Darum gehts
- Max Eberl steht bei Bayern München vor dem Aus
- Er muss sich bis im August beweisen
- Schlechtes Verhandlungsgeschick und seine Arbeitseinstellung wird kritisiert
Der FC Bayern hat eine tolle Saison hinter sich. In der Bundesliga hat der Rekordmeister den 35. Titel eingefahren, die Offensive stellte mit 122 erzielten Toren einen neuen Liga-Rekord auf. Dazu gewinnt man nach sechs Jahren Absenz wieder den DFB-Pokal. Auch in der Champions League kommen Kane und Co. weit und scheitern erst im Halbfinal am späteren Sieger PSG. Und trotzdem steht in München ein kapitaler Sommer an.
Vor allem Sportvorstand Max Eberl steht in der Kritik. Wie die «Bild» schreibt, wurde ihm ein Job-Ultimatum auferlegt. Bis Ende August darf er schalten und walten wie er will, bei der Aufsichtsratssitzung wird dann über seine Zukunft entschieden.
Doch was wird dem Sport-Boss vorgeworfen? Es ist eine überraschend lange Liste.
Hoeness motzt über Arbeitseinstellung
Weil Eberl in Transfers gerne schnell zum Punkt kommen will, werden die Spieler oft zu teuer. Auch in Verhandlungen um neue Verträge und Gehälter wird ihm zu wenig Standfestigkeit vorgeworfen. Weiter wird ihm die mangelhafte Kommunikation zum Aufsichtsrat angekreidet, Eberl kommuniziere seine Transfer- und Kader-Pläne zu wenig.
Auch Ehrenpräsident Uli Hoeness scheint nicht der grösste Fan des ehemaligen Gladbach-Sportdirektors zu sein. Vor allem seine Arbeitseinstellung scheint ihm ein Dorn im Auge zu sein. Ihm missfällt, dass Eberl in seiner Freizeit oft das Handy zu Hause lässt.
Um seinen Job zu retten, erhielt Eberl auch klare Anweisungen. So sollen Alexander Nübel (29), João Palhinha (30), Sacha Boey (25) oder Bryan Zaragoza (24) verkauft werden. Auch die beiden Verteidiger Min-Jae Kim (29) und Hiroki Ito (27) sollen den Verein im Sommer verlassen.

