Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) hat für Mittwoch eine Krisensitzung in der marokkanischen Hauptstadt Rabat einberufen. Das berichten die «Times» und Sky übereinstimmend. Teilnehmen sollen demnach hochrangige Fifa-Mitarbeiter. Worum es in diesem Meeting gehen soll, ist allerdings unklar.
Der «Times» zufolge will der Walliser versuchen, wieder etwas Ruhe in den Fussballkosmos zu bringen. Der Lärm, der durch seine Pläne zur Teilprivatisierung von kommerziellen Rechten, unter anderem an der WM, entstanden ist, soll langsam aber sicher verschwinden, so die Zeitung.
Erpressungsvorwurf von Verbandspräsidenten
Derweil äussert Jordaniens Fussball-Boss Ali bin Al Hussein (50) auf X einen happigen Vorwurf: «Wir in Jordanien sind stolz darauf, ethische Werte hochzuhalten. Wir haben ihn bisher nicht unterstützt und werden dies auch jetzt ganz sicher nicht tun. Aber die gesamte Situation läuft auf Erpressung hinaus, und wir weigern uns, darauf einzugehen.»
Dabei spielt der frühere Fifa-Vizepräsident, der 2015 gegen Sepp Blatter für dessen Amt kandidierte, vor dem zweiten Wahlgang aber zurückzog, auf verschiedene Begebenheiten an. So warte der Verband noch immer auf Prämien für seine Spieler, die im Dezember 2025 am Arabien-Pokal – einem Fifa-Turnier – teilgenommen haben. Ausserdem haben jordanische Fans bei der kürzlich zu Ende gegangenen WM Einreiseschwierigkeiten gehabt und der Verband habe für die WM-Teilnahme in den USA Steuern zahlen müssen.
Für Ali bin Al Hussein sei deshalb klar, dass das Problem bei der Fifa-Führung liege: «Seit Monaten weigert sich die Fifa, uns in diesen oder anderen Angelegenheiten zu helfen – bis mir während der Weltmeisterschaft mündlich mitgeteilt wurde, dass es unserem Verband sehr helfen würde, wenn ich Infantino unterstützen würde.» Daraufhin wählt er das Wort Erpressung.