«Beeindruckende Arbeit»
Deutschland-Legende lobt Mainz-Coach Urs Fischer

Urs Fischer holt in seinem neunten Spiel als Mainz-Coach den vierten Sieg. «Eine beeindruckende Arbeit», lobt Experte und DFB-Legende Lothar Matthäus den Schweizer.
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Urs Fischer hat Mainz aus der Krise geholt.
Foto: Bundesliga Collection via Getty
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Sven SchochReporter Sport

Trainer Urs Fischer (59) sorgt mit Mainz beim 2:1 in Leipzig für die Überraschung der Bundesliga-Runde und nähert sich dem erweiterten Mittelfeld der Tabelle. Noch vor wenigen Spieltagen steckte der FSV Mainz 05 ganz unten fest.

Hinter dem Coup beim Favoriten RB steckt mehr als eine zunächst dramatische Story. Hinter dem ganz grossen Statement im knochenharten Abstiegskampf steht ein Schweizer Coach, der seit seinem Einstieg im Dezember innerhalb von 55 Tagen ausnahmslos an den richtigen Schrauben gedreht hat und mit seiner offenen Art die Protagonisten ausnahmslos erreicht.

Urs Fischer ein Coach, der durch seinen Pragmatismus und dank seiner geerdeten Art auch unter Hochdruck auffällt und weiterhin verblüffende Ergebnisse produziert. «Ich habe ihn immer als sehr offenen Menschen wahrgenommen», sagte Captain Silvan Widmer vor ein paar Wochen im Blick-Interview. Dieser Eindruck habe sich «nun in Mainz bestätigt».

Lob von Lothar Matthäus

Sky-Experte Lothar Matthäus holt im Zusammenhang mit Fischer zum ganz grossen Kompliment aus: «Der kommt, hält die Hand drauf und seither marschiert Mainz nach oben. Eine beeindruckende Arbeit.» Der Eindruck der ranghöchsten deutschen TV-Instanz trügt nicht. Die Zahlen Fischers belegen das Lob.

Für den Erfolg bei einem Vertreter der Top 4 hat der FSV zu leiden: In der 14. Minute wird der 10-Millionen-Stürmer Benedict Hollerbach mit einer womöglich schweren Sehnenverletzung vom Feld getragen, dann verschafft Leipzigs Harder mit dem 0:1 dem FSV einen nächsten Tiefschlag. Wie stabil die Nullfünfer unter der Leitung von Coach Fischer inzwischen sind, demonstrieren sie dann aber nach dem komplizierten Auftakt in beeindruckender Manier.

Nadiem Amiri, einer der grossen Gewinner des Fischer-Transfers, demonstriert vom Elfmeterpunkt aus Klasse. Mit seinem vierten Treffer innerhalb der letzten fünf Runden leitet die formstarke Nummer 10 die Wende ein. Spätestens nach dem Solo des Tages durch Silas (49.) nimmt der Coup Formen an. Mainz macht in der Folge das, was Teams von Urs Fischer in den letzten Jahren immer wieder ausgezeichnet hat: Das taktisch hervorragend formierte Ensemble verwaltet den Vorsprung und schirmt die eigene Zone nahezu perfekt ab.

Fischer stapelt tief

Was der Mainzer Geschäftsführer Christian Heidel am Tag der Einigung mit Fischer sagte, hat sich bereits vollumfänglich bestätigt: «Er bei allen Stationen im Profibereich eindrucksvoll bewiesen, dass er Mannschaften strukturieren und entwickeln und darüber hinaus mit seiner ruhigen, aber emphatischen Art jede Kabine gewinnen kann.»

Urs Fischer taxiert das Statement beim Champions-League-Aspiranten und seinen sechsten Erfolg im siebten Duell mit Leipzig, so wie er coacht – sachlich: «Es sind kleine Schritte in die richtige Richtung. Geschafft ist noch nichts.» Der Zürcher hält den Ball flach, obschon er nur eine seiner bislang neun Partien mit dem FSV Mainz verloren hat und auf einen respektablen Schnitt von 1,78 Punkte pro Partie kommt.

Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
20
56
51
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
19
21
42
3
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
20
20
42
4
RB Leipzig
RB Leipzig
20
11
36
5
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
19
10
36
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
19
12
35
7
SC Freiburg
SC Freiburg
19
-1
27
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
20
-5
27
9
Union Berlin
Union Berlin
20
-8
24
10
1. FC Köln
1. FC Köln
20
-3
23
11
FC Augsburg
FC Augsburg
20
-13
22
12
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
20
-9
21
13
Hamburger SV
Hamburger SV
19
-10
19
14
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
20
-14
19
15
Werder Bremen
Werder Bremen
20
-16
19
16
FSV Mainz
FSV Mainz
20
-10
18
17
FC St. Pauli
FC St. Pauli
20
-16
14
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
19
-25
13
Champions League
UEFA Europa League
Conference League Qualifikation
Relegation Play-Offs
Abstieg
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