Darum gehts
- Barça muss von Oktober 2027 bis Januar 2028 ins Olympiastadion umziehen wegen Bauverzögerung
- Das neue Camp Nou soll jährlich bis zu 450 Mio. Euro pro Jahr einbringen
- Bau schlägt auf die Klubfinanzen
Barça muss das Camp Nou schon wieder verlassen! Das Dach des Camp Nou soll zwischen Oktober und November 2027 fertiggestellt werden. Für einen Teil der Saison 2027/28 muss der FC Barcelona deshalb erneut im städtischen Olympiastadion auf dem Montjuïc spielen.
Die Rückkehr ins Camp Nou ist dann für Januar 2028 mit zunächst rund 95'000 Zuschauern vorgesehen. Die endgültige Kapazität soll später bei rund 105'000 Plätzen liegen. Das Camp Nou ist für den Champions-League-Final 2029 als Austragungsort vorgesehen und bietet durch den Umbau bis dann auch viel Platz.
Beim FC Barcelona soll das fertig umgebaute Stadion zum wichtigsten wirtschaftlichen Motor des Klubs werden. Vizepräsident Ferran Olivé (68) erwartet Einnahmen von bis zu 450 Millionen Euro pro Jahr. Ursprünglich wurden 350 bis 375 Millionen Euro kalkuliert. Ausschlaggebend sind vor allem die rund 9500 VIP-Plätze, die laut Olivé nahezu vollständig verkauft sind.
Camp Nou soll zur Goldgrube werden
Die Einnahmen umfassen nicht nur Tickets. Barça erwartet durch das fertige Stadion auch höhere Sponsoringerlöse und zusätzliche Umsätze in den Klubshops. Für die Saison 2030/31 prognostiziert der Verein insgesamt mehr als 1,45 Milliarden Euro Umsatz.
Der Weg dorthin bleibt allerdings teuer. Die Gesamtkosten des Umbauprojekts rund um das Stadion belaufen sich inzwischen auf rund 1,8 Milliarden Euro. Wegen Verzögerungen, Änderungen und Erweiterungen musste Barça zuletzt weitere 510 Millionen Finanzierung genehmigen.
Die Verzögerungen haben bereits finanzielle Auswirkungen: Während der zwei Spielzeiten im Olympiastadion entstanden laut Barça knapp 17 Millionen Euro Betriebskosten und weitere 24 Millionen Euro Investitionen. Auch auf dem Transfermarkt bleibt der finanzielle Spielraum ziemlich begrenzt. Olivé erklärte, für neue grosse Verpflichtungen müsse Barça zunächst Spieler verkaufen. Gleichzeitig will der Klub Verträge mit Stürmer Raphinha (29) und den Youngstern Marc Bernal (19) und Xavi Espart (19) verlängern und bis 2030 wieder ein ausgeglichenes Eigenkapital erreichen.
