Böses Mail an Verbands-Spitze
Nati-Nomination bringt YB-Boss Spycher auf die Palme

Die etwas überraschende Nicht-Nomination der YB-Spieler Joël Monteiro und Alvyn Sanches ist nicht nur bei den Fussballfans ein Diskussionsthema. YB-Boss Christoph Spycher hat sich besonders wegen des Timings massiv beim Verband beschwert.
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YB-Boss Christoph Spycher hat keine Freude an der WM-Nomination des SFV.
Foto: Claudio de Capitani/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • YB-Stars erhalten WM-Absage vor Meisterschaftsspiel im Wankdorf-Stadion
  • YB-Boss kritisiert Timing der Absage in scharfem E-Mail
  • Monteiro verletzt ausgewechselt: Wochenlange Pause nach muskulärer Verletzung
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Tobias WedermannFussballchef

Es ist Sonntag, 17 Uhr, und auf dem Rasen im Wankdorf-Stadion läuft das letzte Meisterschaftsspiel zwischen YB und Sion, als Blick publik macht, was schon vor dem Anpfiff im Umfeld der Spieler die Runde gemacht hat: Die beiden YB-Spieler Alvyn Sanches und Joël Monteiro haben wenige Stunden zuvor eine Absage für die WM vom Schweizer Nationaltrainer Murat Yakin erhalten. Dafür ist Christian Fassnacht mit dabei, der die Berner als Captain auf dem Feld anführte.

Spycher schreibt dem Verband

Die YB-Bosse werden auf der Tribüne durch die Berichterstattung und Bekanntgabe überrascht. Sie hatten fest damit gerechnet, dass sowohl Monteiro als auch ihre Nummer 10, Alvyn Sanches, mit nach Nordamerika reisen würden. Ebenfalls wussten die Berner Chefs zum damaligen Zeitpunkt noch nicht, dass ihre Spieler vor dem letzten Meisterschaftsspiel von Yakin informiert worden waren. YB-Boss Christoph Spycher bringt dies auf die Palme. Er greift nach dem 3:3 gegen Sion zu seinem Computer und schreibt ein E-Mail an die Chefs des Schweizerischen Fussballverbands, Nati-Direktor Pierluigi Tami sowie Präsident Peter Knäbel.

Dieses soll es in sich haben. Als «wirklich sehr kritisch» und «richtig scharf» wird der Inhalt von Quellen gegenüber Blick beschrieben. Besonders über das Timing der Absage kurz vor dem YB-Spiel, bei dem es zwar um nichts mehr ging für die Berner, sei Spycher sehr erbost gewesen. Er habe die Professionalität des Verbands sowie den Prozess infrage gestellt.

Darum ist Alvyn Sanches nicht bei der WM dabei
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Hinter vorgehaltener Hand wird in Bern sogar darüber diskutiert, ob die grosse Enttäuschung über die Nicht-Nomination möglicherweise einen Zusammenhang haben könnte mit der muskulären Verletzung von Monteiro, der bereits nach 37 Minuten ausgewechselt werden musste und nun mehrere Wochen ausfallen wird. Ob zudem auch Frust dabei ist, dass zwei millionenschwere Transferkandidaten durch die Nicht-Nomination nicht zwingend an Marktwert gewonnen haben?

Das sagt der YB-Boss

«Ich habe in der Mail-Nachricht an Peter Knäbel und Pierluigi Tami mitgeteilt, dass wir es nicht professionell finden, Spielern wenige Stunden vor einem Meisterschaftsspiel mitzuteilen, dass ihr WM-Traum geplatzt ist», sagt Christoph Spycher auf Anfrage zu Blick. Es sei explizit nicht darum gegangen, die Entscheide zu kritisieren, sondern den Ablauf der Information. «Wir freuen uns sehr, dass Marvin Keller und Christian Fassnacht dabei sind, und wir sind traurig, dass Alvyn Sanches und Joël Monteiro nicht berücksichtigt wurden und sich Joël am Sonntag zudem verletzt hat», so Spycher. Die Gespräche danach mit Peter Knäbel und Pierluigi Tami seien konstruktiv gewesen. Spycher: «Sie waren einsichtig, dass der Ablauf nicht gut war. Das Thema ist für uns somit erledigt.»

Auch Nati-Direktor Pierluigi Tami betont gegenüber Blick, dass der Austausch mit den YB-Verantwortlichen stets konstruktiv gewesen sei. Zum grossen Berner Unmut betreffend das Timing sagt der 64-Jährige: «Ich habe aufgezeigt, wie der Ablauf und die Kontaktaufnahme am Tag vor der Kaderbekanntgabe war. Wir haben die Spieler angeschrieben und es ihnen überlassen, wann das Gespräch stattfinden soll.»

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28
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2
FC St. Gallen
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25
70
3
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38
17
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4
FC Sion
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23
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5
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38
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56
6
BSC Young Boys
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38
11
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10
53
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8
53
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