Baschi kann sich Seitenhieb gegen YB nicht verkneifen
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Nach Duell gegen Nationalrat:Baschi kann sich Seitenhieb gegen YB nicht verkneifen

FC Nationalrat gegen Laureus-Stars
Backflips, Wasserdienst und ein Coach ohne Job

Ein Musiker als Captain, ein Ex-Trainer als Abwehrchef und ein Olympiasieger auf Botengängen: Beim Plauschspiel zwischen dem FC Nationalrat und einem Team der Stiftung von Laureus auf dem Berner Spitz sorgten nicht nur die Tore für Gesprächsstoff.
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Politiker, Olympiasieger und Prominente präsentieren sich vor dem Plauschspiel den Zuschauern auf dem Sportplatz Spitz.
Foto: NK Media, Ruben Müller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer Parlamentarier spielten am Dienstag gegen Laureus in Bern
  • Uli Forte spielte 70 Minuten durch und beeindruckte als Abwehrchef
  • Niculin Simmen (17) schickte Olympiasieger-Vater Gian während des Spiels Wasser holen

Nationalräte gegen Olympiasieger: Auf dem Sportplatz Spitalacker beim FC Breitenrain kommt es am Dienstagabend zum Duell zwischen dem FC Nationalrat und dem Team von Laureus Sport for Good. Die Parlamentarier behalten dabei knapp mit 2:1 die Oberhand. Für Gesprächsstoff sorgen aber vor allem die Geschichten neben dem Rasen.

Tolle Kulisse auf dem «Spitz»

Bereits vor dem Anpfiff herrscht auf dem «Spitz» beste Stimmung. Juniorinnen des FC Breitenrain feiern ihren Saisonabschluss und sorgen mit Musik, Gesang und Tanzeinlagen für Unterhaltung. Mitten im Geschehen fällt auch Niculin Simmen (17) auf. Der Goalie wärmt sich nicht nur mit Bällen auf, sondern zeigt zwischendurch auch noch Backflips. In neun Tagen wird der Sohn von Snowboard-Olympiasieger Gian Simmen (49) volljährig.

Baschi als Captain und Einheizer

Noch bevor der Ball rollt, übernimmt Baschi (39) das Kommando. Gemeinsam mit Uli Forte (52) leitet der Musiker das Einwärmen und sorgt bereits bei der Vorstellungsrunde für Lacher. Sein Resultattipp? Ein selbstbewusstes «10:0 für uns». Während der Partie gibt sich Baschi ungewohnt coachig, dirigiert Mitspieler, organisiert Wechsel und diskutiert immer wieder mit Coach und Laureus-Schweiz-Geschäftsführer Martin Wittwer (64) an der Seitenlinie. Der wiederum fuchtelt regelmässig mit seinem Blatt herum, weil er zwischenzeitlich selber nicht mehr ganz den Überblick hat, wer gerade auf welcher Position spielt. Auch in der Pause übernimmt Baschi Verantwortung und richtet motivierende Worte an seine Mitspieler. Nach dem Schlusspfiff wird der Musiker endgültig zum Publikumsliebling. Gefühlt jeder Nationalrat will noch schnell ein Erinnerungsfoto mit ihm.

«Wo ist der zweite Stürmer?» – Verwirrung zum Anpfiff

Als die Partie freigegeben wird, sorgt die Aufstellung beim Team Laureus direkt für Fragezeichen. «Hey, da fehlt ja der zweite Stürmer!», ruft es von einigen Akteuren in Richtung Seitenlinie. Des Rätsels Lösung: Weil beim FC Nationalrat vor dem Anpfiff noch nicht alle Spieler eingetroffen sind, stehen dort zunächst nur zehn Mann auf dem Platz. Fairplay wird an diesem Abend grossgeschrieben, also tritt auch Laureus vorerst dezimiert an. Nach einer guten Viertelstunde sind die Parlamentarier komplett – ab da heisst es elf gegen elf.

Forte als Fels in der Brandung

Einer der prominentesten Namen im Dress von Laureus ist Ex-Super-League-Trainer Uli Forte (52). Als Abwehrchef dirigiert er die Defensive, lässt den Gegner clever ins Abseits laufen und erweist sich als echte Wand. Wann immer die Nationalräte auf das Tor zustürmen, bringt Forte im letzten Moment noch ein Bein dazwischen. Auf der Laureus-Bank ist man begeistert: «Uli räumt alles auf – er muss durchspielen.» Und das tut er. Als einziger Feldspieler seines Teams steht er die vollen 70 Minuten auf dem Platz. «Mir tut alles weh», scherzt er nach dem Schlusspfiff.

Ein Schiri, der keine halben Sachen macht

Ein Sonderlob verdient sich auch der Unparteiische Pedro Müller, besser bekannt als «Bombay Pesche». Er leitet die Partie mit viel Konsequenz und beweist ein feines Auge für Abseitspositionen. Als er sogar einen Fehleinwurf zurückpfeift, kommentiert der zu diesem Zeitpunkt auf der Bank sitzende Baschi anerkennend: «Der Schiri nimmt’s megagenau – finde ich noch geil.»

Sohn schickt Olympiasieger zum Wasserholen

Zu den Highlights des Abends gehört auch die Geschichte der Familie Simmen. Gian Simmen (49) läuft gemeinsam mit Sohn Niculin (17) auf. Der junge Torhüter spielt bei den B-Junioren des FC Spiez und gehört zu den auffälligsten Akteuren auf dem Platz. Er sorgt auch für eine der lustigsten Szenen: Mitten im Spiel schickt er seinen berühmten Vater kurzerhand zum Wasserholen. Gegenüber Blick erzählt Niculin über seinen Vater, der mit seiner Familie in Krattigen BE wohnt: «Ihm ist einfach wichtig, dass wir Sport machen.» Dass aus ihm kein Profisnowboarder geworden ist, sei für seinen Vater überhaupt kein Problem. Auffällig ist auch das Berndeutsch des bald 18-Jährigen.

Zwei Luzerner nach 20 Jahren wieder vereint

Ruder-Olympiasieger Mario Gyr (41) und SP-Nationalrat Hasan Candan (41) verbindet eine gemeinsame Vergangenheit. Beide spielten einst in der U14 des FC Luzern zusammen. Während Gyr später Olympiasieger im Rudern wurde, blieb Candan dem Fussball noch bis in die 2. Liga erhalten. Danach gingen ihre sportlichen Karrieren in völlig unterschiedliche Richtungen. Beim Parlamentariermatch stehen die beiden erstmals seit rund 20 Jahren wieder gemeinsam auf dem Platz. «Wir haben uns nur ganz kurz einmal in Luzern gekreuzt», erzählen sie.

Forte hat keinen neuen Job in Sicht

Forte ist bei Laureus nicht nur Innenverteidiger, sondern auch Spielertrainer. Immer wieder greift der frühere Trainer von YB, Zürich, St. Gallen und Xamax zur Taktiktafel und gibt Anweisungen. Auf einen neuen Trainerjob wartet er derweil weiterhin. «Momentan gibt es nichts Konkretes. In dieser Phase haben viele Teams ihre Kader bereits zusammengestellt. Vielleicht ergibt sich zu einem späteren Zeitpunkt etwas», sagt er zu Blick. Bis dahin geniesst er seine Rolle als Experte bei Blue Sport.

Chapuisat fehlt – und auch Jans sagt ab

Eigentlich hätte auch Stéphane Chapuisat (56) für das Laureus-Team auflaufen sollen. Der frühere Nati-Stürmer sagte seine Teilnahme jedoch kurzfristig ab. Der Grund: ein Scouting-Auftrag für die Young Boys. Chappi musste ins Ausland reisen. Eine weitere prominente Absenz gab es beim Gegner. Bundesrat Beat Jans (61), der regelmässig für die Parlamentarier aufläuft, meldete sich erst am Dienstagmorgen ab. 

Cancellara schaut vorbei

Nach dem Schlusspfiff rücken Resultate und Zweikämpfe schnell in den Hintergrund. Bei Bratwürsten, Burgern, Pommes und Salat wird noch lange diskutiert und gelacht. Ebenfalls vor Ort ist Rad-Legende Fabian Cancellara (45). Der Laureus-Präsident verfolgt das Geschehen als Zuschauer und wird sich nun wieder voll seinem Tudor-Projekt widmen. Für den Doppel-Olympiasieger stehen mit der Tour de Suisse und der Tour de France die nächsten Grossereignisse bereits vor der Tür.

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