«Niedrigstes Verhalten»
Portugal-Legende Figo mit scharfer Kritik an Fifa-Boss Infantino

Luis Figo nimmt kein Blatt vor den Mund. Und äussert seine klare Meinung zur Fifa und Gianni Infantino. Dabei hat er nur eine Forderung: den Rücktritt des Präsidenten.
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Luis Figo hat seine Meinung geäussert.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

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  • Luis Figo fordert in der «Daily Mail» Infantinos sofortigen Rücktritt als Fifa-Präsident
  • Die portugiesische Fussball-Legende äussert scharfe Kritik
  • Figo wirft Infantino Täuschung, Egoismus und persönliche Bereicherung vor
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Blick Sportdesk

Luis Figo (53) hat Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) scharf attackiert und dessen sofortigen Rücktritt gefordert. «Ich könnte 10'000 Wörter über die Probleme bei der Fifa schreiben. Doch die Lösung besteht nur aus drei Worten: Infantino muss weg», so Figo in einem Gastbeitrag bei der britischen «Daily Mail».

Der frühere Captain der portugiesischen Nationalmannschaft und aktuelle Uefa-Berater warf Infantino vor, «das niedrigste, täuschendste und egoistischste Verhalten» an den Tag zu legen, das er in seinen 20 Jahren im Profifussball erlebt habe.

Der Ex-Spieler von Sporting, Barcelona, Real Madrid und Inter Mailand bezeichnete den Fifa-Chef als «Relikt der Vergangenheit», das keinen Platz in der Zukunft des Fussballs habe. Laut Figo seien viele von Infantinos Entscheidungen darauf ausgerichtet, persönliche Bereicherungen zu erzielen.

Infantino ist nicht transparent

Ein konkretes Beispiel für die Kritik ist der geheime Plan zur geplanten Teilprivatisierung der Fussball-Weltmeisterschaft, den Figo mit der umstrittenen Super League vergleicht. «Wenn es eine so gute Idee war, warum hat er sie nicht den Mitgliedern vorgestellt, als er sie vor dem WM-Final alle in einem Raum hatte?», fragte Figo. Er beschuldigte Infantino, nicht transparent über die Risiken und die finanziellen Verstrickungen zu sein, etwa über ein angebliches zukünftiges Gehalt von 30 Millionen Dollar pro Jahr. «Es ist nicht mutig, wenn man verschweigt, dass der Verkauf von Anteilen dauerhaft ist und zukünftige Generationen das Eigentum am Turnier verlieren.»

Die Spannungen zwischen Figo und Infantino sind nicht neu, doch die jüngsten Vorwürfe markieren einen Höhepunkt. Figo prangerte eine «Liste von Missbräuchen» an, darunter die Einflussnahme auf Disziplinarmassnahmen und die Umgehung von Spielregeln, um «Freunden einen Gefallen zu tun». Er verwies auch auf den jordanischen Prinzen Ali, der Infantino mafiöse Methoden vorwarf, um seine Macht zu sichern.

Figo bleibt dennoch optimistisch

Der ehemalige Ballon-d'Or-Gewinner forderte, die Milliardenreserven der Fifa in Infrastruktur und Trainerausbildung zu investieren: «Jedes Kind auf der Welt sollte die Chance haben, sich in diesen wunderschönen Sport zu verlieben.»

Figos Fazit fiel vernichtend aus: «Infantino hat das Amt des Fifa-Präsidenten entwürdigt. Er hat gelogen, betrogen und versucht, sich auf Kosten des Spiels zu bereichern.» Der Rückhalt für Infantino schwinde in allen Bereichen des Fussballs. Doch Figo bleibt optimistisch: «Es ist nicht zu spät, den Fussball zu retten.»

Dieser Artikel ist zuerst auf abola.pt erschienen. Die portugiesische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.

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