Darum gehts
- Die AWSL startet mit Servette als Titelverteidiger und YB als Herausforderer
- Vier junge Talente wechselten ins Ausland, darunter Torhüterin Lorena Barth
- Zuschauerrekord 2025: 126’000 Fans – YB verkaufte 2000 Saisonkarten für 2026
Wer ist der Favorit auf den Titel?
Meister Servette ist auch in dieser Saison das Team, das es zu schlagen gilt. Die Genferinnen haben einmal mehr einen grossen Umbruch hinter sich, auf dem Transfermarkt aber kräftig zugeschlagen. Mit Meriame Terchoun, Laia Ballesté und Stefanie Da Eira haben sie drei aktuelle oder ehemalige Nati-Spielerinnen verpflichtet. Erster Herausforderer sind die YB-Frauen, Meister von 2025 und diesjähriger Playoff-Finalist.
Welches sind die Attraktionen der Liga?
Es ist der Sommer der Rückkehrerinnen. Neben dem Servette-Duo Terchoun und Da Eira kehren mit Luana Bühler zum FCZ und Sandrine Gaillard zu Yverdon zwei langjährige Nati-Spielerinnen in die Liga zurück. Zudem darf man gespannt sein auf das Liga-Comeback von Ramona Bachmann. Die 153-fache Nati-Spielerin wechselte zwar bereits Anfang des Jahres zu den Bernerinnen, wegen ihrer Sprunggelenkverletzung im Frühjahr verzögerte sich aber ihr Ligadebüt nach der Ausheilung ihres vor einem Jahr erlittenen Kreuzbandrisses.
Was lief sonst noch im Sommer?
Der FCZ sorgte bereits vor dem Saisonstart für Schlagzeilen, trennte man sich doch drei Tage vor dem Auftaktspiel in Yverdon von Trainer Renato Gligoroski. Bis auf weiteres wird das Team vom Technischen Direktor Alessandro Mangiarratti und von der Sportkoordinatorin Diane Caldwell betreut. Auch der FCB startet mit einer neuen Trainerin in die Saison, die ehemalige Spielerin Danique Stein unterschrieb einen langfristigen Vertrag. Bei Aarau folgte Eduardo Barrera auf Jürgen Seeberger.
Welche Talente verliessen die Liga?
Mit Torhüterin Lorena Barth (19/Aarau zu Freiburg), den beiden GC-Talenten Emanuela Pfister (19/zu Leipzig) und Noémie Potier (20/zu Nantes) sowie Mia Knapp (21/Luzern zu Jena) wagten vier weitere Schweizer Talente den Sprung ins Ausland.
Was ist neu?
Der FCZ und GC tragen – wenn immer möglich – ihre Heimspiele im Letzigrund aus. Am Sonntag, 16. August, sorgen die beiden für ein Novum: Zuerst spielen die FCZ-Frauen gegen Luzern (14 Uhr), im Anschluss kommt es zum Duell zwischen GC und Rapperswil-Jona (16.30 Uhr). Der FCZ hat auch ein Doppelspiel mit den Männern bereits terminiert: Am Sonntag, 13. September, spielen zuerst die Männer gegen Vaduz, ehe die Frauen im Anschluss auf Basel treffen. Was die Schiedsrichter betrifft, wurden die gleichen Regeln wie bei der SFL der Männer übernommen.
Wie funktioniert der Modus?
Zumindest in dieser Saison wird noch einmal nach demselben Modus gespielt. Nach der Qualifikation, in der jedes Team gegen jedes einmal zu Hause und einmal auswärts antritt, machen die besten acht Klubs ab April in den Playoffs den Meister unter sich aus. Der Final findet erneut in einem Hin- und Rückspiel statt. Die schwächsten zwei Teams der Quali treffen in der Auf-/Abstiegsrunde auf die besten zwei Teams der Nationalliga B, vorausgesetzt, die Liga wird im Hinblick auf die nächste Saison nicht aufgestockt oder verkleinert. Was danach folgt, ist aufgrund der Gründung der neuen AWSL AG ab 2027 noch nicht klar: Der Modus wird derzeit mit allen Stakeholdern diskutiert. Ein Entscheid wird voraussichtlich bis Ende Jahr gefällt.
Wer spielt europäisch?
Meister Servette und YB haben den Saisonstart bereits hinter sich, sind sie doch in dieser Woche in die Champions-League-Qualifikation gestartet. Schlägt Servette am Freitag Aktobe, qualifiziert es sich für die CL-Playoffs, ansonsten spielt es im Europacup weiter. In diesem Wettbewerb könnte auch YB verbleiben, falls es am Samstag das ukrainische Team Seasters aus Odessa schlägt.
Hält der Zuschauerboom an?
Mit gut 126’000 Fans stellte die AWSL in der letzten Saison einen Zuschauerrekord auf. Hauptverantwortlich dafür war YB, das einen Durchschnitt von gut 3500 Fans pro Partie erreichte. Die Bernerinnen haben auch jetzt bereits wieder rund 2000 Saisonkarten verkauft, der FC Basel ist bei gut 1000. Die Modelle innerhalb der Liga sind verschieden: Beim FCZ berechtigen die gut 8000 bei den Männern verkauften Saisonkarten auch zum Eintritt bei den Frauen, beim FC St. Gallen hatten die Käufer einer Männer-Saisonkarte die Möglichkeit, zu ermässigten Konditionen auch eine Saisonkarte der Frauen zu erwerben. Die Ostschweizerinnen spielen in dieser Saison in Wil oder im Sitterstadion, weil im Espenmoos noch immer ein Einspruch wegen des Kunstraseneinbaus läuft.
Wie überträgt SRF?
Das Schweizer Fernsehen SRF wird in dieser Saison in jeder Runde ein Spiel kommentiert im Fernsehen oder via Stream im Internet live übertragen. Alle Spiele werden auf der Webseite awsl.ch gestreamt.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | BSC Young Boys | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Aarau | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Basel | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Luzern | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Rapperswil-Jona | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC St. Gallen 1879 | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Zürich | 0 | 0 | 0 | |
1 | Grasshopper Zürich | 0 | 0 | 0 | |
1 | Servette FC Chenois | 0 | 0 | 0 | |
1 | Yverdon Sport FC | 0 | 0 | 0 |
