Darum ist Alvyn Sanches nicht bei der WM dabei
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Nati-Trainer Yakin erklärt:Darum ist Alvyn Sanches nicht bei der WM dabei

Alvyn Sanches redet erstmals über sein bitteres WM-Out
«Ich war richtig traurig, aber ich habe es zu akzeptieren»

Ferien und Klubtraining statt Schweizer WM-Ambiente in San Diego: Alvyn Sanches (23) spricht mit Blick erstmals über seine Gefühlslage nach der grössten Enttäuschung seiner Karriere.
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Nationalcoach Murat Yakin attestiert Alvyn Sanches viel Potenzial, hat ihn für die aktuelle WM aber nicht berücksichtigt.
Foto: Nico Ilic/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Sanches verpasst Schweizer WM-Kader – trotz Lob von Henchoz und Magnin
  • Yakin sieht andere Spieler vorne, Sanches bleibt jedoch kämpferisch
  • 23-Jähriger erhält Zuspruch von Familie, Freunden und Nati-Kollegen
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Sven SchochReporter Sport

Der frühere Liverpool-Verteidiger Stéphane Henchoz hält Sanches für «den legitimen Nachfolger von Xherdan Shaqiri», Ex-Lausanne-Coach Ludovic Magnin «traut ihm alles zu» und für seinen Agenten Fahd Adamson ist Sanches vor allem etwas: «Ein Plus-Plus-Spieler!»

Und doch gehört der Super-Techniker nicht zum Schweizer WM-Kader. Murat Yakin attestiert ihm beträchtliches Potenzial, sieht allerdings andere Spieler auf seiner Position, «die aktuell etwas weiter sind».

Den 17. Mai, den letzten Spieltag der vergangenen Super-League-Saison, wird Sanches nicht vergessen. Sein Handy klingelt, Yakin meldet sich. Der Puls schnellt in die Höhe. Bekommt er nun zu hören, wovon er zeitlebens träumt? Im Gegenteil: Innert Sekundenbruchteilen erodieren die Pläne.

Die Leere nach Yakins Anruf

Sanches beschreibt einen seiner schwierigsten Momente der Karriere mit zeitlichem Abstand so: «Als ich diese Nachricht erhalten habe, sind bei mir ganz unterschiedliche Gefühle aufgekommen. Die WM war eines meiner wichtigsten Ziele, auf das ich mich nach meiner Knieverletzung fixiert hatte. Ich wollte nach dem körperlichen Rückschlag in bestmöglicher Verfassung zurückkommen.»

Wut, Frust, Desillusionierung? Davon ist im exklusiven Blick-Telefonat nichts zu spüren: «Ich war ganz einfach richtig traurig. Meine Reaktion ist nachvollziehbar, oder? Ich hatte nach dem Problem mit dem Knie hart gearbeitet für mein grosses Ziel.»

Den exakten Inhalt des Gesprächs mit dem Nati-Coach will Sanches nicht veröffentlichen: «Er hat mir alles erklärt, und ich habe seine Wahl zu akzeptieren.» Ihm bleibe auch gar nichts anderes übrig, so der YB-Künstler. «Ich habe mir geschworen, noch mehr zu investieren. Ich werde härter denn je arbeiten, um wieder aufgeboten zu werden. Das habe ich mir in den Kopf gesetzt.»

Nachrichten der Mitspieler für die Moral

Um Trost musste der 23-Jährige nicht flehen: «Umgehend habe ich extrem viele Nachrichten erhalten. In erster Linie von meiner Familie und engen Freunden. In so einer Situation gibt dir eine solche Form der Zuwendung sofort ein besseres Gefühl.» Zuspruch gab es auch aus dem Kern der SFV-Auswahl: «Einige Nati-Spieler haben mir geschrieben und mich aufgemuntert. Die Jungs am Telefon zu haben, stärkt die Moral.»

Den prestigeträchtigsten Sport-Event verfolgt er, seit seiner Kindheit. «Früher war ich ein leidenschaftlicher Panini-Sammler. Erste konkrete Erinnerungen habe ich an die Endrunde 2014.» Die WM in Nord- und Mittelamerika wird er hingegen nur teilweise verfolgen: «Zuerst einmal steht die Vorbereitung mit dem Verein im Zentrum. Aber klar, die Schweizer Spiele schaue ich mir an.»

Sanches über die Nati: «Die Qualität ist da»

Sein Herz schlägt aus familiären Gründen auch für den Aussenseiter Kap Verde und die Portugiesen. Bis auf weiteres könnte er sogar für beide Verbände spielen. Dieses Thema lächelt Sanches weg, es ist für ihn nicht der Rede wert, lieber parliert der Offensivmann über die WM-Chancen seiner SFV-Kollegen: «Es wird die beste WM der Geschichte. Sie können die Viertelfinals erreichen. Die Qualität ist da.» Das 1:1 gegen Katar ändert nichts an seiner Einschätzung.

Und er selber? Folgt nun das Erfolgscomeback nach der womöglich anspruchsvollsten Saison mit dem Transfer zu YB und den sportlichen Turbulenzen mit den Bernern? «Enttäuschungen gehören eben auch zum Sport: Man kann nicht nur immer gewinnen im Leben. YB war für mich die beste Lösung. Diese Wahl habe ich überhaupt nicht bereut, auch wenn die Saison zäh verlaufen ist», stellt der wertvollste Super-League-Profi klar.

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