Ein Terminkonflikt sorgt für Fastnacht-Ärger bei den Mainz-Fans. Am Freitagabend steigt die Bundesliga-Partie von Urs Fischers (59) Mainzern auswärts gegen Borussia Dortmund. Anpfiff im Signal Iduna Park ist um 20.30 Uhr. Die Anspielzeit dürfte aber viele Fastnacht-Fans besonders ärgern. Denn während Mainz in Dortmund spielt, läuft ab 20.15 Uhr die legendäre Fastnachtsitzung «Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht» zeitgleich im Fernsehen.
Für viele in der Region ist die Sendung ein kulturelles Highlight, nun müssen sie sich zwischen Fastnacht und Fussball entscheiden. Mehrere Anhänger haben deshalb in den sozialen Medien ihren Frust über die Programm-Doppelung geäussert.
Für Urs Fischer, der sich als Ex-FCB-Trainer mit Fasnachtshochburgen auskennt, ist der Fall hingegen klar. «Ich bin nicht so fastnachtsaffin. Für mich eindeutig Fussball. Aber ich glaube, in Mainz ist das ein bisschen anders. Die Leute sind jedoch alt genug, für sich selber eine Entscheidung zu treffen», so der Zürcher, der mit Mainz aktuell einen richtigen Höhenflug erlebt.
Mit Siegesserie nach Dortmund
Seit Urs Fischer Mainz im Dezember übernommen hat, geht es mit dem Bundesligisten nämlich wieder bergauf. Unter dem Schweizer Trainer gewannen die Mainzer vier der letzten fünf Spiele, wobei es zuletzt gar drei Siege in Folge gab. Dank der guten Resultate verliessen die Mainzer Ende Januar erstmals seit dem sechsten Spieltag die Abstiegsplätze und stiessen dank eines Siegs gegen Augsburg (2:0) am Samstag sogar auf Rang 14 vor.
Am Freitagabend soll nun der vierte Sieg in Serie her. Gegner ist nun ausgerechnet das zweitplatzierte Dortmund, das seit 14 Liga-Spielen ungeschlagen ist – die letzte Niederlage datiert von Mitte Oktober, wo es gegen Bayern München (1:2) die bisher einzige Pleite der Saison gab. Trotz der deutlich besseren Bilanz ist Mainz auswärts in Dortmund keinesfalls chancenlos – und die Alarmglocken dürften beim BVB beim Gegner Mainz sowieso schrillen.
Mainz sorgte immer wieder für Furore
Zwar verloren die Mainzer das Heimspiel im September 0:2, die Rheinhessen haben sich seit Fischers Amtsantritt in den letzten Wochen aber stabilisiert und konnten unter anderem bereits Leader Bayern München (2:2) ärgern sowie einen 2:1-Coup gegen das drittplatzierte Leipzig feiern. Dortmund dürfte also gewarnt sein. Dazu kommt, dass Mainz bereits seit Jahren etwas wie der Angstgegner Dortmunds ist. Unter Ex-FCZ-Trainer und Fischer-Vorgänger Bo Henriksen (51) gewann Mainz in der Vorsaison beide Duelle deutlich mit 3:0 und 3:1. Auch in den Jahren davor konnten die Mainzer dem BVB immer wieder überraschend Punkte abknöpfen.
Der letzte Spieltag der Saison 2022/23 dürfte dabei als dunkelstes Kapitel in die BVB-Bilanz eingehen. Weil die Borussen damals zu Hause gegen Mainz nur zu einem 2:2-Remis kamen, verspielten sie den eigentlich sicher geglaubten Meistertitel noch. Der einzig verbliebene Titelkonkurrent Bayern erfüllte seine Pflicht gleichzeitig mit einem 2:1 in Köln und verwies Dortmund punktgleich, aber mit dem besseren Torverhältnis auf den zweiten Rang. Statt die Meisterschale in die Höhe zu stemmen, flossen bittere Tränen über den geplatzten Meistertraum.
Fischer sieht Spiel optimistisch entgegen
Dies dürfte am Freitagabend im Hinterkopf der Gelb-Schwarzen sein. Mainz hingegen tankte mit den zuletzt positiven Ergebnissen viel Selbstvertrauen. So ist auch Coach Fischer optimistisch. «Wenn du an die letzten Spiele anknüpfen kannst und die Basics auf den Platz bringst, dann kannst du da etwas holen», so Fischer vor dem Spiel in Dortmund.
Die Fans, die auf das Highlight Fastnachtsendung verzichten und stattdessen die Partie gegen den BVB schauen, dürfen sich im Fastnacht-Frust zumindest auf eine spannende Affiche freuen. Und wer weiss, vielleicht gibt es statt Fastnacht-Feier am Ende eine Sieg-Feier – der BVB kommt nach den überraschenden Resultaten in der Vergangenheit dafür sicherlich gut gelegen.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Bayern München | 21 | 60 | 54 | |
2 | Borussia Dortmund | 21 | 23 | 48 | |
3 | TSG Hoffenheim | 21 | 16 | 42 | |
4 | RB Leipzig | 21 | 12 | 39 | |
5 | VfB Stuttgart | 21 | 10 | 39 | |
6 | Bayer Leverkusen | 20 | 12 | 36 | |
7 | SC Freiburg | 21 | -1 | 30 | |
8 | Eintracht Frankfurt | 21 | -5 | 28 | |
9 | Union Berlin | 21 | -8 | 25 | |
10 | 1. FC Köln | 21 | -4 | 23 | |
11 | Hamburger SV | 20 | -8 | 22 | |
12 | Borussia Mönchengladbach | 21 | -9 | 22 | |
13 | FC Augsburg | 21 | -15 | 22 | |
14 | FSV Mainz | 21 | -8 | 21 | |
15 | VfL Wolfsburg | 21 | -15 | 19 | |
16 | Werder Bremen | 21 | -17 | 19 | |
17 | FC St. Pauli | 21 | -15 | 17 | |
18 | 1. FC Heidenheim 1846 | 21 | -28 | 13 |


