Obwohl die Fifa die umstrittenen Investorenpläne inzwischen zurückgezogen hat und Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) Fehler beim gescheiterten Deal einräumte, bleibt die Uefa bei ihrer Boykottdrohung bezüglich der Weltmeisterschaft.
Die Bedingungen seien nicht erfüllt, um die Drohung zurückzunehmen, erklärte der Kontinentalverband auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: «Erstens mussten die Vorschläge zum Verkauf der grossen Wettbewerbe zurückgezogen werden. Zweitens mussten Zusicherungen gegeben werden, dass solche Versuche, den Fussball auf diese Weise zu entstellen, nie wieder unternommen werden.»
Vertrauen in Infantino sei verloren gegangen
Zudem unterstrich die Uefa, dass Infantino jegliches Vertrauen verspielt habe. Der Verband stellte klar, dass er unverändert an diesem Standpunkt festhält. Die Mitteilung vom Vortag, wonach einige Fifa-Mitarbeiter – die beruflich direkt von ihm abhängig seien – dem Präsidenten beistehen, ändere an dieser Position nicht das Geringste.
Spanien hält an Anspruch auf WM-Final fest
Unterdessen wurden laut «FOCUS online» aus Spanien Spekulationen zurückgewiesen, wonach der WM-Final 2030 in Marokko stattfinden könnte. Sportministerin Milagros Tolón (58) stellte im Sender Cadena Ser klar, dass Spanien unverändert Anspruch auf den Final erhebt und weiterhin alles daran setzen wird, das Endspiel im eigenen Land auszutragen: «Wir werden weiter daran arbeiten, denn wir wollen – und es muss so sein –, dass der WM-Final in Spanien stattfindet.»