«Wegen der Schmerzen wurde ich Ohnmächtig»
Horror-Foul bringt Ex-FCB-Junior um das Spiel seines Lebens

Courtételle-Stürmer Hugo Casano (25) wurde zum besten Spieler der 1.-Liga-Gruppe 2 gewählt. Im vergangene Jahr schockte er im Cup sogar YB. Nun muss der Franzose nach einem Schien- und Wadenbeinbruch in den Aufstiegsspielen ausgerechnet gegen Ex-Klub Basel zuschauen.
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Hugo Casano verpasst den Cup-Knüller gegen Basel.
Foto: Claudio de Capitani/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • FC Courtételle empfängt am Samstag den FC Basel im Centre Sportif
  • Top-Stürmer Hugo Casano fällt nach Schien- und Wadenbeinbruch seit Mai aus
  • Casano erzielte 13 Tore in 28 Spielen, verpasst aber Karrierechance
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Lucas WerderReporter Fussball

Ob im Jura besonders viele vierblättrige Kleeblätter wachsen? Irgendeine Erklärung muss es für das unglaubliche Losglück des FC Courtételle schliesslich geben. Im vergangenen August empfing der 1.-Liga-Klub in der ersten Cup-Runde die Berner Young Boys (1:4), in diesem Jahr gastiert am Samstag der grosse FC Basel im Centre Sportif.

Doch unter all den jurassischen Glückspilzen gibt es auch einen grossen Pechvogel: Hugo Casano (25). Nach 13 Toren in 28 Spielen wurde der Offensivallrounder im Mai als bester Spieler der 1. Liga, Gruppe 2 ausgezeichnet. Seine tolle Saison hätte er gerne mit dem Aufstieg in die Promotion League gekrönt. Doch im Playoff-Hinspiel gegen YF Juventus (1:0) wird Casano eine Viertelstunde vor Schluss derart brutal umgegrätscht, dass er sich dabei das Schien- und Wadenbein bricht. «Der untere Teil meines Beins stand im 90-Grad-Winkel ab. Ich hatte solch starke Schmerzen, dass ich sogar kurz ohnmächtig geworden bin», erinnert sich der Franzose. Die Partie muss im Anschluss für rund 50 Minuten unterbrochen werden.

Für Casano ist die heftige Verletzung gleich aus mehreren Gründen bitter. Nicht nur verpasst Courtételle ohne seinen Top-Stürmer nach einem 0:2 im Playoff-Rückspiel den Aufstieg. Auch für seine eigene Karriere ist es ein grosser Rückschlag. Nach seiner starken Saison hätten sich zahlreiche Vereine aus der Promotion League bei ihm gemeldet. «Auch zu einem Challenge-League-Klub gab es Kontakt», erzählt er.

Beim FCB keine Chance bekommen

Doch nun wird Casano frühestens im kommenden Jahr wieder auf dem Platz stehen. Es ist aber nicht die erste grosse Verletzung in seiner Laufbahn. Schon beim FCB, bei dem er von der U12 bis in die U21 sämtliche Juniorenstufen durchlaufen hat, bremst ihn eine Knieverletzung aus. Danach habe er in Basel keine Chance mehr bekommen. Casano: «Es hiess, ich sei zu klein und zu wenig kräftig.» Über Frankreich und Delémont landet er vor zweieinhalb Jahren schliesslich in Courtételle, wo er sich unter dem im Sommer abgetretenen Trainer und Ex-FCB-Profi François Marque (43) zu einem der besten Spieler der 1. Liga entwickelt.

Das Highlight: Vor einem Jahr trifft der Angreifer im Cup-Duell gegen YB zum zwischenzeitlichen 1:1 und sorgt damit für einen Euphorieausbruch unter den Zuschauenden auf dem Centre Sportif. Gegen Basel wird er sich dieses Mal selbst unter sie mischen müssen. «Schade, das wäre das grösste Spiel meiner Karriere gewesen», sagt Casano. «Aber vielleicht gibt es ja wieder mal die Chance, gegen den FCB zu spielen.» Beim unfassbaren Losglück der Jurassier nicht auszuschliessen.

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