«Davon träume ich»
Roma-Meisterheldin Pilgrim möchte noch mehr

Am letzten Wochenende feierte Alayah Pilgrim mit der AS Roma den dritten Meistertitel in den letzten vier Jahren. Mit Blick spricht sie über die Emotionen und über ihr Leben in Rom.
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Alayah Pilgrim posiert vor der Römer Fankurve Curva Sud.
Foto: Instagram

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • AS Roma gewinnt dritten Scudetto in vier Jahren, Pilgrim feiert mit
  • Final der Coppa Italia gegen Juventus findet am 24. Mai statt
  • Frauen spielen vor 4000 Fans, Männer vor über 60’000 im Olimpico
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Die AS Roma ist derzeit das Mass aller Dinge im italienischen Frauenfussball – mittendrin: Alayah Pilgrim (23). Am vergangenen Wochenende sicherten sich die Giallorosse zwei Runden vor Schluss den dritten Scudetto in den letzten vier Jahren. «Der Titel ist verdient. Obwohl die Saison voller Ups und Downs war», stellt die Aargauerin im Gespräch mit Blick fest.

Geehrt wurde das Team am Montagabend im Stadio Olimpico beim Spiel der Männer. Die Spielerinnen drehten eine Ehrenrunde vor über 60’000 Fans. «Es war megaschön, mit den Fans zu feiern», erzählt Pilgrim. Von so vielen Menschen bejubelt zu werden, sei schliesslich nicht alltäglich. «Lange feiern war aber nicht erlaubt. Wir müssen uns jetzt wieder konzentrieren.»

Pilgrim will das Double

Obwohl die Meisterschaft bereits entschieden ist, hat die Roma noch ein grosses Ziel vor Augen: das Double. Am 24. Mai wartet das Final der Coppa Italia gegen Juventus. «Wir haben mit ihnen eine Rechnung offen. Wir haben schon zwei Finalspiele gegen sie verloren. Zuletzt den Supercup im Januar», erklärt Pilgrim.

Seit über zwei Jahren steht die Schweizer Nati-Spielerin inzwischen bei der Roma unter Vertrag. National gehört der Klub längst zur Spitze, international fehlt aber noch der letzte Schritt. In dieser Saison scheiterte die Roma in der Ligaphase der Champions League. «Die italienische Liga ist weniger physisch als England oder Deutschland, dafür technischer. Auf internationalem Topniveau merkt man dann den Unterschied», so Pilgrim.

Kaum Berührungspunkte mit dem Männerteam

Privat fühlt sich die Stürmerin in Rom längst pudelwohl. An den Verkehr und das Chaos der Millionenstadt habe sie sich inzwischen gewöhnt. «Rom ist wie ein offenes Museum. An jeder Ecke spürt man Geschichte», schwärmt Pilgrim. Dazu komme die enorme Fussballbegeisterung: «Fussball und Sport allgemein werden hier unglaublich intensiv gelebt.»

Noch steht das Männerteam der Roma klar im Mittelpunkt. Doch auch das Interesse am Frauenteam wächst stetig – nicht zuletzt, weil die Frauen inzwischen genauso viele Meistertitel gewonnen haben wie die Männer. Berührungspunkte zwischen den beiden Teams gibt es dennoch kaum. Trainiert wird in unterschiedlichen Stadtteilen, gespielt wird ebenfalls getrennt: Die Männer tragen ihre Heimspiele im Olimpico aus, die Frauen im kleineren Stadio Tre Fontane (mit einer Kapazität von 4000 Zuschauern) nahe beim Flughafen Fiumicino.

«Davon träume ich»

Bislang durfte die Roma Femminile erst einmal im Olimpico antreten. 2023 im Champions-League-Viertelfinal gegen Barcelona. Regelmässige Spiele in den grossen Arenen, wie man es aus England oder Deutschland kennt, sind in Italien derzeit noch kein Thema. «Ich träume davon, regelmässig vor 60’000 Fans zu spielen», sagt Pilgrim. «Aber in Italien braucht das wohl noch etwas Zeit.»

Bis dahin geniesst sie erst einmal ihren dritten Meistertitel. «Einen habe ich mit dem FCZ gewonnen, jetzt den zweiten mit der Roma. Es fühlt sich megatoll an. Es gibt einem viel zurück für all die harte Arbeit und die täglichen Trainings.»

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