«Die sechs Monate Pause machen mir ein bisschen Angst»
2:49
Das Fazit von U21-Coach Frei:«Die sechs Monate Pause machen mir ein bisschen Angst»

«Egoistische Dinge getan»
Alex Freis knackige Start-Bilanz als U21-Coach

Die Nati-Legende ist zurück an der Seitenlinie. Alex Frei hatte seine U21-Schäfchen nun erstmals beisammen. Sein Fazit nach gut einer Woche mit dem Team reicht von «super» über «überraschend» bis zu «grauenvoll».
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Hat viel zu sagen: Alex Frei bei seinem zweiten Spiel mit der U21-Nati – und danach vor dem Mikrofon.
Foto: Zamir Loshi/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Kantig vor dem Mikrofon: Alex Frei zieht erste Bilanz
  • Er sagt: Anstand und Respekt nicht immer voll da
  • Professionalität der Spieler neben dem Platz hat ihn überrascht
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Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

Nein, zufrieden ist Alex Frei nicht, als er am späten Dienstagabend in den Katakomben der Thuner Stockhorn-Arena vor das Blick-Mikrofon tritt. Soeben hat der ehemalige Nati-Stürmerstar seinen ersten Zusammenzug als U21-Trainer der Schweiz hinter sich. Die Pflicht haben die jungen Schweizer in der EM-Quali gegen die Underdogs von den Färöern (1:0) und Estland (2:1) zwar erfüllt – jedoch alles andere als souverän.

Das klingt nach dem knappen Sieg gegen Estland in den Worten von Frei dann so: «Wir haben gewonnen, weil wir als Team und individuell besser besetzt sind, aber nicht, weil wir es verdient hätten. Das war eine Chancenauswertung des Grauens.» Exakt zwei Jahre nach dem Ende des Engagements in Aarau ist der 46-Jährige wieder zurück im Trainerjob. Knackig in seiner Wortwahl ist er geblieben.

Die knackigen Worte von U21-Coach Alex Frei nach Quali-Spiel
1:52
«Auswertung des Grauens»:Die knackigen Worte von U21-Coach Alex Frei nach Quali-Spiel

«Jeden Match mit Anstand und Respekt zu Ende zu spielen»

Gegen Estland zieht seine U21-Nati ein praktisch 90-minütiges Powerplay auf. Pure Dominanz bei den Spielanteilen. Doch das prominent bestückte Team mit Spielern aus der Serie A (Britschgi, Athekame) und Bundesliga (Ogbus) wird nach dem frühen Führungstor durch Sion-Juwel Boteli (8.) und zwei Lattenschüssen (4., 32.) übermütig.

Frei ist gar nicht erfreut: «Die Mannschaft hat 25 Minuten so gespielt, wie wir es besprochen haben. Dann hat sie begonnen, Dinge zu tun, die überhaupt nicht geplant waren. Auch egoistische Dinge. Die Spieler müssen lernen, jeden Match mit Anstand und Respekt gegenüber dem Gegner zu Ende zu spielen.»

Diese Lektion ist bestimmt auch an Milan-Verteidiger Athekame gerichtet, der an der Seitenlinie den Ball mit beiden Füssen einklemmen und über zwei Gegner lupfen will, wie es einst Brasil-Kicker Ronaldinho in seltenen Fällen versucht hat – oder später Künstler wie Neymar. Athekame scheitert damit kläglich. Prompt kassiert die Schweiz wenig später den zwischenzeitlichen Ausgleich (30.). Ein längeres Zittern folgt, bis FCZ-Youngster Tsawa in der 65. Minute das Siegtor erzielt.

Alex Frei braucht in seiner weiteren Analyse das gesamte Spektrum: «Spielerisch war alles, was nach vorne ging, sehr gut. Die Auswertung der Torchancen war schlecht – und die defensive Absicherung bei gegnerischen Kontern war ebenfalls des Grauens.» 

Sein erster Zusammenzug? Da erhellt sich die Miene

Gehts ums grössere Bild, werden die Worte von Alex Frei merklich positiver. Die Bilanz nach seinem ersten Zusammenzug: «Super! Es sind unglaublich tolle Jungs. Wie auch der Trainerstab. Es waren kurzweilige zehn Tage.»

«Überraschend» findet Frei trotzdem etwas. «Das professionelle Verhalten. Die Einstellung zum Beruf, die Regeneration, Ernährung. Das ist viel weiter entwickelt, als es bei uns war. Man darüber diskutieren, ob das besser ist oder nicht.»

Fast schon zu professionell neben dem Platz also? Das muss die Nati-Legende (84 Spiele, 42 Tore) genauer erklären. «Es ist nicht so, dass wir damals viermal in der Woche Pommes Frites assen. Aber manchmal wünsche ich mir eine bessere Dosierung bei den Jungs zwischen Anspannung und Entspannung. Das kriegen sie noch nicht so gut hin.» Was wirklich zähle, sei alles nach dem Anpfiff.

Den nächsten Anpfiff in einem Pflichtspiel gibts dann erst in einem halben Jahr wieder für Freis U21-Nati. Die restlichen drei Spiele der EM-Quali stehen an. Eine direkte Quali liegt wegen der Hypothek aus der Vor-Frei-Zeit im letztem Herbst (Patzer gegen Island, Blamage in Luxemburg) weiterhin ziemlich weit entfernt, für die Teilnahme an den EM-Playoffs hat Frei die U21-Nati aber wieder auf Kurs gebracht.

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WM-Quali Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
6
13
15
2
Slowakei
Slowakei
6
-2
12
3
Nordirland
Nordirland
6
1
9
4
Luxemburg
Luxemburg
6
-12
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
6
12
14
2
Kosovo
Kosovo
6
1
11
3
Slowenien
Slowenien
6
-5
4
4
Schweden
Schweden
6
-8
2
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
6
6
13
2
Dänemark
Dänemark
6
9
11
3
Griechenland
Griechenland
6
-2
7
4
Belarus
Belarus
6
-13
2
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
6
12
16
2
Ukraine
Ukraine
6
-1
10
3
Island
Island
6
2
7
4
Aserbaidschan
Aserbaidschan
6
-13
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
6
19
16
2
Türkei
Türkei
6
5
13
3
Georgien
Georgien
6
-8
3
4
Bulgarien
Bulgarien
6
-16
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
6
13
13
2
Irland
Irland
6
2
10
3
Ungarn
Ungarn
6
1
8
4
Armenien
Armenien
6
-16
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
8
23
20
2
Polen
Polen
8
7
17
3
Finnland
Finnland
8
-6
10
4
Malta
Malta
8
-15
5
5
Litauen
Litauen
8
-9
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Österreich
Österreich
8
18
19
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
8
10
17
3
Rumänien
Rumänien
8
9
13
4
Zypern
Zypern
8
0
8
5
San Marino
San Marino
8
-37
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Norwegen
Norwegen
8
32
24
2
Italien
Italien
8
9
18
3
Israel
Israel
8
-1
12
4
Estland
Estland
8
-13
4
5
Moldawien
Moldawien
8
-27
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
8
22
18
2
Wales
Wales
8
10
16
3
Nordmazedonien
Nordmazedonien
8
3
13
4
Kasachstan
Kasachstan
8
-4
8
5
Liechtenstein
Liechtenstein
8
-31
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
8
22
24
2
Albanien
Albanien
8
2
14
3
Serbien
Serbien
8
-1
13
4
Lettland
Lettland
8
-10
5
5
Andorra
Andorra
8
-13
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kroatien
Kroatien
8
22
22
2
Tschechien
Tschechien
8
10
16
3
Färöer
Färöer
8
2
12
4
Montenegro
Montenegro
8
-9
9
5
Gibraltar
Gibraltar
8
-25
0
Qualifiziert
Playoffs
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