Kubi sorgt sich um die Serie A
«Selbst die Türkei hat Italien überholt»

Blick-Kolumnist Kubilay Türkyilmaz sieht wegen des verhaltenen Mercato wenig Bewegung in die Serie A kommen. Seine Scudetto-Prognose: «Meister Inter Mailand ist unantastbar.» Insgesamt sieht Kubi eine Liga im Sinkflug, die einen Reset bräuchte.
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Blick-Kolumnist Kubilay Türkyilmaz sieht Italiens Fussball in einer dramatischen Krise, weshalb es einen Reset bräuchte.
Foto: Toto Marti

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Italiens Serie A verliert an Attraktivität und bleibt finanziell zurück
  • Topstars wechseln in die Türkei, dort gibt es bessere Stadien und besseres Marketing
  • Inter ist für Blick-Kolumnist Kubilay Türkyilmaz der klare Serie-A-Favorit, gefolgt von Napoli
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Kubilay TürkyilmazBlick-Kolumnist

Wenn ich mir den aktuellen Mercato in Italien so anschaue, so ist dies ein Markt der armen Leute. Die ganz grossen Namen kommen nicht mehr nach Italien.

Mittlerweile wartet man ab, ob sich gegen Ende des Transferfensters eine günstige Gelegenheit ergibt. Das Geld fehlt allenthalben. Für Spieler, für neue Stadien, für eine starke Liga. Da bleibt dann der Enthusiasmus auf der Strecke.

Selbst die Türkei hat Italien mittlerweile in Sachen Attraktivität überholt! Vor allem im finanziellen Bereich. Topstars der Serie A wie Dusan Vlahovic oder Romelu Lukaku wechseln an den Bosporus. Aber auch Superstars aus der Premier League wie Mo Salah oder Leandro Trossard. Auch die Stadien sind in der Süper Lig besser als in der Serie A. Selbst im Marketing haben die Türken Italien abgehängt.

Kann Napoli mit Allegri Meister Inter kitzeln?

Und weil es zu einem ziemlich armseligen Stillstand kommt, bleiben auch die Favoriten dieselben. Mit Inter als klarer Nummer eins. Die Mailänder haben im Tor Yann Sommer durch Ivan Provedel ersetzt, in der Verteidigung Stefan de Vrij durch John Stones sowie Denzel Dumfries durch Djed Spence. Kommen wird zudem Curtis Jones von Liverpool. Womit möglicherweise der eben von Brügge zurückgekaufte Ex-Luzerner Aleksandar Stankovic ausgeliehen wird. Unter dem Strich: Inter wird dann doch 70 bis 80 Millionen in die neue Mannschaft investiert haben.

Erster Herausforderer ist – auch das wie gehabt – Napoli. Das neu von Max Allegri gecoachte Team hatte bereits letzte Saison den Verletzungsausfall von Lukaku mit der Leihe von Rasmus Hojlund von Manchester United kompensiert, wodurch eine Kaufpflicht aktiviert wurde. Dasselbe gilt im Fall von Goalie Vanja Milinkovic-Savic. Allegri träumt überdies von Gabriel Jesus von Arsenal. Doch dazu müsste wohl zuerst Noa Lang verkauft werden. Ansonsten fehlt das Geld.

Grosses Gerangel um einen Champions-League-Platz

Richtig investiert hat eigentlich nur noch Juventus Turin. Die seit letzten Oktober von Luciano Spalletti trainierte alte Dame hat sich am stärksten bewegt. Mit Rückkehrer Randal Kolo Muani von PSG und Kerim Alajbegovic von Leverkusen hat man zwei namhafte Transfers getätigt. Bezeichnend: Ex-Leipzig-Star Luis Openda hat bei Juve keine Perspektive und wurde an Lyon ausgeliehen. Obwohl man über 40 Millionen Franken für den Belgier bezahlt hatte.

Doch das reicht dennoch nur für Platz drei. Aber immerhin: Damit würde Juve in die Champions League kommen. Heuer ist es bloss die Europa League. Um einen Königsklassenplatz spielen auch die Roma, Milan, das zwar investiert hat, aber weiter kein Meisterkandidat ist. Hinzu kommen Atalanta, Como, Fiorentina und Bologna. Das wird ein hübsches Gerangel geben. Wobei Bologna mit dem neuen Trainer Domenico Tedesco eine spannende Spielverderberrolle übernehmen könnte.

Global betrachtet braucht es in Italien aber einen Reset. Die vier anderen grossen Ligen haben die Serie A längst überholt. Selbst die französische Ligue 1. Italien muss aufpassen, da den Anschluss nicht zu verlieren. Was für ein Unterschied zu der Zeit rund um die WM 1990, als die Serie A die Nummer eins der Welt war und sich die Weltstars um die Plätze in den Kadern der Italo-Topklubs rangelten.

Dramatische Folgen der vernachlässigten Nachwuchsarbeit

Heute sieht man im Stiefel kaum noch «Fuoriclasse». Und auch einheimische Topstars – viele Italiener hängen ganz gerne am Rockzipfel der Mamma und wechseln selten in europäische Topligen – gibt es keine mehr. Eine Folge der ungenügenden und vernachlässigten Nachwuchsarbeit der letzten Jahre. Es gibt Diskussionen, ob eine Mindestzahl an eingesetzten Italienern vorgeschrieben werden soll. Aber wie so häufig in Bella Italia: Diskussionen ohne Ende. Und kein Resultat.

Die Besten des letzten Jahrzehnts waren die Protagonisten der Europameister-Abwehr um Giorgio Chiellini und Leonardo Bonucci. Das sagt alles.

Serie A 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
AC Mailand
AC Mailand
0
0
0
1
AC Monza
AC Monza
0
0
0
1
AC Florenz
AC Florenz
0
0
0
1
AS Rom
AS Rom
0
0
0
1
Atalanta BC
Atalanta BC
0
0
0
1
Bologna FC
Bologna FC
0
0
0
1
Cagliari Calcio
Cagliari Calcio
0
0
0
1
Como 1907
Como 1907
0
0
0
1
Frosinone Calcio
Frosinone Calcio
0
0
0
1
Genua CFC
Genua CFC
0
0
0
1
Inter Mailand
Inter Mailand
0
0
0
1
Juventus Turin
Juventus Turin
0
0
0
1
Lazio Rom
Lazio Rom
0
0
0
1
Parma Calcio
Parma Calcio
0
0
0
1
Sassuolo Calcio
Sassuolo Calcio
0
0
0
1
SSC Neapel
SSC Neapel
0
0
0
1
FC Turin
FC Turin
0
0
0
1
Udinese Calcio
Udinese Calcio
0
0
0
1
US Lecce
US Lecce
0
0
0
1
FC Venedig
FC Venedig
0
0
0
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