Neuer SFV-Chef bekommt viel mehr Macht
Knäbel will einen neuen Nati-Superboss

Der SFV sucht den frischen Wind: Ein Chief Sports Officer soll Männer-Nati, Frauen-Nati und Entwicklung bündeln. Ex-Nati-Stars wie Philippe Senderos und Diego Benaglio gelten als mögliche Top-Kandidaten.
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Stellt die Weichen im Verband: Präsident Peter Knäbel (l.) mit Generalsekretär Robert Breiter.
Foto: TOTO MARTI

Es ist die erste grössere sichtbare Weichenstellung von Peter Knäbel als SFV-Präsident: Der Schweizerische Fussballverband schafft nach Blick-Informationen eine neue Schlüsselposition – den Chief Sports Officer, kurz CSO. Ein Titel, der nach Silicon Valley klingt und tatsächlich mehr Gewicht hat als alles, was es beim SFV im Sport bisher gab.

Der CSO wird zur sportlichen Überfigur. Er verantwortet die Männer-Nati, die Frauen-Nati und die gesamte Fussballentwicklung in der Schweiz. Drei Bereiche, die derzeit voneinander getrennt sind, sollen unter einem Dach zusammenwachsen. Der Mann oder die Frau an der Spitze rapportiert direkt an Verbandspräsident Knäbel und ist auf Augenhöhe mit Generalsekretär Robert Breiter angesiedelt. Breiter hatte bisher die Frauen und die Fussballentwicklung unter sich, gibt diese nun an den neuen Sport-Chef ab und bekommt dafür mit dem Home of Football eine neue Riesenbaustelle, die er vorantreiben soll.

Knäbel im Interview als neuer SFV-Präsident
1:40
Vor einem Jahr:Knäbel im Interview als neuer SFV-Präsident

Erst kommt der CSO, dann der neue Nati-Direktor

Beim SFV will man auf Blick-Anfrage keinen Kommentar abgeben. Ende 2025 gab Knäbel in einem Interview im Jahresbericht des Verbandes bereits erste Hinweise. Man wolle «die Statuten so anpassen, dass wir den Sport reorganisieren können», sagte er da mit Blick auf 2026.

Das bedeutet: Am 22. Mai muss die Delegiertenversammlung des SFV grünes Licht dafür geben, dass der SFV-Zentralvorstand die Organisation entsprechend anpassen kann. Dann soll es schnell gehen. Noch vor der WM 2026 soll der CSO feststehen – und dann folgt die nächste grosse Personalfrage. Der neue Nati-Direktor, also der Nachfolger von Pierluigi Tami, der sportliche Leiter der Männer-Nati, wird bestimmt, wenn der CSO im Amt ist.

Spätestens beim Länderspiel-Zusammenzug im September soll auch der Nati-Direktor seine Arbeit aufnehmen. Viel Zeit bleibt also nicht. So geht es nun bereits darum, erste Kandidaten für die beiden Jobs zu sondieren.

Senderos, Benaglio und Wolf unter den Kandidaten

Darunter sind nach Blick-Informationen auch frühere Nati-Stars. Einer davon: Philippe Senderos (41). Der Ex-Arsenal-Verteidiger arbeitet seit 2023 unter seinem früheren Trainer Arsène Wenger in der «Global Football Development»-Abteilung der Fifa als «High Performance Specialist». Es ist davon auszugehen, dass der Genfer den schönen Posten beim Weltfussballverband eher für den CSO-Job aufgeben würde und ihm der Nati-Direktor zu klein ist. Auch der Name von Diego Benaglio (42) fällt im SFV-Umfeld immer wieder. Der langjährige Nati-Goalie ist bereits bei der U21-Nati als Sportkoordinator beschäftigt und Aufsichtsrat des Bundesligisten Wolfsburg. Er könnte für beide Jobs in Frage kommen.

Ebenfalls interessiert: Ex-Luzern-Präsident Stefan Wolf, der eine neue Aufgabe im Fussball sucht. Mit Marco Otero, neu Technischer Direktor von Espanyol Barcelona, hat ein Schweizer in den letzten Jahren in Fussball-Europa (Valencia, Marseille) beachtliche Fussspuren hinterlassen. Über sein Profil wird man beim SFV definitiv nachdenken. Ein weiterer interessanter Name: Ex-FCZ-Sportchef Marinko Jurendic, der vor einem Jahr bei Augsburg entlassen wurde und seither noch keine neue Aufgabe angenommen hat. Mit Daniel Stucki ist zudem gerade der Sportchef des noch amtierenden Schweizer Meisters frei geworden. Gut möglich, dass der Ex-Basler auch aufs Kandidaten-Karussell aufspringt.

Was das für die Nati bedeutet? Trainer Murat Yakin steht nicht zur Debatte – er hat Vertrag. Aber die Weichen werden neu gestellt, und zwar von oben nach unten. Wer immer als CSO kommt, wird den Nati-Direktor mitbestimmen. Und der Nati-Direktor wird bestimmen, wie die Schweizer Nati nach der WM in Nordamerika in den Herbst steigt. Knäbels Handschrift wird man also auch auf dem Platz sehen - früher oder später.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
2
3
6
2
Südkorea
Südkorea
2
0
3
3
Tschechien
Tschechien
2
-1
1
4
Südafrika
Südafrika
2
-2
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
2
6
4
2
Schweiz
Schweiz
2
3
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
2
-3
1
4
Katar
Katar
2
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
3:0
2
3
4
2
Marokko
Marokko
2
1
4
3
Schottland
Schottland
2
0
3
4
Haiti
Haiti
0:3
2
-4
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
2
5
6
2
Australien
Australien
2
0
3
3
Türkei
Türkei
1
-2
0
4
Paraguay
Paraguay
1
-3
0
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
1
6
3
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
1
1
3
3
Ecuador
Ecuador
1
-1
0
4
Curacao
Curacao
1
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweden
Schweden
1
4
3
2
Japan
Japan
1
0
1
3
Niederlande
Niederlande
1
0
1
4
Tunesien
Tunesien
1
-4
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Neuseeland
Neuseeland
1
0
1
2
Iran
Iran
1
0
1
3
Belgien
Belgien
1
0
1
4
Ägypten
Ägypten
1
0
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Uruguay
Uruguay
1
0
1
2
Saudi Arabien
Saudi Arabien
1
0
1
3
Spanien
Spanien
1
0
1
4
Kap Verde
Kap Verde
1
0
1
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Norwegen
Norwegen
1
3
3
2
Frankreich
Frankreich
1
2
3
3
Senegal
Senegal
1
-2
0
4
Irak
Irak
1
-3
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
1
3
3
2
Österreich
Österreich
1
2
3
3
Jordanien
Jordanien
1
-2
0
4
Algerien
Algerien
1
-3
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kolumbien
Kolumbien
1
2
3
2
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
1
0
1
3
Portugal
Portugal
1
0
1
4
Usbekistan
Usbekistan
1
-2
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
1
2
3
2
Ghana
Ghana
1
1
3
3
Panama
Panama
1
-1
0
4
Kroatien
Kroatien
1
-2
0
K.o.-Phase
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