Darum gehts
- Kimi Antonelli liegt in der WM 2026 fünf GP vor Schluss mit 123 Punkten Vorsprung klar vorn
- Für den Titel am Sonntag braucht Antonelli im ungüngstigsten Fall bloss zwei Punkte
- In der gesamten Saison landete er nur zwei mal ausserhalb der Punkte
Vor nicht einmal zwölf Monaten begeisterte die F1 bis zum allerletzten Rennen in Abu Dhabi mit einem Dreikampf um den Weltmeistertitel. Lando Norris, Oscar Piastri und Max Verstappen schenkten sich nichts und boten Fans einen enorm spannenden Saisonendspurt, an dessen Ende Norris mit einem Mini-Vorsprung von nur zwei Punkten erstmals Champion wurde.
Ganz anders die Situation 2026. Kimi Antonelli steht vor den letzten fünf geplanten GP (wegen das Konflikts in der Golfregion eventuell nur vier) mit einem Polster von 123 Punkten an der Spitze des Klassements und wird eher früher als später neuer Weltmeister. Früher bedeutet in diesem Fall womöglich schon am Sonntag. Anders als noch vor Wochenfrist hat er in Mexiko nun alles in den eigenen Händen.
Antonelli braucht nicht einmal zwingend Punkte
Um 21 Uhr Schweizer Zeit gehen in Mexiko die Lichter aus. Und Kimi Antonelli seine Triumphfahrt an. Anders als zuletzt in Austin benötigt er diesen Sonntag jedoch keine Hilfe der Konkurrenz, sofern er dafür sorgt, dass weder Russell noch Hamilton das Rennen gewinnen.
Denn verpassen seine zwei einzigen verbliebenen Mitstreiter den Sieg, ist er auf jeden Fall Weltmeister – völlig egal, wo er selbst landet. Auch ein Rang ausserhalb der Punkte würde in diesem Szenario reichen, da er dann von niemandem mehr eingeholt werden könnte. Vor allem, weil nach wie vor unklar ist, ob die Saison überhaupt noch die geplanten fünf Rennen umfasst oder nur noch vier GP anstehen.
Überquert hingegen entweder Russell oder Hamilton als erster die Ziellinie, ist die Messe nicht automatisch gelesen. Allerdings benötigt Antonelli dann bloss zwei (wenn Russell gewinnt) beziehungsweise einen Punkt (wenn Hamilton gewinnt), die es für Rang 9 respektive 10 gibt. Ein durchaus machbares Ergebnis, wenn man bedenkt, dass er nur zweimal ohne Zählbares blieb. In Barcelona zwang ihn ein Schaden zur vorzeitigen Aufgabe, in Silverstone spülten ihn Defekt und Strafe auf Rang 15. Ansonsten war er nie schlechter als Platz 5.