Viel Arbeit für die FIA im Glutofen Spielberg
Mercedes-Duo trotz Ferrari-Anklage vorne

Die Hitzeschlacht um den Sieg beim GP von Österreich hat mit fast humanen 32 Grad auf 700 Meter Höhe begonnen. Schnellster nach den ersten 60 Minuten: Antonelli vor Russell, Piastri und Verstappen.
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Mercedes dominiert das erste Training in Österreich. Kimi Antonelli fährt Bestzeit.
Foto: Lukas Gorys
Roger Benoit aus Spielberg (Ö)

Der gemeinnützige Weltverband FIA mit über 200 Mitgliedsländern, der letztes Jahr einen überraschenden Gewinn von 6,7 Millionen Dollar machte (43 Prozent mehr als im Vorjahr), hat für den achten WM-Lauf eine alte Regel hervorgeholt: Aus Sicherheitsgründen müssen die Fahrer eine Kühlweste tragen. Wer diese aus verschiedenen Gründen ablehnt, muss ein halbes Kilo Ballast im Cockpit platzieren.

Ferrari klagte Mercedes an

Die Regelhüter der FIA hatten nach dem Barcelona-Sieg von Hamilton eine Anfrage von Ferrari bekommen: Ist das System von Mercedes rund um den Diffusor regelkonform? Nach längerer Diskussion wurden die verschieden angelegten Verlängerungen des Diffusors jetzt für Spielberg verboten.

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Mit solchen Detailfragen (andere reden von versuchtem «Betrug») muss sich die FIA Woche für Woche herumschlagen. Die Spione haben sicher schon Fotos entdeckt, die eine Anfrage bei der FIA rechtfertigen sollen.

Jeder verdächtigt jeden

Nun, Mercedes änderte seine «Erfindung» und fragte sich, warum das neue Motoren-Update von Ferrari nicht an die Kundenteams von Haas und Cadillac abgegeben wurde. Was eigentlich Pflicht ist.

Sie sehen: Kein Team kommt aus dem Blickfeld der Rivalen. Und wer einen Verdacht hegt, meldet sich eben bei der FIA, die ihre besten Leute oft an die Teams verliert!

Die lange Reise der Batterie

Nun, Mercedes gab im ersten Training gleich den Ton an. WM-Leader Antonelli zeigte Russell vorerst den Meister. Beide Fahrer haben in den letzten Rennen je eine Batterie (bis zu 25 Kilo schwer) verloren. Russell: «Meine defekte Batterie von Montreal ist immer noch auf der Seereise, weil man sie nicht mit dem Flugzeug transportieren darf!»

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Verbrennermotor wichtiger

Für 2027 und 2028 hat die FIA schon mal die Regeln erneut geändert: Nächstes Jahr dürfen fünf Prozent mehr Benzin durchfliessen, für das Jahr darauf sind es dann 13 Prozent. Damit steigert man die Leistung des Verbrennermotors und senkt die Leistung des Elektromotors. So dass das Verhältnis von jetzt 50:50 auf 60:40 erhöht wird.

Es löst zwar einige Probleme, aber der grosse Durchbruch ist es noch nicht. Diesen Riesenschritt nach vorne hat Red Bull mit einem Super-Update für Spielberg vorgesehen. Wenn man Verstappen halten will, muss er endlich wieder vorne mitgeigen.

Orange Army wird kleiner

Nach 40 Minuten lag Verstappen, der hier achtmal siegte (vier GP Österreich, ein GP Steiermark und drei Sprints), an fünfter Stelle. Über eine Sekunde hinter Antonelli. Russell, Hamilton und Lindblad schoben sich auch noch vor den Holländer. Seine Orange Army soll sich von bis zu 40 000 Fans auf knapp 20 000 reduziert haben.

Heisse Gerüchte – oder mehr?

Später «explodierte» der vierfache Champion und kam als Vierter bis auf 0,3 Sekunden an Antonelli heran. Spürt der 71-fache GP-Sieger das «neue» Auto?

Vor Verstappen lag Piastri im McLaren. Der englische Boulevard hatte am Donnerstag gemeldet: Piastri und Verstappen tauschen für 2027 die Plätze! Und aus Italien kam die Meldung, dass Mercedes noch in Österreich den Vertrag mit Russell verlängert.

Sechs Talente – Hülkenberg 11.

Gleich sechs Teams nutzten das erste Training, um einen Nachwuchs-Mann einzusetzen: Der Schwede Beganovic fuhr für Leclerc, Aron für Bortoleto, Iwasa für Lawson, Browning für Sainz, Crawford für Stroll und Hirakawa für Ocon.

Bei Audi hielt sich der Este Aron wie in Barcelona (guter Achter) tapfer, verlor auf Hülkenberg (11.) nicht mal eine halbe Sekunde.

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