Grössenwahn oder Erfolgsgarantie?
Star-Aufmarsch in türkischer Süper Lig in neuen Dimensionen

Am Freitag rollt der Ball in der türkischen Süper Lig wieder und die Klubs haben auf dem Transfermarkt einmal mehr zugeschlagen. Von Champions-League-Siegern bis hin zu abgezockten Torgaranten zieht es erneut echte Weltstars in die Türkei.
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Romelu Lukaku spielt neu für Fenerbahçe Istanbul.
Foto: Anadolu via Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Türkische Süper Lig startet am Freitag mit prominenten Neuzugängen
  • Mohamed Salah, Romelu Lukaku und weitere Starts zieht es in die Türkei
  • In den letzten Jahren gab es einige Floptransfers
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Nick RohnerPraktikant Sportdesk

Am Freitag ist auch in der türkischen Süper Lig die Sommerpause zu Ende. Es ist dieser ganz spezielle Mix aus riesiger Leidenschaft, verrückten Gehältern und einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein, der die Liga einzigartig macht.

Egal ob in Istanbul, Trabzon, Izmir oder bei den restlichen Klubs: Wenn es darum geht, bekannte Stars mit viel Geld und einer unglaublichen Stimmung zu locken, macht den türkischen Vereinen so schnell niemand etwas vor. Ein Blick auf die prominentesten Neuzugänge zeigt, wie viel Star-Power dieses Jahr wieder auf die Fans wartet:

Der Tor-König von Anfield

Mohamed Salah (34) wechselt ablösefrei vom FC Liverpool zu Trabzonspor. In seiner Zeit bei den Reds erzielte der Ägypter in 442 Spielen unglaubliche 257 Tore und bereitete 123 weitere vor. In Liverpool gilt er längst als Vereinslegende und erlebte bei seinem letzten Auftritt einen emotionalen Abschied. Neben seiner Torgefahr bringt der 34-Jährige gute Leaderqualitäten in die Hafenstadt. Der Empfang in Trabzon zeigt: Die Vorfreude der Fans auf ihren neuen Superstar ist riesig. 

Big Rom

Romelu Lukaku (33) hat in seiner Karriere schon die Trikots zahlreicher europäischer Top-Klubs getragen. Jetzt zieht es den Belgier zu Fenerbahçe Istanbul – ein Transfer, der den Klub rund 6 Millionen kostet. Ob dieser Transfer-Trumpf am Ende wirklich sticht oder die Verpflichtung von Verletzungen überschattet wird, muss sich erst noch zeigen. Blickt man auf die jüngere Vergangenheit, waren seine Einsätze und Ausbeute für einen Stürmer seines Formats nämlich eher überschaubar: In den letzten zwei Jahren kam Lukaku auf lediglich 42 Einsätze und 15 Treffer. Doch in der Süper Lig sorgt bereits sein grosser Name für riesiges Aufsehen.

Der serbische Brecher

Einst wechselte Dusan Vlahovic (26) für rund 80 Millionen zu Juventus Turin. Nach viereinhalb Jahren bei der alten Dame zieht es den 26-Jährigen nun ablösefrei zu Besiktas Istanbul. In Turin konnte der einst als «Ronaldo-Nachfolger» gefeierte Knipser die enormen Erwartungen nicht immer erfüllen. Verletzungen und Formkrisen bremsten ihn immer wieder aus. Bei Besiktas soll der Serbe nun zu alter Dominanz zurückfinden und dem Verein nach sechs Jahren wieder die Meisterschaft bescheren.

Der Starboy aus Manchester

Mason Greenwood (24) wechselt für fast 40 Millionen Euro von Olympique Marseille zu Fenerbahce Istanbul. Nach seinem turbulenten Aus bei Manchester United aufgrund von Vorfällen abseits des Platzes hat der Engländer in den letzten zwei Jahren sportlich zu alter Klasse zurückgefunden: In 81 Spielen erzielte er starke 48 Tore und bereitete 17 weitere vor. Der Wechsel in die Türkei hat für Greenwood jedenfalls einen grossen Vorteil: Er ermöglicht ihm, auch in dieser Saison in der Champions League aufzulaufen – eine Bühne, die er mit Marseille verpasst hätte.

Frisch gebackener PL-Sieger

Vom FC Arsenal wechselt Leandro Trossard (31) an den Bosporus zu Besiktas Istanbul. Dass Mikel Arteta ihn am Ende ziehen liess, überrascht – schliesslich war Trossard in Nordlondon ein extrem verlässlicher Joker und Rotationsspieler. Der wirblige Belgier sammelte in 174 Spielen 70 Scorerpunkte (36 Tore und 34 Assists). Bei Besiktas soll der Edeltechniker nun das Spiel nach vorne verbessern.

Flops der letzten Jahre

Unvergessen bleibt Mesut Özil, der einst als Weltmeister empfangen wurde, sportlich aber nie mehr zu alter Form fand und nach Streitereien vorzeitig abtauchte. Ähnlich erging es Dele Alli: Einst eines der grössten Versprechen des englischen Fussballs, landete er aber schneller auf der Tribüne, als den Fans lieb war. Auch Leroy Sané zeigt: Ein grosser Name garantiert noch lange keinen Erfolg. Wer im Hexenkessel der Türkei nicht von Tag eins an voll mitzieht und alles gibt, wird schnell vom gefeierten Superstar zum teuren Missverständnis.

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