Darum gehts
- Fifa kämpft 2026 mit Rasenproblemen in drei Ländern mit unterschiedlichem Klima
- Schweiz trainiert auf Bermuda-Gras, ideal für Hitze, aber gelenkbelastend
- 104 Spiele, 16 Stadien, 178 Trainingsplätze: enorme logistische Herausforderung für Fifa
Vier Jahre nach der Weltmeisterschaft in Katar, wo sich alle Stadien in einem Mikroklima auf einer Fläche von nur wenigen Dutzend Quadratkilometern befanden, steht die Fifa in diesem Jahr vor einer grossen Herausforderung: die Einheitlichkeit des Wettbewerbs in Bezug auf die Rasenflächen zu gewährleisten, obwohl die 104 Spiele in drei Ländern mit sehr unterschiedlichen klimatischen Bedingungen ausgetragen werden.
«Selbst in Russland war es weniger kompliziert, obwohl das Land ebenfalls sehr gross ist. Aber es gab weniger Unterschiede in der Luftfeuchtigkeit. In diesem Jahr sind die klimatischen Bedingungen zwischen Guadalajara und Vancouver sehr verschieden», sagt Pierre-Yves Bovigny, Dozent an der Hochschule für Landschaft, Technik und Architektur in Genf und «Rasen-Experte» beim Schweizerischen Fussballverband, gegenüber Blick.
Komplexe Ausgangslage
«Was in diesem Jahr für die Ausrichtung dieser Weltmeisterschaft in Bezug auf die Rasenflächen getan wurde, ist einzigartig. Man muss sich zunächst einmal klarmachen, dass die Hälfte der 16 Stadien Kunstrasen hatte, der in Naturrasen umgewandelt werden musste. Und es gibt zudem fünf Stadien mit einem einfahrbaren Dach, die weniger Licht durchlassen. Die Ausgangslage ist ziemlich komplex», fährt der Experte fort.
Nicht zu vergessen ist, dass es bei weitem nicht nur die 16 Spielrasen zu pflegen gilt, sondern auch die 84 Standorte und 178 Trainingsplätze. Die Fifa hat sich daher insbesondere an zwei Universitäten gewandt, um ihren Prozess zu optimieren: an die von Tennessee und Michigan State. «Für die Frauen-EM 2025 in der Schweiz hatten wir die Kunstrasenplätze von YB und Thun durch Naturrasen ersetzt, aber die in den USA angewandte Methode ist noch einmal anders», erklärt Pierre-Yves Bovigny.
Schweiz trainiert auf Bermuda-Gras
Eine wichtige Frage betrifft insbesondere die Wahl der verwendeten Grasarten. Die Schweiz trainiert in San Diego auf Bermuda-Gras-Plätzen, einer extrem hitzeverträglichen Sorte. «Das ist sehr gut, denn sie spielt auch in Los Angeles auf diesem Rasen, der für heisse und trockene Klimazonen ausgelegt ist. Das garantiert eine gewisse Einheitlichkeit zwischen dem Training und dem Spiel.» Gegen Katar half das aber noch nicht – auch in San Francisco kickte die Nati auf Bermuda-Gras.
Der Rasen, auf dem die Schweizer seit ihrer Ankunft in Kalifornien trainieren, ist ideal für warmes Klima, bietet jedoch keinen grossen Komfort für die Gelenke und ist anstrengender als andere Rasenarten. «Jeder Rasen hat seine Besonderheiten, sei es in Bezug auf die Energierückgabe, den Gelenkkomfort, die Rotationsfestigkeit», ergänzt der Spezialist. Das Verletzungsrisiko ist auf einem Bermuda-Rasen daher höher als auf anderen Rasenarten. «Ich habe den SFV auf all diese Parameter aufmerksam gemacht», versichert Pierre-Yves Bovigny.
Aebischer merkt Unterschied
Für kühlere Klimazonen, sei es in Kanada oder im Norden der USA, sind einige Stadien mit Mischungen aus Raygras und Bluegrass ausgestattet, die in Europa, Vancouver und New York verwendet werden. Auch die Sorten Kikuyu und Paspalum kommen zum Einsatz. «Es wird die erste Weltmeisterschaft sein, bei der auf vier verschiedenen Rasensorten gespielt wird.»
Derzeit zeigen sich die Spieler der Schweizer Nationalmannschaft sehr zufrieden mit der Qualität der Rasenflächen, die sie in der Jewish Academy in San Diego, ihrem Trainingszentrum, vorfinden. «Der Rasen ist perfekt», bestätigt Michel Aebischer, der aber einen Unterschied zu den europäischen Feldern spürt: «Ja, der Rasen ist sicherlich etwas härter, er ist anders, etwas trockener. Das macht einen Unterschied, wenn man das Spiel schnell machen will.»
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Mexiko | 1 | 2 | 3 | |
2 | Südkorea | 1 | 1 | 3 | |
3 | Tschechien | 1 | -1 | 0 | |
4 | Südafrika | 1 | -2 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schweiz | 1 | 0 | 1 | |
2 | Kanada | 1 | 0 | 1 | |
3 | Katar | 1 | 0 | 1 | |
4 | Bosnien und Herzegowina | 1 | 0 | 1 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schottland | 1 | 1 | 3 | |
2 | Marokko | 1 | 0 | 1 | |
3 | Brasilien | 1 | 0 | 1 | |
4 | Haiti | 1 | -1 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | USA | 1 | 3 | 3 | |
2 | Australien | 1 | 2 | 3 | |
3 | Türkei | 1 | -2 | 0 | |
4 | Paraguay | 1 | -3 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Deutschland | 1 | 6 | 3 | |
2 | Elfenbeinküste | 1 | 1 | 3 | |
3 | Ecuador | 1 | -1 | 0 | |
4 | Curacao | 1 | -6 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schweden | 1 | 4 | 3 | |
2 | Japan | 1 | 0 | 1 | |
3 | Niederlande | 1 | 0 | 1 | |
4 | Tunesien | 1 | -4 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Neuseeland | 1 | 0 | 1 | |
2 | Iran | 1 | 0 | 1 | |
3 | Belgien | 1 | 0 | 1 | |
4 | Ägypten | 1 | 0 | 1 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Uruguay | 1 | 0 | 1 | |
2 | Saudi Arabien | 1 | 0 | 1 | |
3 | Spanien | 1 | 0 | 1 | |
4 | Kap Verde | 1 | 0 | 1 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Frankreich | 0 | 0 | 0 | |
2 | Senegal | 0 | 0 | 0 | |
3 | Irak | 0 | 0 | 0 | |
4 | Norwegen | 0 | 0 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Argentinien | 0 | 0 | 0 | |
2 | Algerien | 0 | 0 | 0 | |
3 | Österreich | 0 | 0 | 0 | |
4 | Jordanien | 0 | 0 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Portugal | 0 | 0 | 0 | |
2 | Demokratische Republik Kongo | 0 | 0 | 0 | |
3 | Usbekistan | 0 | 0 | 0 | |
4 | Kolumbien | 0 | 0 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | England | 0 | 0 | 0 | |
2 | Kroatien | 0 | 0 | 0 | |
3 | Ghana | 0 | 0 | 0 | |
4 | Panama | 0 | 0 | 0 |
