Ruhe vor dem grossen Knall?
Hinter den Kulissen rumort es in der Formel 1

Vor dem GP in der Steiermark gehts in der Formel 1 heiss zu und her. Einige Teams spüren Nervosität, andere geben sich mittlerweile der Lächerlichkeit preis. Und neue Namen drängen auf ein Cockpit.
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Die Formel 1 macht dieses Wochenende in der Steiermark halt.
Foto: Lukas Gorys

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Red Bull setzt auf neues Auto RB22 vor Spielberg-Wochenende
  • Verstappen strebt seinen neunten Spielberg-Sieg an
  • Rookie Lawson mit 28 Punkten unter Druck, Tsolov gilt als mögliche Alternative
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Auf zur achten WM-Runde. Red Bull und Mercedes wollen mit vielen Ausbaustufen den roten Express von Ferrari stoppen. Aber heiss wird es auch hinter den Kulissen – alle elf Teams steigen ab heute mit Problemen in den Berg-und-Tal-Kurs in der Steiermark.

Bei Ferrari muss Chef Fred Vasseur nach dem Hamilton-Triumph den Psychologen spielen. Wie reagiert Leclerc auf die neue Situation im Team? Das Gleiche gilt bei Mercedes für Toto Wolff: Die fünf Saisonsiege von Antonelli bringen Probleme mit sich: Kann er Russell mental wieder aufrichten?

Verstappen: Acht Spielberg-Siege

Stallorder ist sicher kein leeres Wort mehr. Ausser bei Red Bull. Da muss ab heute das «neue» Auto RB22 einschlagen, sonst werden die Gedanken im Verstappen-Lager nicht fröhlicher. Super-Max hat hier achtmal gewonnen: viermal den GP Österreich, einmal den GP Steiermark (Corona-Zusatzrennen) und drei Sprints. Der ehrgeizige Holländer kann sich mit 71 Siegen keine Flops mehr leisten.

Bei McLaren (Doppelsieg 2025 in Spielberg) herrscht fast Stillstand. Das Weltmeisterteam kratzt seine Punkte zusammen. Beim Saison-Aufsteiger Alpine freut man sich schon auf 2027 und Super-Namensgeber Gucci. Der Briatore-Flirt mit Alonso (44) ist eher ein Werbegag. Gasly und Colapinto haben dem WM-Letzten vor einem Jahr jetzt schon 57 Punkte eingebracht.

Lawson und Ocon in Gefahr

Bei Racing Bulls spürt man die Nervosität im A-Team. Lawson sammelt zwar fleissig Punkte (28), bleibt aber umstritten. Einen grossen Transferwirbel würde der Neuseeländer kaum überstehen. Hier hat man mit dem Bulgaren Nikola Tsolov (19, Schützling von Alonso) eine gute eigene Alternative.

Der sicherste Wechsel kündigt sich bei Haas an. Bearman sitzt weiter ganz vorne bei Ferrari auf der Ersatzbank. Ocon muss wohl gehen, wenn Formel-2-Rakete Camara (Br) oder der letztjährige F2-Meister Fornaroli (momentan in der McLaren Academy) frei werden.

Pérez und Sainz warten

Bei Williams braucht Chef Vowles alle sozialen Kanäle, um die Gerüchte zu stoppen, dass neben Sainz auch Albon wegwill. Das drittälteste Team hat mal sachte bei Pérez von Einsteiger Cadillac angefragt. Dessen Teamkollege Bottas hat Glück, wenn er für 2027 noch ein Cockpit hat.

Bei Audi betreibt man weiter Geheimniskrämerei. Aber wer Binotto etwas näher kennt, der darf mit einer weiteren Überraschung (wie beim Ersetzen von Teamchef Wheatley) rechnen. Selbst auf der Fahrerseite. Sollte Sainz tatsächlich Interesse haben, ist vieles möglich. Der neunte WM-Rang ist für die Deutschen kaum akzeptabel, weil sie ja von Sauber den roten Einstiegsteppich hingelegt bekamen.

Schlechter gehts kaum noch

Und Aston-Martin-Honda? Man hat sich längst der Lächerlichkeit preisgegeben. Dauernd wird von Upgrades und einem Neuanfang gesprochen. Die Frage bleibt: Wer hat im Stroll-Team noch den Überblick?

Mit unzähligen Millionen kann man auf einigen Baustellen die Probleme flicken, aber damit kaum richtige Fortschritte erzielen. Oder: das etwas längere Warten auf den grossen Knall.

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