. Die Auswertung der Torchancen war schlecht – und die defensive Absicherung bei gegnerischen Kontern war ebenfalls des Grauens.» 

Sein erster Zusammenzug? Da erhellt sich die Miene

Gehts ums grössere Bild, werden die Worte von Alex Frei merklich positiver. Die Bilanz nach seinem ersten Zusammenzug: «Super! Es sind unglaublich tolle Jungs. Wie auch der Trainerstab. Es waren kurzweilige zehn Tage.»

«Überraschend» findet Frei trotzdem etwas. «Das professionelle Verhalten. Die Einstellung zum Beruf, die Regeneration, Ernährung. Das ist viel weiter entwickelt, als es bei uns war. Man kann darüber diskutieren, ob das besser ist oder nicht.»

Fast schon zu professionell neben dem Platz also? Das muss die Nati-Legende (84 Spiele, 42 Tore) genauer erklären. «Es ist nicht so, dass wir damals viermal in der Woche Pommes frites assen. Aber manchmal wünsche ich mir eine bessere Dosierung bei den Jungs zwischen Anspannung und Entspannung. Das kriegen sie noch nicht so gut hin.» Was wirklich zähle, sei alles nach dem Anpfiff.

Den nächsten Anpfiff in einem Pflichtspiel gibts dann erst in einem halben Jahr wieder für Freis U21-Nati. Die restlichen drei Spiele der EM-Quali stehen an. Eine direkte Quali liegt wegen der Hypothek aus der Vor-Frei-Zeit im letztem Herbst (Patzer gegen Island, Blamage in Luxemburg) weiterhin ziemlich weit entfernt. Für die Teilnahme an den EM-Playoffs hat Frei die U21-Nati aber wieder auf Kurs gebracht.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

Füge jetzt die Fussball-Nati deinen Teams hinzu, um nichts mehr zu verpassen. 

WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
0
0
0
2
Südafrika
Südafrika
0
0
0
3
Südkorea
Südkorea
0
0
0
4
Tschechien
Tschechien
0
0
0
Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
0
0
0
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
0
0
0
3
Katar
Katar
0
0
0
4
Schweiz
Schweiz
0
0
0
Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
0
0
0
2
Marokko
Marokko
0
0
0
3
Haiti
Haiti
0
0
0
4
Schottland
Schottland
0
0
0
Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
0
0
0
2
Paraguay
Paraguay
0
0
0
3
Australien
Australien
0
0
0
4
Türkei
Türkei
0
0
0
Playoffs
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
0
0
0
2
Curacao
Curacao
0
0
0
3
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
0
0
0
4
Ecuador
Ecuador
0
0
0
Playoffs
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
0
0
0
2
Japan
Japan
0
0
0
3
Schweden
Schweden
0
0
0
4
Tunesien
Tunesien
0
0
0
Playoffs
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
0
0
0
2
Ägypten
Ägypten
0
0
0
3
Iran
Iran
0
0
0
4
Neuseeland
Neuseeland
0
0
0
Playoffs
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
0
0
0
2
Kap Verde
Kap Verde
0
0
0
3
Saudi Arabien
Saudi Arabien
0
0
0
4
Uruguay
Uruguay
0
0
0
Playoffs
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
0
0
0
2
Senegal
Senegal
0
0
0
3
Irak
Irak
0
0
0
4
Norwegen
Norwegen
0
0
0
Playoffs
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
0
0
0
2
Algerien
Algerien
0
0
0
3
Österreich
Österreich
0
0
0
4
Jordanien
Jordanien
0
0
0
Playoffs
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
0
0
0
2
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
0
0
0
3
Usbekistan
Usbekistan
0
0
0
4
Kolumbien
Kolumbien
0
0
0
Playoffs
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
0
0
0
2
Kroatien
Kroatien
0
0
0
3
Ghana
Ghana
0
0
0
4
Panama
Panama
0
0
0
Playoffs
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Alte Kommentare, neues System.
Da wir unser Kommentartool gewechselt haben, kannst du unter diesem Artikel nichts mehr posten. Bei allen neuen Storys kannst du aber wie gewohnt mitdiskutieren.
Meistgelesen